Sonntag, 19. Februar 2012

19. Spieltag: HSV IV – SC Victoria II 0:4 (0:3) (19.02.2012)

Und wieder einmal ging es nach Norderstedt auf die Paul-Hauenschild-Sportplätze (siebter Präsident des HSV). Dieses Mal allerdings nicht zum „Lungern“, sondern für Victoria (ich hoffe, das ist euch genehm?). Das Hinspiel gewann Victoria schon 5:3, da sollte es auch heute ein Leichtes werden. Der Eintritt wurde irgendwie geprellt, worauf man freundlichst hingewiesen und das ganze Spiel über mit netten Blicken bedacht wurde. Mehr ging aber nicht.
Schon kurz nach Anpfiff zeigten die Amateure der Amateure der Amateure (vierte Mannschaft halt) ihre hässlichen Fratzen: Es wurde gefoult, nachgetreten, reklamiert und gepöbelt. Wahrscheinlich wurde denen schon zu diesem frühen Zeitpunkt des Spiels gewahr, dass es für sie heute nichts zu holen gab, eklig. Noch dazu trat die vierte Truppe mit vier Leuten aus der nicht gerade schlechten Landesligamannschaft an. Ein Fehler des Heimtorwarts ließ den blau-gelben Anhang in der 23. Minute das erste Mal jubeln. Auf der anderen Seite sorgte Oberliga-Leihgabe Florian Ludewig für viel Ruhe in der Hintermannschaft und hat auch seinen Teil dazu beigetragen, dass „hinten die Null steht“. Vor der Halbzeit (psychologisch immer ganz wichtig) wurde noch auf 2:0 bzw. 3:0 erhöht. Man merkte in der zweiten Hälfte, dass das dem HSV das Genick gebrochen hatte. Der HSV bäumte sich zwar noch ein paar Minuten auf, doch dann war die Gegenwehr gebrochen. Leider nutzte unsere Zweite nicht alle ihre Chancen, der Kunstschuss zum 4:0 in der 60. Minute war auch mehr was für’s Auge.
Später wurde es noch einmal hitzig, als ein Rautenkicker meinte, Bank und Publikum anzumachen. Entschuldigung gab’s zwar, trotzdem erbärmlich. Letztendlich gewann Vicky II verdient und bleibt damit weiterhin Tabellenführer der Kreisliga 5!

Montag, 13. Februar 2012

Barsbütteler SV – SC Victoria 0:4 (0:2) (13.02.2012)

Raus nach Barsbüttel, also ins schöne Schleswig-Holstein bzw. nach Stormarn. „Stormarn“, die Bezeichnung stammt aus dem mittelhochdeutschen und heißt soviel wie „stürmen“. Das hat weniger mit dem Wetter als mit dem stürmischen Wesen der Bewohner zu tun. Passend dazu wählte man auch den Schwan als Wappentier (Schwäne sollen schon immer als sehr aufbrausend gegolten haben). Warum dieser allerdings am Halse gekrönt ist, daran scheiden sich bis heute noch die (heraldischen) Geister. Zu finden ist der Schwan auch im Wappen des heutigen Gegners, allerdings ohne die ominöse Halskrone. Wem das zu viel Ethnologie ist, der hat Pech gehabt. Schreibt ihr mal was zu ‘nem lockeren Testkick auf’m Dorf…
Zweimal Nordkaos war anwesend und wurde von der sportlichen Leitung mit Sprüchen wie „Ihr seid ja auch überall!“ und „Habt ihr kein Zuhause?“ bedacht, für uns ist das Bestätigung genug.
Vicky begann rasant und Benny Hoose besorgte schon nach zwei Minuten die 1:0-Führung für die Guten, Weltpokalsiegerbesieger Patschinski legte vor. Eben jener durfte nach schlechten 35 Minuten auf 2:0 erhöhen, indem er eine Flanke von Sergej Schulz direkt in die Maschen schoss. Es folgte die Halbzeitpause.
Danach setzte Schneefall ein, sah zwar nett aus, sorgte aber auf dem geräumten Kunstrasen älterer Bauart (kurze Plastikhalme) für schwierige Spielbedingungen. Der erfahrene Patschinski ließ sich aber auch davon nicht beirren und erhöhte, nach Vorlage von Hoose, auf 3:0. Barsbüttel wurde nun giftig und foulte für ein Testspiel überhart. D’Urso machte das Ding nach 75 Minuten klar, als er den Torwart alt aussehen ließ und den Ball platziert und sehr abgeklärt ins kurze Eck drosch.
Mehr Worte muss man darüber nicht verlieren. Hadde und bis zum nächsten Testkick!

