Samstag, 23. Juli 2016

Oddset-Pokal, 1. Runde: Meiendorfer SV – SC Victoria Hamburg 0:5 (0:3)

Deepenhorn, 144 Zuschauer

Letztes wie dieses Jahr hieß der erste Gegner der Saison Meiendorfer SV. Letztes Jahr war es allerdings der Oberliga-Auftakt, dieses Jahr ein Pokalspiel – denn in der Oberliga darf der MSV nach seinem Abstieg ja derzeit nicht mehr mitspielen.
Auf den Abstieg folgte eine der großen Possen, die dieses Jahr das Sommerloch im Hamburger Amateurfußball gefüllt haben (neben dem Fast-Aufstieg von Altona): Zunächst hieß es, Olaf Ohrt würde samt Geld und teuren Spielern beim MSV einsteigen, woraufhin die Hamburger Fußballszene entsetzt den Kopf schüttelte: Scheinbar findet sich ja doch immer wieder ein Dummer, dem kurzzeitiger Ruhm und eine einzige gute Saison in der Landesliga ausreichen, um hinterher die Scherben dieses Engagements aufzukehren.
Die schwarz-gelben Fans liefen jedenfalls Sturm gegen ihre Vereinsführung und schalteten im Internet Kondolenzbücher und sogar ein eigener Hashtag (#keinOhrtfürOlaf) wurde geboren. Kurze Zeit später war der Spuk aber auch schon wieder vorbei. Was genau da nun vorgefallen war, vermögen wir nicht zu beurteilen, aber Ohrt entschied sich, nicht nach Meiendorf zu gehen – woraufhin der Verein plötzlich ohne Trainer und Kader dastand. Zum Zeitpunkt der Pokalauslosung standen ganze vier Spieler unter Vertrag, aber immerhin gelang es den Verantwortlichen, bis zum Spiel eine Mannschaft zusammen zu bekommen.
Diese hatte Ende Juli an einem heißen Samstagnachmittag zwar keine Chance gegen den SCV, aber immerhin konnte man antreten. Das wäre doch auch sehr schade, wenn ein weiterer unserer ehemaligen Konkurrenten komplett vor die Hunde geht…
Die Tore für Vicky erzielten Rodrigues (9.), Schulz (13.), Strömer (34.), Wacker (77.) und Strömer (90.) vor 144 Zuschauern auf dem Deepenhorn-Kunstrasenplatz. Ende Gelände, Runde 2.

Sonntag, 8. Mai 2016

Bezirksliga Nord, 29. Spieltag: SC Victoria Hamburg II – SC Alstertal-Langenhorn II 5:3 (1:0)

Area 52, 100 Zuschauer

Wie bereits dem Spielbericht zur Ersten gegen BU zu entnehmen, wollten einige Kaoten von Anfang an viel lieber diesem Kick beiwohnen. Da das aber nicht ging, wurde an der Dieselstraße zumindest der Beschluss gefasst, sich die zweite Hälfte anzusehen. Also fix ins Auto gequetscht und nichts wie ab zur Area 52!
Dort kamen wir in der 50. Minute an – zu diesem Zeitpunkt führte der SCV mit 1:0 und war damit faktisch aufgestiegen. Kaum  hatten wir uns nach dem Ergebnis erkundigt und festgestellt, das Dennis Thiessen heute hier kickte, fiel sogar das 2:0 für Blau-Gelb. Läuft doch alles wie am Schnürchen! Denkste…
Nur eine Zeigerumdrehung später schlug SCALA II nämlich eiskalt zurück und erzielte das 2:1. Was nun folgte, war nichts für schwache Nerven. SCALA, mit einigen Fans angereist, brachte Vicky nun vollends aus dem Konzept. In der 63. Minute fiel daher folgerichtig der Ausgleich und weitere zehn Minuten später gingen die Gäste in 3:2 Führung. Der SCV verspielte gerade vor unseren Augen den potentiellen Aufstieg! Das konnte wir so natürlich nicht hinnehmen und so motivierten wir unsere Kicker mit ein paar Schlachtrufen. Und wirklich, es schien zu helfen. Akin Sari gelang in der 77. Spielminute der 3:3-Ausgleich, bis Vicky kurz vor Ultimo mit einem Doppelschlag auf 5:3 davonzog.
Der Jubel nach Abpfiff kannte natürlich keine Grenzen, denn wenn der SCV nun nicht mit 19 Treffern Unterschied am letzten Spieltag im direkten Duell beim Tabellenzweiten Condor II verliert, dann ist ihnen der Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Und sorry, aber wenn Condor dieses Kunststück wider Erwarten gelingen sollte, dann dürfen sie auch gerne aufsteigen… ;-)
Und so kann man zumindest bei unserer Zweiten schon mal von einer absolut gelungenen Saison sprechen. Nächstes Jahr wieder Landesliga, Baby!

