Mittwoch, 12. August 2009

3. Runde Pokal: SV West-Eimsbüttel – SC Victoria 0:9 (11.08.2009)

In der dritten Runde des Oddset-Pokals, dessen Gewinn vor der Saison als ein großes Ziel ausgegeben wurde, bekam der SCV KEIN Freilos – ganz im Gegensatz zu gefühlt allen anderen Oberligisten. Aber was soll’s, wir erarbeiten uns den Erfolg dann eben! ;-)
Es sollte also dieses Mal gegen den Bezirksligisten SV West-Eimsbüttel gehen, auf dem Papier sogar ein Derby, von dem allerdings nicht viel zu spüren war. Da wir aufgrund des Termins mal wieder nur in Minimalbesetzung antreten konnten, gab es erneut keine akustische Unterstützung, allein unsere Anwesenheit rief bei Trainern und Spielern erfreute Gesichter hervor. So nutzten wir die Stunde vor Spielbeginn zu einigen netten Gesprächen, bevor wir uns – mittlerweile auf drei Mann ‘angewachsen’ – dort niederließen, wo eigentlich die Trainer sitzen sollten, so dachten wir zumindest.
Der Grandplatz war uns bereits seit einem Spiel der Zwoten bekannt, sehr schade, dass der angrenzende Rasenplatz samt Stehtraversen scheinbar immer weiter verfällt. Immerhin konnten die Spieler, die heute nicht auf dem Feld standen, den Platz für eine Trainingseinheit nutzen, so dass auch so ziemlich alle aus dem Team auf der Anlage aufschlugen, inklusive der Verletzten.
Wir wechselten kurz vor Spielbeginn die Seiten, nur um dann festzustellen, dass wir JETZT auf der Trainerbank saßen, also wieder zurück und nebenbei schon mal die ersten Angriffe auf dem Feld verfolgt. Kaum waren wir wieder drüben, klingelte es auch bereits das erste Mal im Kasten, so dass dem einen Kaoten, der sich noch auf dem Weg zur Anlage befand, bereits das freudige Zwischenergebnis bekannt gegeben werden konnte: Ahmet Hamurcu nutzte die wenige Zeit, die er dieses Jahr auf dem Platz stehen kann, konsequent aus und netzte zum 0:1 ein. Die Tore fielen im gefühlten Minutentakt, der Gastgeber hatte kaum einmal die Gelegenheit, aus der eigenen Hälfte herauszukommen! Sebastian Voß, der heute bei uns im Tor stand, musste sich kaum das Trikot schmutzig machen, während vorne vor allem das Zusammenspiel von Stephan Rahn und Ahmet Hamurcu zu gefallen wusste.
Als der letzte Kaot eintraf, stand es bereits 0:2, zur Pause schließlich 0:6. Wir beschlossen, den Ticker für alle Abwesenden auf einen “Nur noch alle zwei Tore”- Rhythmus runterzuschrauben, aber nach der Pause schaltete Vicky dann auch einen Gang zurück, so dass es am Ende “nur” 0:9 hieß. Den letzten Treffer zum zweistelligen Ergebnis wollte dann irgendwie keiner mehr reinmachen…
Alles in allem ein netter Fußballabend mit einem standesgemäßen Ergebnis und dem Eindruck, dass wir durch die Rückkehrer noch besser geworden sind! Die Wurst war okay, einzig bei den Eintrittspreisen hätte sich der Bezirksligist ein wenig zurücknehmen können – wir sind hier schließlich nicht in der Oberliga!!! Am Samstag folgt dann aber bei Curslack der erste Härtetest, immerhin konnten sich die Mannen vom Deich gestern gegen St. Pauli warmschießen, das Spiel gewannen sie mit 3:2! Obacht, Vicky! Samstag gibt es dann aber endlich auch wieder lautstarke Unterstützung, schließlich “lieben” wir alle das nette, kleine Dorf vom Deich… ;-)