Mittwoch, 8. Februar 2012

SC Victoria – Rahlstedter SC 2:1 (0:1) (08.02.2012)

Es ist kalt, es ist Mittwochabend und es ist „Vicky testkickt gegen Rahlstedt“. Viermal Nordkaos, Umfeld und Normalos (die Grenzen dazwischen sind subjektiv und verschwimmen des Öfteren) waren anwesend, natürlich neben den üblichen Verdächtigen, die man sonst so trifft, wenn Victoria nur testet. Der Kunstrasenplatz sah, trotz den allen bekannten widrigen Witterungsbedingen, sehr ordentlich aus. Auf Nachfrage brachte man in Erfahrung, dass der Platzwart mit Besen und Schneeschieber bewaffnet sehr fleißig war (meinen außerordentlichen Respekt dafür!).
Mir persönlich gefiel das Spiel fast gar nicht. Sicherlich war es nett anzusehen, aber mit diesem starken (und vor allem größtenteils wiedergenesenen) Kader sollte gegen einen wenn auch ambitionierten Landesligisten mehr drin sein. Nach zwölf Minuten lag Victoria dann hinten, Rahlstedt zog sich zurück und ließ Victoria laufen (Regel Nr. 1 wurde gebrochen!). Während so langsam fast alle Extremitäten dem Erfrieren nahe waren und ich vor meinem geistigen Auge schon Reinhold Messners Füße an mir sah, drehte Blau-Gelb in der zweiten Halbzeit doch noch auf. Aus diesem Aufbäumen resultiert der Treffer zum 2:1 (Mankumbani in der 70. Minute).
Der Ausgleich fiel schon in der 60. Minute durch Hoose, war allerdings ein Elfmeter und die haben mit guten Leistungen bekanntlich wenig am Hut. Der Drops war also gelutscht.

„Schweinekalt und trotzdem da – Nordkaos Victoria“

Freitag, 3. Februar 2012

TSV Trittau – SC Victoria 0:5 (0:2) (03.02.2012)

Generalabsage beim HFV, sprich: Keine Gegnerermittlung für das Achtelfinale im Oddset-Pokal. Also ein ruhiges Fußballwochenende für Nordkaos.
Pah, denkste. Trotz Schneefall, Eisglätte und Temperaturen aus der Gefriertruhe sollte das Testspiel gegen den TSV Trittau über die Bühne gehen. Ist ja Schleswig-Holstein. ;-) Trotzdem blieb die endgültige Bestätigung lange aus und erst knapp eine Stunde vor Spielbeginn erfuhren wir, dass es doch losgeht. Also nichts wie ab ins Auto, ab nach Trittau in die Eiseskälte! Leider schafften es daher nicht alle interessierten Kaoten zu dem Spiel im Osten, aber letztlich vielleicht auch besser so, denn die Kälte war wirklich extrem. In den zwei Stunden sank die Temperatur von -8 Grad Celsius auf -11 Grad Celsius, abgefrorene Zehen konnten gerade noch verhindert werden. Kein Wunder also, dass sich außer den Spielern nur noch knapp 10 Zuschauer nach Trittau verirrten…
Freudig begrüßt von Team und Trainer postierte sich unsere Abordnung also in Höhe der Mittellinie, um dem Treiben zu folgen. Heute das erste Mal mit dem wohl prominentesten Wechsel des Winters: Ex-Profi und Weltpokalsiegerbesiegertorschütze Nico Patschinski lief zum ersten Mal in Blau-Gelb auf. Ansonsten kamen alle 18 angereisten Spieler auch zum Einsatz, wäre ja auch noch schöner, wenn man da nur rauseiert, um sich den Arsch abzufrieren…
Der Kunstrasenplatz war zugegebenermaßen in einem guten Zustand und so konnte man tatsächlich einem Fußballspiel zusehen, was recht ansehnlich aussah. Alle Augen dabei zunächst auf Patsche gerichtet, der dem unglaublichen Druck aber standhielt und gleich mal die Führung zum 1:0 erzielte. Schon klasse, was er sich da auf engem Raum zusammenspielen konnte. Es wird uns eine Freude sein, noch mehr solche Dinger zu beobachten! Außerdem fiel auf, dass er sich doch noch sehr zurückhielt mit Anweisungen an seine Mitspieler, also nix mit „Großen Namen verpflichten und der zeigt den kleinen Oberligaspielern wo’s langgeht.“ Sehr sympathisch. Natürlich stand er auch nicht alleine auf dem Platz, auch die andere rackerten und ackerten und ließen dem Gegner keine Chance. Zur Pause daher auch ein 2:0, denn Roger Stilz fiel im Strafraum einfach um und Benny Hoose verwandelte sicher den Elfer. Ob der nötig war… naja.
Nach der Pause ordentlich Wechsel, auch weiterhin guter Fußball und der Monstersturm, nun mit Patsche und Mauri. Dazu noch Hoose dahinter, das sollte die Gegner in Zukunft das Fürchten lehren! ;-) War teilweise sehr krass, was da abging, dazu noch ein Mankumbani, der sich den Arsch aufriss und immer wieder mit unglaublicher Schnelligkeit und Durchsetzungskraft zum Tor zog. So eine Schweinerei, dass der Meiendorfer SV den Spieler nicht freigegeben hat!!! Aber Fairness wurde an der B75 noch nie großgeschrieben… Scheiße!
Schumann schoss schließlich auch noch ein Ding, ein weiteres Tor war dann angeblich ein Eigentor der Trittauer, wobei ich persönlich Nassim als Torschützen notiert hatte. Aber naja, mir war kalt, es war dunkel, spät und – erwähnte ich es schon? – KALT!!!
Also anschließend nix wie ab nach Hause ins Warme, wo erst nach mehreren Stunden wieder Gefühl in alle tauben Glieder zurückkehrte!
Es waren dabei:
Wolf (46. Ludewig) – Brück (55. Saleh), Asante (46. Bajramovic), Helmer, Goldgraebe (46. Lauer) – Renfordt (46. Mankumbani), Schumann, Cetinkaya (46. D’Urso) – Stilz, Hoose (64. Cetinkaya) – Patschinski