Oberliga, 32. Spieltag: HSV Barmbek-Uhlenhorst – SC Victoria Hamburg 2:6 (0:2)

Stadion an der Dieselstraße, 500 Zuschauer

Dem Auftritt bei BU sahen die meisten von uns eher lustlos entgegen. Klar, auf dem Papier handelte es sich dabei um das Spitzenspiel Zweiter gegen Dritter. In der Realität aber ging es nur noch darum, ob BU oder Dassendorf nun Meister wird. Kann uns aber voll egal sein, außer man geht nach Sympathiepunkten. Fast zeitgleich konnte dagegen unsere Zweite mit einem Sieg den Aufstieg auf heimischem Boden klarmachen, was irgendwie viel spannender klang. Aber es nützt ja nichts, Erste geht nun mal vor, zumal die Ansetzungen am letzten Spieltag immerhin zulassen, dass man am Freitag die Erste und am Sonntag die Zweite mitnimmt. Lange Rede, kurzer Sinn: Die allgemeine Bocklosigkeit hatte uns  im Griff.
Kurzerhand traf sich ein Teil der Gruppe bereits zum gemeinsamen Brunchen und Urlaub planen und fuhr dann stilecht bei BU im Twingo vor. Natürlich findet man mit so einem Gefährt auch kurz vor Ultimo noch einen Parkplatz in erster Reihe. Dank diverser vorhandener Plastik- und Papierkarten, die zum freien Eintritt berechtigen, konnte man die Schlange am Eingang auch schnell hinter sich lassen und das neue Stadion „An der Tankstelle“ betreten. ;-)
Ein Teil der Truppe hatte ja das neue Stadion erst kürzlich beim Kick unserer Zweiten vorgesehen, sodass nur ein Kaot tatsächlich auch einen neuen Ground machte. Die Begeisterung hielt sich aber auch bei ihm in Grenzen, das Übliche „Wenn alle Seiten bebaut wären, wäre es echt hübsch“ fiel und wir machten es uns mit den anderen Kaoten und Vickyfans im ‚Gästeblock‘ gemütlich.
Trotzdem rechnete keiner ernsthaft damit, dass Vicky hier große Chancen haben würde. Umso überraschender fiel schon in der 8. Minute ein Tor für das richtige Blau-Gelb: Dauerbrenner Sergej Schulz netzte zum 0:1 ein. Kann ja mal passieren, irgendwie wirkte es aber wie ein Fehler im System. Es folgte nichtsdestotrotz eine hochklassige Partie, die den Namen Spitzenspiel durchaus auch zurecht trug. So richtig zeichnete sich auch noch nicht ab, wer nun besser war – bis Kevin Zschimmer kurz vor der Halbzeitpause noch einen nachlegte und auf 0:2 erhöhte.
Nachdem wir kürzlich Zeugen wurden, wie wenig ein Zwei-Tore-Vorsprung wert war (Mann, das kann man gar nicht oft erwähnen – TRAUMA!!!), blieben alle skeptisch, vor allem, da anzunehmen war, dass es bei BU in der Kabine etwas lauter geworden war. Kaum standen die Spieler aber wieder auf dem Platz, leistete sich BU einen groben Abwehrschnitzer, sodass der heute sehr gute Julian Schmid nur noch zum 0:3 einschieben musste. Langsam wurde es unheimlich…
BU spielte übrigens auch mit – es war jetzt nicht so, dass da überhaupt keine Gegenwehr kam: Ein paar Minuten später konnten die Gastgeber dann endlich auch mal eine ihrer Chancen zum 1:3 nutzen.
Vicky zeigte sich davon aber unbeeindruckt, denn Boock holte den Hammer raus und versenkte den Plastikball ein paar Minuten später sehenswert per Fernschuss in den Maschen. Nun wurde es deutlich…
Frei nach dem Motto „Wer will noch mal, wer hat noch nicht“ legte Marcel Rodrigues noch mal eben scheinbar mühelos zwei Tore obendrauf. Da kam das 2:6 in der letzten Minute eh zu spät. BU war in der zweiten Hälfte komplett von der Rolle – oder eher ungläubig, was sich gerade vor ihnen abspielte. Die Meisterschaft können sie sich nach diesem Ergebnis wohl abschminken!
Bei uns sorgte das Spiel regelrecht für Begeisterung, sodass wir trotz der Hitze das ein oder andere Liedchen anstimmten. Die BU-Fans versuchten es auch mit der üblichen Kuhglocken-Samba, aber geholfen hat es heute nicht. An dieser Stelle trotzdem ein Gruß an die blau-gelben Kollegen – Wir hätten euch die Meisterschaft auf jeden Fall eher gegönnt, aber unser Team hatte wohl was dagegen…