Samstag, 8. August 2009

2. Spieltag: SC Victoria – SV Lurup 3:0 (07.08.2009)

Ein Auftakt nach Maß, wenn man nur nach den bisherigen Ergebnissen in der Saison geht: Dem 5:1 gegen Uetersen folgte am Freitag ein 3:0 gegen Lurup. Aber auch dieses Spiel war nicht so gut, wie es das Ergebnis vermuten lässt.
Zunächst einmal hatte Nordkaos noch immer unter den Sommerferien in der Stadt zu leiden, so dass wir recht dezimiert an der Hoheluft eintrafen. Trotz allem wurde der Stand aufgebaut, die Flyer verkauft und mit alten Bekannten geklönt, was auch mal wieder sehr nett war. Allerdings ist es schon fragwürdig, warum der Verein uns mal wieder Knüppel zwischen die Beine wirft und versucht, unseren Verkauf zu behindern, indem bereits vor dem Tor (!) die kostenlose Stadionzeitung verteilt wird – wenn die Zuschauer dann bei unseren Verkäufern ankommen, besteht oft nicht mehr so großes Interesse, ein paar Cent für den Flyer auszugeben, der sich aber nur über diese Gebühr refinanzieren lässt.
Anyway, unser Support startete zunächst einmal mit einem lang andauernden Trommelrhythmus, da schon früh klar war, dass wir bei diesen Temperaturen mit so wenig Leuten nur schwerlich die 90 Minuten singend durchhalten könnten. Außerdem wurden neue Lieder eingesungen und die Abstimmung zwischen den Trommlern verbessert. Auf dem Platz geschah derweil nicht viel, der SCV – heute endlich wieder in blau-gelb – dominierte von Beginn an das Spiel, Lurup war viel zu harmlos. Dazu muss gesagt werden, dass sie keinen Stürmer auf dem Platz hatten, denn schon jetzt wird der Verein von Verletzungssorgen geplagt. Jasmin Bajramovic konnte übrigens auch noch nicht wieder für uns auflaufen, lockeres Lauftraining vor dem Spiel war aber immerhin möglich.
In der 24. Minute nahm sich der SCV dann ein Herz und konnte sich endlich mal konsequent bis vor das Tor der Luruper durchsetzen – der meist zu eigensinnige Erman spielte auf Jan Vierig ab, der den Ball ins Netz beförderte. Sein zweites Tor im zweiten Spiel, so kann das ruhig weitergehen! Da das Spiel im Anschluss nicht wirklich besser wurde, konzentrierten wir uns darauf, den sehr spärlichen Zuschauern (die Angaben schwanken zwischen 150 und 180 – einfach nur traurig!!!) mal zu zeigen, was Dauersupport wirklich bedeutet und begannen, in den letzten 20 Minuten der Halbzeit ein Lied immer wieder und wieder zu singen. Das war richtig geil! ;-)
In der Halbzeit klönten wir mit Fans anderer Vereine und brachten uns auf den neuesten Stand, was die Lage im Amateurfußball so anging. Ja, auch wir Krawallmacher sind durchaus in der Lage, uns mit anderen Fans zivilisiert zu unterhalten! Ganz ohne Prügelei, Mord und Totschlag! ;-)
In der zweiten Hälfte wurde das Spiel der Blau-Gelben etwas besser, so dass der aus dem Urlaub endlich zurückgekehrte Stephan Rahn nach einer Flanke von Möbius den Ball per Kopf einlochen konnte (67. Minute) und Roger Stilz in der 85. Minute einmal zeigte, wie eiskalt man vor dem Tor sein muss und zum 3:0 traf. Zwischendurch vergaben Robert Alewell und Jan Vierig Chancen im Minutentakt, Lurup war komplett überfordert und konnte froh sein, dass unsere Spieler oftmals zu harmlos agierten. Dennis Wolf bei uns im Tor hatte das Spiel über eigentlich kaum etwas zu tun, die meisten Bälle wurden schon von der Abwehr abgefangen, so dass Lurup kaum ein Schuss auf das Tor gelang.
Wir beschränkten uns den Rest des Spiels zumeist aufs Zuschauen und freuen uns schon auf nächste Woche, denn da werden wir endlich nicht mehr so dezimiert sein und wieder voll duchstarten. Aber erst einmal geht es am Dienstag um 19 Uhr im Pokal um den Einzug in die nächste Runde bei West-Eimsbüttel. Eine machbare Aufgabe!

Mittwoch, 5. August 2009

2. Runde Pokal: TuS Appen – SC Victoria 0:4 (04.08.2009)

Wieder ab in den Nordwesten, aber dieses Mal ging es gepflegt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Appen raus. Zunächst waren wir noch davon ausgegangen, dass wir nur zu dritt sein werden, aber der ein oder andere konnte sich dann doch eher von der Arbeit davonstehlen, bzw. einige Freunde wurden einfach mal mitgebracht, so dass wir am Ende doch immerhin acht Leute inklusive zwei Mal IZ waren – solche Überraschungen im positiven Sinne tun doch auch mal gut! :-)
Am Eingang wurden wir gleich positiv von den Preisen überrascht: 1,50€ (ermäßigt) bzw. 2,50€ sind nun wahrlich nicht zu viel verlangt für das Duell Kreisliga gegen Oberliga. Wir postierten uns also erneut in der Nähe unserer Trainerbank und schauten unseren Jungs beim Warmmachen zu. Offensichtlich durfte heute teilweise die junge Garde ran – bzw. die Spieler, die sonst in der zweiten Reihe stehen.
Als das Spiel losging, entschieden wir uns auch dazu, doch Stimmung zu machen, auch wenn wir eigentlich nicht darauf eingstellt waren. Aber es ging ganz gut – zumindest in den ersten Minuten des Spiels, bis uns ob des guten Wetters die Puste ausging. So früh zu Pogen war vielleicht nicht so ganz schlau… ;-) Auf dem Platz merkte man schnell, dass der Kreisligist nicht wirklich mithalten konnte, zwar wurde viel gekämpft und geackert, aber Torchancen hatte nur Vicky.
Eine davon nutzte Akgül dann in der 10. Minute nach Vorlage von Alewell zum 0:1. Yippie! Wir legten derweil einen Sinnlos- und Spaß-Support nach dem anderen hin, übten noch das ein oder andere neue Lied und hatten mächtig Spaß. Vor allem, als wir feststellten, dass unsere drei Rückkehrer scheinbar alle wohlbehalten wieder da waren: Sowohl Jan Melich, als auch Stephan Rahn und Ahmet Hamurcu saßen am Spielfeldrand. Übrigens sehr vorbildlich, dass fast alle Spieler der Mannschaft (auch die Verletzten) anwesend waren!
Das Spiel nahm derweil seinen Lauf, allerdings war es nicht wirklich gut anzusehen, was Vicky da so auf dem Feld trieb! Grausam bis grottig könnte man dazu sagen… Trotz allem erhöhte Akgül in der 22. Minute zum 0:2 nach einer Vorlage von Vierig, nach der Pause dann auch noch zum 0:3 nach Vorlage von Aktan. In der zweiten Hälfte flachte die Partie noch weiter ab, wir pausierten ein wenig und nutzten die Zeit zwischendurch zum Quatschen, denn ganz offensichtlich konnte der Gegner nichts entgegenhalten. Aktan schoss dann noch kurz vor Ende das 0:4 und der SCV steht damit in der dritten Runde des Oddset-Pokals. Wie sagte Akgül nach dem Spiel so schön: “Besser, das Spiel wird ganz schnell vergessen!”
Es bleibt zu hoffen, dass das Spiel am Freitag gegen Lurup besser wird, sonst geht das nämlich mal irgendwann ins Auge! Leider haben sich auch einige der Spieler auf dem Platz nicht gerade für die Anfangsformation ins Gespräch gebracht, ganz im Gegenteil! Herausragender Akteur war an diesem Abend eindeutig Michael Meyer, zu dessen Kauf wir uns jetzt schon beglückwünschen können!!! Weiter so!

Montag, 3. August 2009

1. Spieltag: TSV Uetersen – SC Victoria 1:5 (02.08.2009)

Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Wer hätte gedacht, dass wir diesen Spruch schon nach einem Spieltag singen können?! Ja, so kann es gehen, das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache. Aber eigentlich war es etwas anders…
Fangen wir mal von vorne an: Mittlerweile überlege ich wirklich, ob ich mir eine Zweitwohnung an der A23 nehme, so oft, wie ich in den letzten Tagen diese Autobahn hoch gefahren bin. Heute ging es also an der Abfahrt Tornesch/Uetersen runter und endlich mal lief alles problemlos: Stadion war leicht zu finden, Parkplatz auch und nach fünf Metern sind wir auf die restlichen Kaoten gestoßen. Zugegeben, heute war der Haufen sehr überschaubar, aber es sind halt nun mal Ferien. Egal, einen Gast hatten wir dann auch wieder dabei, immerhin musste auch dieses Stadion mal behoppt werden. ;-)
Wir stellten uns also schon mal passend neben der Trainerbank auf und schauten zunächst der Zwoten von Uetersen zu, die ihr Spiel verlor, bevor unsere Mannschaft dann im scheußlichen Orange das Feld betrat. Zum Glück hörten wir vorher schon, dass es in Sachen Trikots demnächst noch die ein oder andere Neuerung geben wird – mehr Professionalität kann in einigen Dingen auch nicht schaden! Wir beschränkten uns heute auf ein Schlachtrufe zu gegebener Zeit und lauschten stattdessen dem Trainergespann, dessen Unmut vor allem der Schiedsrichter das ein oder andere Mal auf sich zog. Zurecht, wie ich finde!
Das Spiel begann Vicky schlafmützig wie immer, aber immerhin fing man sich nicht gleich ein Gegentor, ganz im Gegenteil: In der 8. Minute legte Stilz auf Erman vor und drinnen war das Ding! Allerdings half das nicht, das Spiel zu beruhigen (naja, vielleicht etwas zu sehr, denn es plätscherte teilweise doch so vor sich hin), es kam aber zu keinen zwingenden Chancen mehr. Kurz vor der Halbzeit stand das Dorf Kopf, als tatsächlich das 1:1 fiel. Im Laufe der zweiten Halbzeit wurden zunächst die Rentner auf der anderen Seite immer lauter und begannen zu pöbeln, sobald einer unserer Spieler auf dem Rasen lag. Dass daran allerdings die eigenen Spieler gehörig Mitschuld hatten, muss man ja nicht so eng sehen… In der 63. Minute schoss Trimborn dann erneut zur Führung ein und Möbius erhöhte zehn Minuten später auf 3:1. Die ein oder andere Sportzeitung wird sich diese Bemerkung sicher nicht verkneifen können: Der Drops war gelutscht und die Messe gelesen, vor allem, als Jan Vierig in der 86. Minute sein erstes Pflichtspieltor für uns schoss. Den kurz darauf folgenden Elfmeter verwandelte Erman dann zum 5:1-Endstand. Dass es zur Tabellenführung reichen würde, wussten wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, ahnten es aber schon, da der wohl größte Konkurrent, Altona 93, “nur” 4:2 gewonnen hatte.
So kann es doch weitergehen – vor allem, wenn in Zukunft auch die Spiele diesem Ergebnis entsprechen. Demnächst werden wir dann auch wieder richtig laut, wenn die Kaoten wieder vollständig antreten können!
Dienstag geht es im Pokal gegen den TuS Appen dann übrigens erneut die A23 hoch…