Samstag, 7. Mai 2016

U19 Oberliga, 22. Spieltag: FC Türkiye – SC Victoria Hamburg 2:3 (2:2)

Landesgrenze (Rasen), 50 Zuschauer

Da spielt der SCV schon gegen den FC Türkiye in der Oberliga – und dann auf dem ollen Grandplatz, anstatt auf dem Rasenplatz mit den Sitzschalen. Skandal! Ich hatte ja Anfang der Saison gedacht, ich kann das Problem mit dem fehlenden Kreuz im Groundhopping-Informer einfach aussitzen, aber dann kam das scheiß Hamburger Wetter dazwischen! So komme ich doch nie zum meinem Kreuz…
Aber: Da der Wettergott auch mit uns Nordlichtern endlich mal ein Einsehen hatte und uns in den letzten Tagen sowas wie Frühling bescherte, gab es einen neuen Versuch. Und das allerbeste: Gleichzeitig konnten wir unserer A-Jugend beim Kampf um den Regionalliga-Aufstieg zusehen. Also machten sich drei Kaoten auf den Weg Richtung Landesgrenze, wo zunächst noch ein anderes Jugendspiel auf dem Rasenplatz lief. Dort zeigte sich aber leider mal wieder die hässliche Seite des Jugendfußballs: Es kickten der FCT gegen den Bostelbeker SV (Remember: Pokalgegner 1. Runde!), das Alter der Jungs tippe ich jetzt mal so auf acht bis zehn Jahre (bin zu faul zum Nachsehen), also schon noch ziemlich kleine Kinder. Und ich denke zwar, dass man bereits in diesen jungen Jahren die Ansätze erkennen kann, ob jemand mal ein Guter wird oder nicht und der Leistungsgedanke deshalb nicht von der Hand zu weisen ist, aber man darf dabei nicht die menschliche Seite vergessen! Und da glaube ich nicht, dass es hilft, wenn der Trainer (!) die eigenen Schützlinge als „dumm“ beschimpft, weil sie ihre Positionen nicht halten. Es kamen auf jeden Fall mehrfach verbale Aussetzer vom Trainer der Bostelbeker, die die Partie natürlich auch noch verloren haben. Da muss man sich dann auch ncicht wundern, wenn die Kinder schnell keine Lust mehr haben und den Computer dem aktiven Sport vorziehen. Der Ton macht die Musik und ich bin froh, dass ich so etwas nicht hören muss, wenn ich auf Vickys Sportplätzen unterwegs bin!
So, jetzt aber mal zum eigentlichen Thema: Die A-Jugend. Aktuell steht der SCV auf Platz 1 der Tabelle – was wiederum den Aufstieg in die Regionalliga nach sich ziehen würde. Aber der ETV ist uns dicht auf den Fersen und hatte an diesem Wochenende bereits vorgelegt. Die Prämisse war also klar: Ein Sieg musste her!
Entsprechend motiviert gingen die Blau-Gelben an den Start – und stellten auch eindeutig das bessere Team. Schön übrigens, dass unsere ganzen Oberliga-Kicker dort auch noch mitwirken. Großes Lob an die Jugendtrainer, die ganze Arbeit leisten und unseren Nachwuchs wirklich gut ausbilden. Und ebenfalls natürlich auch an die Spieler, die sich ordentlich den Arsch aufreißen für unsere Farben!
Wie gesagt, der SCV die bessere Mannschaft – und daher auch völlig richtig nach 18 Minuten in Front liegend. Tarek Abdalla der Torschütze… kennen wir ja! Allerdings nur zwei Minuten später der Ausgleich aus dem Nichts. Ein Sonntagsschuss von Türkiye landete im Vicky-Kasten und sorgte für Aufregung. Zwar generierte der SCV auch im Anschluss Chancen ohne Ende, aber im Abschluss agierten die Jungs etwas zu locker. Das wurde bestraft: In der 34. Minute erzielte Türkiye die 2:1-Führung. Es folgte noch mehr Aufregung… Notbremse durch den Vicky-Keeper oder nicht? Das wurde mehrere Minuten im Rudel diskutiert, schließlich verließ der junge Mann das Spielfeld. Ungut. Der schwache Schiedsrichter hatte bereits zu diesem Zeitpunkt die Kontrolle über das Spiel verloren, aber es kam hinterher noch dicker. Zunächst mal sorgte Abdalla aber für den 2:2-Ausgleich noch vor der Pause.
Wir genossen derweil die Sonne und lauschten den Ausführungen dreier Grazien, die es sich hinter uns bequem gemacht hatten. So bequem schienen aber nicht alle drei zu finden, denn eine quengelte permanent, dass ihr zu heiß war, wollte aber nicht allein in den Schatten gehen. Die nächste hatte offenbar Beef mit einer Bekannten, die auf der anderen Seite des Spielfelds in genau jenem Schatten saß und die Dritte provozierte permanent mit der Frage „Ey, glaubst du, ich bin dumm oder was?!“ Die Beantwortung dieser Frage überlasse ich jetzt mal der Fantasie der Leser, widmen wir uns lieber wieder dem Fußball.
In der 60. Minute erzielte nämlich Azdret Dika den 3:2-Treffer für Blau-Gelb, was die zahlreichen anwesenden Vicky-Fans, unter denen mit Gody Hoedoafia auch der Trainer unserer Zweiten war, zu Jubelstürmen veranlasste. Sehr schön. Leider entglitt dem Schiedsrichter immer mehr die Partie, sodas es letztlich zu der unschönsten Szene kam: Rudelbildung, inklusive Schubsereien, Sprüngen über die Bande und lautstarken Auseinandersetzungen. Am Ende gab es mehrere rote Karten – zwei für Vicky und eine für Türkiye. Letztlich standen am Schluss noch acht Victorianer auf dem Platz und zehn Türkiye-Kicker, wenn ich mich nicht verzählt habe… Die Tabellenführung war damit in akuter Gefahr und nun wurde mit Mann und Maus verteidigt, um den ETV im Fernduell nicht vorbeiziehen zu lassen. Letztlich setzte sich aber das besser Team durch und so grüßt der SCV auch weiterhin vom Platz an der Sonne. Weiter so, Jungs – aber nächstes Mal mit weniger Zittern! Wir drücken die Daumen.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Oberliga, 31. Spieltag: SC Victoria Hamburg – SV Curslack-Neuengamme 4:2 (2:1)