Montag, 27. Juli 2009

Turnier in Kisdorf (26.07.2009)

Nachdem wir Freitag das erste Pflichtspiel der Saison überstanden haben und im Pokal in die nächste Runde einzogen sind, stand am Sonntag ein entspanntes Turnier in Kisdorf auf dem Plan, welches der letzte kleine Test vor dem Ligastart sein sollte. Eine Hand voll Nordkaoten machte sich ein weiteres Mal auf in tiefste Dorfgefilde.
Als wir endlich auf dem Stoppel-Sportplatz ankamen, sahen wir noch die letzten drei Minuten des ersten Gruppenspiels unserer Blau-Gelben oder soll ich lieber sagen: unserer Orangenen? Wie dem auch sei, das Spiel wurde mit 1:2 gegen Weiche Flensburg verloren. Doch schon im Spiel danach zeigte Vicky ansatzweise, was in ihr steckt, als der Gastgeber SC Kisdorf mit einem glatten 5:0 begrüßt wurde. Dies war direkt im Anschluss an das erste Spiel möglich, da die zweite Gruppe, welche aus Altona, Norderstedt und Henstedt-Ulzburg bestand, ihr eigenes Fußballfeld direkt neben dem unserer Gruppe hatte. Auch mal nett, zwei Spiele parallel zu schauen. Ob es für unsere Jungs nun um Platz 3 oder 1 gehen sollte entschied schließlich das letzte Spiel unserer Gruppe zwischen Weiche Flensburg und den Gastgebern des SC Kisdorf, was aber erwartungsgemäß von Ersteren gewonnen werden konnte. Einige gute Szenen, aber alles noch sehr frühreif, was die Mannschaften im Stande waren zu zeigen. Kein Wunder zu diesem Zeitpunkt der Saison. Im Spiel um Platz 3 traf Vicky dann auf den alten Bekannten und Ex-Untermieter Altona 93. Übertorwart Dennis Wolf war die entscheidende Figur im Elfmeterschießen, nachdem es nach 45 Minuten 2:2 stand. Er verwandelte den letzten und hielt drei weitere Elfer. Somit schloss Vicky dieses Turnier auf dem 3. Platz ab.
Insgesamt ein recht müdes Turnier, auf dem nie so richtig der Funke übersprang, weder was die Spannung noch was die Mannschaften anging.
So machten wir uns allmählich bereit für den Rückweg, doch zuvor genossen wir noch 20 Minuten des Finals zwischen Henstedt-Ulzburg und Weiche Flensburg bis wir beschlossen, dass wir genug gesehen haben und uns entspannt auf den Heimweg machten.
Nächste Woche wirds endlich wieder ernst! Auswärtsspiel zum Auftakt. Ausgerechnet bei unserem Pokalschreck. Da gibt es noch was zu regeln!

Samstag, 25. Juli 2009

1. Runde Pokal: SV Lieth – SC Victoria 2:3 (24.07.2009)

ENDLICH geht’s wieder los! Heute merke ich erst, wie sehr mir die Spiele gefehlt haben (trotz der Testspiele, aber da geht es eben um nichts). Das Kribbeln ist wieder da!
Also gut, in der ersten Runde des Oddset-Pokals sollten wir also zum frisch aufgestiegenen Landesliga-Teilnehmer SV Lieth fahren. Super, gleich mal raus auf das schleswig-holsteinische Land! Wir machten uns also in guter Besetzung auf den weiten Weg in den Nordwesten und stellten wieder einmal fest, dass ein Navi ein tolle Sache sein – wenn man denn eines hat. Gerade noch rechtzeitig trafen wir aber in dem hübsch gelegenen Waldstadion auf den Rest der Gruppe, samt Unterstützung aus Itzehoe und konnten gleich mal die in meinen Augen äußerst misslungene Auswärtstracht in Orange und Weiß begutachten und die Fahnen aufhängen, bevor es dann losging.
Da mussten wir dann auch schon schlucken: In der 3. Minuten schoss Lieth nämlich mal gleich zur Führung ein! Na toll… Der SCV war wie immer mit dem Kopf noch in der Kabine, wir konnten gerade mal ein erstes Lied anstimmen, das so natürlich jäh wieder unterbrochen wurde…
Aber man hatte ja noch 87. Minuten, um das wieder auszugleichen – so dachten wir. Immerhin war der Sieg im Pokal für dieses Jahr als erklärtes Saisonziel ausgegeben worden. Wir stimmten also frohen Mutes ein Lied nach dem anderen an, die Stimmung war schon mal ganz gut, allerdings muss man sich erst mal wieder dran gewöhnen, 90 Minuten durchzusingen, die Puste fehlt noch ein bisschen. Auf dem Platz ackerte unsere Mannschaft zwar bemüht, aber trotzdem gelang es bis zur Pause nicht mehr, noch ein Tor zu schießen, ganz im Gegenteil, kurz vor der Halbzeit hatte Lieth noch die Chance, zum 2:0 zu erhöhen, aber das konnte zum Glück verhindert werden.
In der Pause wurden dann erste Ängste laut, dass wir uns zum Gespött des ganzen Hamburger Fußballs machen, wenn wir hier ausscheiden, was Bert Ehm den Spielern in der Kabine wohl auch angedroht hatte, denn kaum waren die Spieler wieder auf dem Feld, gelang das Unfassbare: Stefan Westbrock schoss den Ausgleich! Wie lange hatten wir auf ein Tor von ihm gewartet? Der Knoten ist nun hoffentlich endgültig geplatzt! Lange freuen konnten wir uns aber nicht, denn fast postwendend schoss Lieth erneut ein Tor und ließ Hoffnungen auf ein Weiterkommen bei den anwesenden 160 Zuschauern aus dem Dorf aufkommen. Nun wurde das Spiel teilweise recht giftig geführt, aber Erman gelang nach schöner Vorarbeit unseres neuen Spielers John Gyimah der erneute Ausgleich, bevor uns Erman in der 81. Minute endgültig erlöste und nach Vorarbeit von Westbrock das erste Mal die Führung für uns erzielte. Dabei blieb es dann auch, die letzten Minuten fieberten wir alle kräftig mit und sehnten den Schlusspfiff herbei – konditionell war bei uns auch Schluss… ;-)
Alles in allem kann man sagen, dass noch ordentlich Luft nach oben ist – sowohl bei den Spielern als auch bei uns! Aber es kann wieder losgehen und wie sagte einer der Spieler hinterher so schön: “Toll, dass ihr wieder da seid!” Jep, das sehen wir auch so! ;-) In diesem Sinne: Konventionen brechen, Victoria supporten!

Donnerstag, 23. Juli 2009

Testspiel: SC Egenbüttel – SC Victoria 2:2 (22.07.2009)

Nachdem wir Kaoten auf die erfolgreichen Testspiele im Trainingslager leider verzichten mussten, konnten wir es uns nicht verkneifen, das Mega-Test-Event in Egenbüttel mitzunehmen. Also wieder ab ins Auto und durch die Stadt. Im Gegensatz zu den Öffentlichen ging die Fahrt heute übrigens erfreulich schnell. Mit einem guten Zeitpolster konnten wir es uns gemütlich auf dem Rasen bequem machen und der Dinge harren, die da kamen. Erfreut konnten wir feststellen, dass Robert Alewell, der ja zuvor wegen Herzproblemen Schlagzeilen beim SportMikrofon machte, wieder auf dem Platz stand. Ebenso neu waren Torhüter Voss und Probestürmer John Gyimah – beide von Cordi. Fein.
Das Spiel begann dann hinten mit Wolf, Möbius, Bajramovic, Asante, dann Pohl, Brameier, Stilz, Trimborn, Alewell und ganz vorne Erman und Gyimah. Die erste Hälfte begann recht ordentlich, getragen wurde das Spiel von einem sichtlich motivierten Timo Möbius. Robert Alewell hatte mehrfach Gelegenheit, sich zu zeigen und brachte sich auch defensiv gut ein. Lediglich nach vorne fehlte ihm das Selbstbewusstsein, das ein oder andere mal zügig bis zur Grundlinie durchzugehen – das war oftmals etwas zu zögerlich. Gyimah hingegen wirkte zunächst etwas apathisch und nicht ins Spiel eingebunden, er trabte müde hin und her. Mein erster Eindruck eher enttäuschend, als er jedoch seine Chancen bekam, ließ er aber sein Können ein paar Mal deutlich aufblitzen – ein klasse Techniker und endlich mal ohne kompliziertes Rumgetanze mit direktem Zug zum Tor! So machte Gyimah auch das erste Tor und legte das zweite für Erman auf. Eine Hundertprozentige ließ jedoch auch er aus, ebenso Robert Alewell.
In der zweiten Hälfte wurde getauscht, nach vorne gingen Westbrock, Vierig und Brameier. Unser neuer Keeper durfte 45 Minuten ran und auch Hakan Ucan bekam seine Gelegenheit. Das Spiel nahm enorm an Tempo zu, jedoch nicht unbedingt die Spielqualität. Tatsächlich stellte sich wieder das Problem in der Offensive ein, teilweise schön vorgetragene Angriffe – bis zum Strafraum. Westbrock überzeugt zwar durchaus mit Spielwitz, wenn er sich die Bälle hinten holt, vor dem Tor ist es dann aber leider aus die Maus. Vierig wusste auch nicht recht zugefallen, zu langsam und zu umständlich. Egenbüttel wurde deutlich stärker und nutzte zweimal die Gelegenheit, so mir nichts dir nichts durch unsere Reihen zu gehen und das Tor zu machen. Beim ersten dieser Alleingänge sah das wirklich traurig aus, beim zweiten nicht viel weniger. Erst gegen Ende kam noch einmal frischer Wind, aber das nützte nichts.
Wieder bleibt mein Resümee: Viele Angriffe werden unnütz verschleppt und vor dem Tor fehlt die Gefahr. Die mangelnde Schnelligkeit in einigen Situationen laste ich einfach mal der noch fehlenden, aber hoffentlich noch kommenden Feinabstimmung an. Die Sturmflaute wirkt jedoch bedrohlich. Ich hoffe, Gyimah wird bleiben, er wäre sicher ein Gewinn, vor allem, wenn er körperlich noch zulegt und etwas fitter agiert…