Stadion Hoheluft, 133 Zuschauer

Mittwochabend vorm Feiertag, da geht doch was? Scheinbar ja, denn unser Team hatte sich offenbar vorgenommen, auch zuhause mal wieder zu punkten. Anders ist es nicht zu erklären, dass Vicky das erste Mal seit über zwei Monaten an der Hoheluft wieder drei Punkte holte. Der letzte Gegner, gegen den das gelang, hieß Lurup… auweia!
Immerhin spielte das Wetter endlich auch mal mit und die Temperaturen bewegten sich über der Nulllinie. Das sorgte leider nicht für ein erhöhtes Zuschaueraufkommen, aber immerhin konnten wir mal wieder mit unserem Flyer punkten. Die letzten Wochen war das ja eher ein Verlustgeschäft, aber kein Wunder, wenn wir auch u.a. auf Kunstrasen spielen.
Vicky legte zur Abwechslung auch gleich mal los, wie die sprichwörtliche Feuerwehr, denn Vincent Boock fackelte nicht lange und versenkte nach ein paar Minuten Spielzeit eine Vorlage von Len Strömer in den Maschen. Im Anschluss kam auch Curslack zu Chancen, aber Kevin Ralfs hielt seinen Kasten sauber. Sechs Minuten vor dem Pausentee besorgte Rinik Carolus sogar noch das 2:0 und die Welt war in Ordnung… bis der Schiedsrichter drei Minuten später auf den Punkt zeigte. Torben Wacker stellte sich etwas ungeschickt in der Verteidigung an und plötzlich stand es nur noch 2:1. Darauf erst mal ‘nen Schnaps.
Auch wenn im Stadion eher Totentanz angesagt war, war es in der Kurve durchaus unterhaltsam. Ohne Druck singt es sich eben doch am besten und so dürften auch die paar anwesenden Hopper von der Insel zufrieden gewesen sein.
In der zweiten Hälfte begann dann wieder mal das große Zittern, denn ein 2:0-Vorsprung reicht beim SCV ja bekanntlich nicht aus, um am Ende sicher für drei Punkte zu sorgen: In der 56. Minute zog Curslack jedenfalls auf 2:2 Tore nach. Allzu einfach wollte man es den Gästen dann aber auch nicht machen und so besorgte Strömer in der 73. Minute nach einem tollen Solo die erneute Führung. Nun war Zittern angesagt, denn die Deickkicker drängten wiederum auf den Ausgleich. Kevin Ralfs vertrat den verletzten Tobi Grubba allerdings hervorragend und wehrte alles ab, was in seine Richtung geflogen kam. So war das 4:2 in der 90. Minute durch Choi dann noch ein netter Schlusspunkt und der letzte Zement für das Ergebnis.
Das war alles in allem doch wirklich mal ein nettes Heimspiel! Und es zeigt sich auch mal wieder, dass Vicky die letzten Spiele der Saison einfach liegen. Schade nur, dass sämtliche Titelhoffnungen schon vorher vergeben wurden und es nur noch um die Ananas geht.

Samstag, 23. April 2016

Bezirksliga Nord, 28. Spieltag: HSV Barmbek-Uhlenhorst II – SC Victoria Hamburg II 1:2 (1:1)

Stadion an der Dieselstraße, 70 Zuschauer

Die Zweite anschauen und dabei gleich noch einen neuen Ground machen? Passt! Zumal wir unserem Gast gleichzeitig auch noch ein Stadion mit Tribüne bieten konnten – Hopperherz, was willst du mehr?
Zur Anlage darf man ja ruhig noch mal ein paar Worte verlieren, denn schließlich ist die Kiste noch neu: Die Tribüne ist wirklich sehr hübsch geworden und sieht schon beeindruckend aus, wenn man ihr gegenüber steht. Auch mit dem integrierten Vereinsheim oben drauf wirkt das ganze rund. Was nicht so toll ist: Man muss von den Parkplätzen einmal um das halbe Stadion toben, bis man mal den Eingang findet. Dafür kommt man aber an dem geilen BU-Grafitti vorbei, das dem öden Betongrau doch die entsprechende Farbe verleiht. Sowas würde unserem Stadion auch gut zu Gesicht stehen!
Ebenfalls unglücklich finde ich die Aufteilung von Heim-Stehplatzbereich und Gästebereich, die jeweils an einer Seite der Tribüne zu finden sind. Dabei müssen die Gästefans aber an der Tribüne vorbei, während die Heimfans gleich vom Einfang nach rechts abbiegen können. Aber gut, ich denke da wohl zu sehr in Kategorien von Problemfans und Ausschreitungen… Enicht so geil ist auch die Käfigoptik, da das Stadion ja nur an einer Seite bebaut ist und auf allen drei anderen Seiten nur eine kleine Stufe zu bieten hat. Die Zäune stehen quasi direkt am Spielfeldrand, was aber wohl aufgrund des Platzmangels nicht anders zu bewerkstelligen ist. Dadurch erinnert das Stadion irgendwie an Oberneuland.
Kommen wir zum Spiel: Unsere Zweite konnte am Spieltag zuvor die Tabellenführung erobern und hat damit allerbeste Voraussetzungen, um aus eigener Kraft aufsteigen zu können. Dazu muss man „nur“ alle verbleibenden Spiele gewinnen. Also ein Kinderspiel… not. Obwohl Vicky eigentlich das Spiel von Anfang an dominierte, ging zunächst überraschend BU in Führung: Ein Sonntagsschuss aus der Drehung, fast ein Seitfallzieher, aus knapp 20 Metern Entfernung donnerte in der 25. Minute in die Maschen. Coach Gody dementsprechend nicht angetan, aber wie immer hat er seine Jungs anschließend nach vorne gepeitscht und konnte knapp zehn Minuten später den verdienten Ausgleich zum 1:1 bejubeln. Wir waren zu dem Zeitpunkt bereits auf die Tribüne geflüchtet, nachdem wir die ersten Minuten der Partie nahe der Trainerbank herumgelümmelt haben. Als allerdings Regen und Hagel einsetzte, nahmen wir doch lieber das Dach in Anspruch.
In der zweiten Halbzeit dominierte Vicky weiter das Geschehen und ging in der 50. Minute mit 2:1 in Führung. Alle Chancen auf ein bisschen Entlastung wurden leider vergeben, sodass es am Ende noch mal spannend wurde: Gegen Ende kam nämlich BU noch mal auf, aber zum Glück gelang ihnen kein Treffer mehr, sodass Vicky auch weiterhin mit drei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze thront. „Mission Direkter Wiederaufstieg“ läuft!