Montag, 20. Juli 2009

Testspiel: Holstein Kiel II – SC Victoria 1:3 (19.07.2009)

Trotz aller Verspätung schulde ich der Bagage wohl noch einen Spielbericht von diesem gemütlichen Sonntagnachmittags-Kick in der Nähe von Segeberg. Immerhin traf unsere Elf auf den Schleswig Holstein-Meister und Relegationsteilnehmer. Die Partie hätte also sehr wohl auch als ‘Norddeutsche Meisterschaft’ betitelt werden dürfen…
Nun ja, tatsächlich aber zeigten die Anzahl der Zuschauer, aber auch die vielen Umstellungen auf dem Platz, es war in erster Linie ein Test, nicht mehr und nicht weniger. Trotzdem machten wir uns auf den Weg nach Seth, das ohne Navi gar nicht so leicht zu finden war. Ganz Old-School mussten wir uns also durchfragen, aber wie in den guten alten Zeiten der Vormoderne klappte auch das und wenige Minuten vor Anpfiff stellten wir auch unser Vehikel auf dem ziemlich versteckten Parkplatz des noch versteckteren Sportplatzes in dem Dörfchen Seth ab.
Die Mannschaften liefen auch schon auf. Eintritt mussten wir keinen bezahlen, obwohl dem gastgebenden Sportverein die Einnahmen als Dankeschön versprochen wurden. Viel verdient werden die wohl nicht haben…
Vor Ort wartete auch schon die sogenannte „Amateurszene“ aus Kiel und ein alter bekannter, Ex-Altonase Torsten Fröhling, neuer Trainer in Kiel. Aber zum Spiel, deswegen waren wir ja immerhin da: In der Startaufstellung konnten wir unsere Abwehr-Neuzugänge aus Ohe, Meyer und Kaba, sowie Jan Vierig im Sturm, bzw. Igor Zdravkovic von den Jung-Elstern im Mittelfeld gleich mal unter die Lupe nehmen.
Die ersten Minuten wirkte die Mannschaft ziemlich wackelig, vor allem Pomorin in der Viererkette ließ uns dank leichtfertiger Coolness das ein oder andere Mal die Luft anhalten. Das 1:0 für Kiel in der 8. Minute verwunderte bei dem aufgeschreckten Hühnerhaufen auch nicht wirklich… Dann aber bekamen die Blau-Gelben die Abstimmung besser in den Griff und Victoria wurde langsam spielbestimmender, versäumte es aber, wirklich gefährlich im Strafraum zu agieren. Bis dahin sah es oftmals gefällig aus, nur dann fehlte der Abschluss. Unsere beiden Neuzugänge aus Ohe machten auf mich beide einen sehr guten Eindruck, ebenso Jan Vierig. Auch Igor Zdravkovic gefiel mir in Ansätzen recht gut, wobei er sicher noch lernen muss, körperlich mehr gegenzuhalten – er war aber sehr aktiv und wollte sich definitiv zeigen.
In der zweiten Hälfte kamen dann auch noch Pascal Pohl von Egenbüttel und Hakan Ucan, der uns jetzt doch nicht Richtung Berlin verlässt – wir konnten lauschen! ;-) Über die linke Seite lief die Maschine in der zweiten Hälfte ganz gut, Ucan und Akgül machten die Kieler Hintermannschaft ganz „wahnsinnig“ (Das ist ein Zitat ;-)) und die Reserve von Holstein Kiel verlor gänzlich jeglichen Spielfluss. Nach einem Einsteigen gegen Vierig erarbeiteten sich unsere Jungs dann immerhin einen Elfmeter, den Erman versenkte. Es folgten wenig später zwei fast identische Angriffe, von denen Erman ebenfalls einen einlochte und einmal am Torhüter scheiterte. Auch Jan Vierig hatte noch eine fette Chance (wann genau hab ich vergessen), bevor Kiel kurz vor Schluss per Konter für Entlastung sorgte – Elfmeter! Dennis Wolf jedoch parierte diesmal wirklich großartig und im Gegenangriff erzielte Michael Meyer seinen ersten Treffer für Victoria! Das sah doch ganz gut aus!

Donnerstag, 16. Juli 2009

Testspiel: VfB Lübeck – SC Victoria 2:0 (15.07.2009)

Ein netter Gegner, wie wir dachten, also ab ins Auto und den sonnigen Mittwochnachmittag auf einem Dörfchen nahe Segeberg ausklingen lassen. Wieder einmal zeigte sich der Nutzen eines Navi und wieder einmal zeigte sich, dass wir uns trotzdem ohne neueste Technik durchschlagen können. Diesmal ohne Fragen, sondern nach Gefühl gefahren und trotzdem irgendwie noch rechtzeitig angekommen.
Und überhaupt… bei der Ankunft kam die große Überraschung, denn der ganze Ort war vollgeparkt und etliche Lübeck-Fans schlenderten schon in Richtung Sportplatz. Okay, wir würden also kein kostenloses, zuschauerarmes Spielchen zu sehen bekommen, es fühlte sich ein klein wenig wichtig an. An der Kasse durften wir auch gleich mal fünf Euro blechen, Lübeck ist ja immerhin ne ganz große Nummer – oder auch nicht! Wie sich später rausstellte, gingen die Einnahmen noch nicht einmal in aller Gänze an den austragenden Dorfclub, sondern Lübeck forderte seinen Teil natürlich zur Hälfte ein. Das nennt man Sportsubventionen, glaub ich…
Das Spiel ging dann auch ziemlich schnell los, wobei sich der ein oder andere Besucher noch einige Zeit fragte, warum Erman neben dem Spielfeld ständig kleine Vierecke trabte. Sehr merkwürdig sah das aus! ;-) Wie auch gegen Kiel sollten unsere Neuzugänge aus Ohe in der Abwehr beginnen, zusammen mit Eybächer und Asante. Kaba meldete allerdings nach wenigen Sekunden Probleme an und musste runter vom Platz. Wieder Sekunden später selbiges bei Meyer, der allerdings erstmal weitermachen musste. Wieder wirkten die ersten Minuten hektisch und unkoordiniert, anders als im Kiel-Spiel legte sich die Aufregung hingegen schneller und blieb ohne weitere Konsequenzen. Ganz im Gegenteil, Victoria spielte absolut überlegen und kam mit ein paar schön raus gespielten Angriffen mehrfach vor das Lübecker Tor.
Hervorheben möchte ich übrigens Michael Meyer, der mir einfach super gefallen hat. Leider fehlte Westbrock im Abschluss die nötige Konsequenz, zumindest zwei Hundertprozentige hätten sitzen müssen. Von Lübeck war wirklich gar nichts außer Grottenfußball zu sehen, die umstehenden Zuschauer pöbelten munter vor sich hin. Besonders gern gegen unseren Trainer. Die folgenden direkten Schlagabtausche mit Bert Ehm waren göttlich. Besonders lustig, wenn die Herren neben uns mit ihrem eigenen Fachwissen brillierten – immerhin kannten sie zwei von Lübecks Spielern und unser Trainer hat ja mal gar keine Ahnung… Einfach herrlich, wie geladen die Fans aus Lübeck doch waren. Im Übrigen hat sich auch das Bild gestärkt, dass innerhalb der Regionalliga Nord schon ein enormer Klassenunterschied zwischen den wenigen Spitzenteams und dem ganzen Rest besteht.
Mit Ende der ersten Hälfte war der Traum dann vorbei, unsere Jungs mit dem Kopf schon in der Kabine, brauchten die Lübecker einen einzigen Angriff, der per Kopf zum 1:0 saß. Schade. In der zweiten Hälfte wurde Lübeck stärker, vor allem zeigte sich, dass unsere Spieler einfach müde wurden und weniger entschlossen agierten. Oftmals waren sie jetzt zu langsam oder überhastet und unkontrolliert. Die Konzentration war einfach weg und per Distanzschuss nutze Lübeck seine zweite Chance direkt zum 2:0. In der zweiten Hälfte kamen schließlich noch Pohl, Brameier und Zdravkovic, Ucan und Erman – Möbius, Vierig, Stilz, Meyer und Westbrock gingen vom Platz. Nach einiger Zeit folgten auch Bajramovic und Eybächer, für die es aber keinen Ersatz mehr gab. So spielten wir zunächst mit nur zehn Mann und später sogar mit lediglich neun Leuten. Lübeck hatte inzwischen wegen wiederholten Foulspiels auch schon einen Spieler verfrüht zum Duschen geschickt.
Was festzuhalten bleibt, Victoria war spielerisch auf jeden Fall besser, (anfangs) laufstärker und mit mehr Spielwitz. Lediglich im Strafraum passiert zu wenig, der Sturm ist quasi nicht wirklich vorhanden. Allesamt waren für meinen Geschmack viel zu umständlich und nicht mit genügend Zug zum Tor. Auch der Spielaufbau ist teilweise zu schleppend, das könnte noch sehr viel schneller gehen, ist aber sicherlich auch eine Frage von Fitness und Abstimmung.
Auffallend war, dass die Lübecker zwar nicht spielerisch, aber körperlich mehr zu zusetzen hatten. Dabei meine ich gar nicht mal nur, dass sie hinten raus mehr Kraft hatten, denn selbst in Überzahl brachten sie kaum fertige Spielzüge vor unser Tor, sondern dass sie in den Zweikämpfen viel präsenter waren. Schon zu Beginn gingen die Regionalligisten viel härter zur Sache. Ein Foul nach dem anderen, Bert Ehm platzte fast der Hut. Sehr zum Ärger der Zuschauer brüllte er mehrfach, dass unsere Spieler endlich mal gegen halten sollen – für das Lübeker Publikum war das natürlich unfassbar.
Wir konnten an sich zufrieden nach Hause gehen und hoffen, dass im Sturm etwas geschieht. In Sachen Tor wurde uns schon zugetragen, dass es vermutlich einen weiteren Zugang für den Platz zwischen den Pfosten geben würde. Das Risiko, nur mit Dennis in die neue Saison gehen zu müssen (Felix Sager verletzt und Florian Ludewig bis September wohl abgemeldet) schien zu groß – vor allem sollte Dennis aufhören, den Bruder Leichtfuß zu mimen, wäre heute fast zweimal ins Auge gegangen. Auch und bitte den Sturm nicht vergessen, sonst droht ein Vorjahres-Deja-Vu…
Übrigens räumten nicht nur enttäuschte Lübecker Zuschauer, sondern auch Tagespresse und Gegner ein, dass kein Klassenunterschied zu Victoria spürbar war. Sehen wir recht erfreut genauso…!