Dienstag, 19. April 2016

Oberliga, 11. Spieltag: SV Halstenbek-Rellingen – SC Victoria Hamburg 1:3 (0:2)

Jacob-Thode-Sportplatz, 100 Zuschauer

Noch heute erzählt man sich bei Nordkaos Geschichten davon, wo man sich gerade befand, als man die Nachricht bekam, dass das erste angesetzte Nachholspiel letztes Jahr nicht stattfinden kann. Mich traf es in der S-Bahn, Höhe Diebsteich. Da stellte dann nämlich der Schiedsrichter fest, dass es in Halstenbek im Winter abends dunkel ist. Zu dunkel für Fußball, zumindest für Oberligafußball. Für Kreisklasse waren die Lichtverhältnisse zwar okay, aber das steht auf einem anderen Blatt. Außerdem tut es nicht Not, dass an dieser Stelle zum x-ten Mal die unsägliche Geschichte um diese eine Spiel in epischer Länge nacherzählt wird (nicht, dass wir das nicht schon getan hätten). Seitdem ist aber viel Wasser die Elbe runter geflossen und es wird tatsächlich abends etwas später dunkel. Zeit also für einen weiteren Versuch, dieses Mal auch tatsächlich auf Rasen und nicht auf Grand. Schade eigentlich…
Die Anreise zu diesem Spiel gestaltete sich… nennen wir es kaotisch und so dauerte es eine Weile, bis sich die versprengten Kaoten alle an der S-Bahn getroffen hatten. So kamen wir auch mehr als kurz vor knapp am Platz an, wo ein weiterer motorisierter Kaot uns schon sehnsüchtog erwartete. Ganz stilvoll hatte sich der Herr auf der Tribüne nieder gelassen, um nicht wieder die Sperrung der Gästetribüne zu provozieren – wie letztes Jahr geschehen. Es dauerte letztlich eine Weile, bis man sich auf der vollen Tribüne (ahem...) ein Plätzchen gesucht hatte, während im Hintergrund schon Fußball gespielt wurde. Paloma gegen Halstenbek oder so – ich werde mich nie an die Auswärtstrikots gewöhnen! Kaum hingesetzt, fiel dann auch schon das erste Tor: Tarek Abdalla auf Mats Neumann, der auf das Tor und drin. Fußball kann so einfach sein! Warum eigentlich nicht immer so, sondern nur dienstags unter der Woche? Keine zehn Minuten später erhöhte Vicky auf 2:0, dieses Mal war Luis Hacker der Torschütze. Im Anschluss passierte ganz, ganz lange ganz, ganz wenig auf dem Platz. Erst knapp 60 Minuten und eine Halbzeitpause später erhöhte Vicky auf 3:0 durch Kevin Zschimmer. Ich muss gestehen, ich hab von dem Spiel irgendwie nicht so viel mitbekommen, in meiner Erinnerung war ich mehr mit Quatschen und Derby-Wochenende organisieren beschäftigt. Muss auch gemacht werden, außerdem lief der Kick ja auch ohne meine Aufmerksamkeit ganz gut. Der Anschlusstreffer von HR in der 90. Minute war dann letztlich auch egal – der einzige, der sich richtig geärgert hat war wie so oft Tobi, aber der kann meistens am wenigsten dafür.
Als Fazit dieser Partie bleiben eine schier unendliche Vorgeschichte und drei Punkte für die Guten. Insgesamt also viel Lärm um Nichts.