Sonntag, 12. Juli 2009

Krüll Soccer Bowl IV (11.07.2009)

Letztes Jahr war uns der Besuch dieses Turniers für einen wohltätigen Zweck nicht vergönnt, da es einfach nicht in den Terminkalender passen wollte. Dieses Jahr hingegen machte sich Nordkaos mehr oder weniger geschlossen auf zu unseren lieben Freunden von Altona 93, die zu diesem Blitzturnier in ihrem Hexenkessel AJK geladen hatten.
Nach einer mehr oder weniger einfachen Anfahrt (Schienenersatzverkehr bei gefühlten 30°C ist doof) kam man also am Ort des Geschehens an. Nach einer kurzen Wartezeit auf die letzten Nachzügler ging es auch hinein. Wir machten es uns auf dem sogenannten “Zeckenhügel” gemütlich und freuten uns darauf, den Auftritt des Drittligisten Werder II gegen Altona bestaunen zu dürfen. Leider war von einem Zweiklassenunterschied nicht wirklich viel zu merken. Im Gegenteil, das optische Übergewicht hatten die Jungs mit den Ringel-Stutzen. Apropos: Für Erheiterung sorgten die Trikots des SVW. Man hat lange auf einen so dämlichen Slogan auf einem Trikot wie “So geht Bank heute” gewartet. Aber zurück zum Sportlichen: Wie erwähnt, bekleckerte sich der Drittligist nicht gerade mit Ruhm. Trotzdem gewannen die Jungs von der Weser mit 1:0 und standen damit im Finale.
Das nächste Spiel hieß SC Victoria gegen St Pauli II. Der Meister spielte allerdings ohne eine ganze Reihe von Stammkräften, was sich aber zunächst nicht sonderlich bemerkbar machte. Auffallender waren da schon die neuen Trikots, die auf ein geteiltes Echo stießen. Einig war man sich allerdings, dass die drei Sterne über dem Wappen sehr chic sind. Das Spiel verlief zunächst nach Wunsch: Der SCV hatte mehr oder weniger alles im Griff und ging durch Timo Möbius in Führung. Die Freude hierüber hielt aber nur kurz, die Kiez-Kicker glichen aus. Die Partie stand kurz vor der endgültigen Wende, als der Schiedsrichter auf Elfmeter für die Braun-Weißen entschied. Diesen parierte Dennis Wolf aber souverän, so dass es ins Elfmeterschießen ging, um den Gegner für Werder II im Finale zu ermitteln. Unsere Jungs verwandelten souverän, während ein Paulianer seinen Meister in Dennis fand und ein anderer mal schauen wollte, wie weit so ein Ball eigentlich übers Tor gehen kann. Letztendlich hieß es 5:3 für Vicky. So hieß es im Spiel um Platz 3: St. Pauli II gegen Altona, das ebenfalls im Elfmeterschießen entschieden wurde (5:6 für Altona).
Das Finale bestritten also Werder II und Victoria. Der zweifache Klassenunterschied und die fehlenden Stammkräfte machten sich recht schnell bemerkbar, so dass die Hoffnungen auf einen Turniersieg schon nach wenigen Minuten ad acta gelegt werden mussten. 5:0 siegten die Bremer, die in diesem Spiel neben dem Sportlichen übrigens erneut durch ihre unglaublich hässlichen Trikots zu glänzen wussten.
So ging etwas ernüchternd ein angenehmer Fußballnachmittag zu Ende. Entgegen allen Erwartungen konnte man zwar kein Stimmungsfeuerwerk der Altonasen bewundern, aber trotzdem war es mal wieder schön, einen Ball in Bewegung zu erleben.
In nicht einmal zwei Wochen geht es aber endlich auch mal wieder richtig um was. SV Lieth wartet in der ersten Runde des Oddset-Pokals, bevor es eine Woche später gegen Uetersen auch in der Liga wieder um Punkte geht. Die Mission “Vierte Meisterschaft” nimmt also bald ihren Lauf…