Freitag, 15. April 2016

Oberliga, 29. Spieltag: SC Victoria Hamburg – Buxtehuder SV 2:3 (1:0)

Area 52, 190 Zuschauer

Zu diesem ganz und gar unerfreulichen Abend fallen mir auch in der Rückschau nur einige äußerst unfreundliche Worte ein. Wer mehr auf Kuschelsex steht, sollte nicht weiterlesen...
Zunächst mal: Es wäre nett, wenn man es beizeiten bekannt geben könnte, wenn ein Spiel nicht im Stadion Hoheluft, sondern nebenan auf dem Kunstrasen stattfindet! Davon mal ganz abgesehen, dass wir da eigentlich gar nicht spielen sollten, wenn ich mir die bisher eingefahrenen Ergebnisse so ansehe, aber das ist eher ein sportlicher Grund… Offenbar sah sich der Verein aber nicht in der Lage, rechtzeitig eine Verlegung zu kommunizieren, obwohl das Wetter schon den ganzen Tag nach Absage oder Verlegung aussah. Aber es kam nichts über den Äther. Erst um kurz nach 17 Uhr gingen langsam erste Infos raus – was für mich persönlich bedeutete, dass der Container erst mal leer gemacht werden musste, denn ohne Spiel im Stadion kein Verkauf und somit auch keine Lagerung im feuchten Container. Eine wirkliche Ein-Mann-Aufgabe – wenn man denn Herkules heißt! Tu ich allerdings nicht… und so zog sich die ganze Aktion doch auf fast eine halbe Stunde, denn Hilfe kam natürlich erst, als fast alles wieder trocken eingelagert war.
Neben den mit Sicherheit geringeren Zuschauereinnahmen und dem Fehlen des Fanartikelverkaufs wirkt sich die Verlegung natürlich auch immer auf die Absatzzahlen unseres Flyers aus, also auch insofern ist die Lösung mit dem Kunstrasen einfach nur schlecht. Aber generell zur Info an unsere Leserschaft: Wir haben bei Heimspielen normalerweise immer was Gedrucktes dabei, selbst wenn wir auf Kunstrasen spielen. Kommt also einfach bei uns vorbei und sprecht uns an. Keine Angst: Wir beißen nicht, wir pöbeln nur!
So, genug gemeckert, kommen wir zum Spiel. Und da dachte sich der SCV offenbar: Was Dortmund kann, können wir schon lange! Denn keine 24 Stunden nach dem peinlichen Aus des BVB gegen den FC Liverpool auf internationalem Parkett leistete sich auch Vicky den Luxus, eine 2:0-Führung aus der Hand zu geben und das Spiel noch zu verlieren. Nun, bei Blau-Gelb vergab man dadurch keine Millionen Euro und die Chance auf den Gewinn der Europa League, aber peinlich war das aber allemal. Immerhin ist Buxtehude nun keine Übermannschaft, ganz im Gegenteil, das Team kämpft gegen den Abstieg! Aber wenn es um nichts geht, macht sich das momentan bei Blau-Gelb offenbar bei dem ein oder anderen Spieler in der Motivation bemerkbar. An dieser Stelle möchte ich übrigens mal einen Hinweis an unsere Spieler loswerden: Nur weil irgendwie jeder Zuschauer denkt und sagt, dass es in dieser Saison eh nur um die Goldene Ananas geht, heißt das noch lange nicht, dass ihr auch so spielen dürft! Ihr bekommt schließlich Geld dafür, während wir dagegen sogar noch Geld zahlen müssen, um euch kicken zu sehen!!!1!!1
Hach ja, das wollte ich unseren Amateuren schon immer mal unter die Nase reiben. Ist natürlich überzogen, denn 1. bekommen die Jungs so viel Geld ja nun auch nicht und 2. kann man fehlende Motivation nicht einfach mit einem Schnips wieder herzaubern. Allerdings muss man auch mal ganz deutlich sagen dürfen, dass diese Rückrunde einfach nur Murks ist. Es stehen auf jeden Fall mehr Unentschieden (bäh) und Niederlagen (super-bäh) auf dem Zettel als Siege (yay)! Vielleicht mache ich mir nach dem Ende der Halbserie mal die Mühe und rechne die Rückrundentabelle aus (vielleicht tun das auch schon andere Leute für mich). Ich glaube, das dürfte ernüchternd werden…

Dienstag, 12. April 2016

Oberliga, 16. Spieltag: SV Rugenbergen – SC Victoria Hamburg 0:1 (0:1)

Sportzentrum Bönningstedt, 150 Zuschauer

Unter der Woche um 18:30 Uhr nach Bönningstedt, na toll. Irgendwie hat es dann bei ein paar Leuten aber doch hingehauen und so wurde die kleine Victoria-Reisegruppe Zeuge eines souveränen Auswärtssiegs. Okay, das ist nicht ganz richtig, denn so souverän war es nun auch nicht, aber immerhin wurden die drei Punkte am Ende des Abends mit nach Hause genommen.
Vorher gab es aber ordentlich Gepöbel unsererseits und – wie üblich auf dem Dorf – Gegen-Gemecker von den ortsansässigen Rentnern, die natürlich immer alles besser wissen. Vor allem sind an ihnen gute Schiedsrichter verloren gegangen, denn von der Mittellinie hat man natürlich alles im Blick. Ja nee, is' klar…
Überhaupt war die Stimmung ein wenig aufgeladen an diesem Abend, was aber auch an den jeweiligen Trainern lag. Sowohl Jasko als auch sein Gegenüber Ralf Palapies sind da keine Kinder von Traurigkeit und so wurden wahlweise die gegnerischen Spieler, das Schiedsrichtergespann oder die gegnerische Bank lautstark mit Kommentaren bedacht. Wir hatten unsere helle Freude!
Zum Sportlichen: Der Ball zappelte nach einer knappen halben Stunde im Netz des Gegners, nachdem  Vincent Boock den perfekten Pass auf Kevin Zschimmer abgegeben hatte und der den Ball in die Maschen jagte. Ansonsten war es eine angeregte Partie, bei der zwar nie Langeweile auftrat, auch wenn die ganz großen Szenen fehlten. In der zweiten Hälfte gab es noch einmal kurze Aufregung, nachdem Tobias Grubba mit dem Ball in den Armen in sein Tor gefallen war, aber der Schiedsrichter hatte zuvor eine Behinderung durch den Rugenbergen-Spieler im Luftkampf gesehen. Da half auch das Schimpfen der heimischen Trainerbank nichts.
Zum Abschluss noch ein Wort der Kritik an den Verband: Die Lichtverhältnisse waren gerade gegen Ende der Partie mehr als dürftig. Da hilft es auch nicht, wenn man den Spaß schon um 18:30 Uhr anpfeifen lässt. Der Platz hat nun mal kein Flutlicht und im April ist es selbst in Norddeutschland noch nicht bis 22 Uhr hell. Daher wäre es gut gewesen, das Spiel erst im Mai nachholen zu lassen, anstatt es jetzt auf Biegen und Brechen in einen April zu stecken, der für Victoria alle drei Tage einen Einsatz bereit hält. Ich bin jetzt schon auf Halstenbek-Rellingen am Dienstag gespannt...