Dienstag, 31. Januar 2012

SC Alstertal/Langenhorn – SC Victoria 1:0 (0:0) (31.01.2012)

Es ist Dienstagabend und die TemperaturSCALA zeigt irgendwas um die -5 Grad Celsius an. Wie verlockend sich bei solchen Witterungsbedingen Fußball zum Aufwärmen anbietet. Okay, wirklich zum Aufwärmen war’s nicht und es taten sich außer vier Mal Nordkaos samt Umfeld nur noch ein paar Offizielle und rund zehn andere ver(w)irrte Gestalten das Gekicke an. Verirrt trifft es schon ganz gut, so hatten eigentlich alle anwesenden Ultras Probleme, den versteckten und recht hässlichen Ground zu finden. Die einen wanderten durch Schrebergärten und über Stock und Stein und einer war gar auf die Gastfreundschaft eines örtlichen Kneipenbesitzers angewiesen und trudelte erst zur zweiten Halbzeit ein.
Aber nicht nur die Anfahrt bereitete Probleme, so musste man sich auch noch mit übermütigen Rentnern und/oder Offiziellen auseinandersetzen, die auf Teufel komm’ raus das Glasflaschenverbot durchzusetzen versuchten. Da der Klügere ja bekanntlich nachgibt, wurde die Gerstenkaltschale schlussendlich hinter dem Zaun verzehrt, nochmaliges Entrichten des Eintrittes von drei Euro (ermäßigt!) blieb uns erspart, wie gütig.
Nicht nur das Drumherum war scheiße, der Platz war’s erst Recht. Meterdicke Eisplatten wechselten sich mit riesigen Schneeverwehungen ab. Gut, ganz so schlimm war’s nicht, aber man hätte sich das grottige Rutschen auch ersparen können. Hauke Haien hätte bei solchen Bedingungen sicherlich Spaß gehabt. Sportlich lief’s auch nicht wirklich rund, beide Mannschaften boten zwar teilweise doch taktisch versierten und ansehnlichen Fußball, platzbedingte Ausrutscher und Pässe ins Leere waren aber in der Überzahl.
Vicky hätte das Ding unter normalen Bedingungen sicherlich locker nach Hause/an die Hoheluft geschaukelt, nur wurde aus den vielen, vielen Chancen nichts gemacht, einige „Tausendprozentige“ waren dabei. So kam’s, wie’s kommen musste und SCALA durfte, wenn auch nicht ganz unverdient (wer nicht trifft, der kassiert [doppeldeutig]), in der 80. Minute jubeln. Schluss, aus, ab nach Hause.
Für Blau-Gelb kämpften:
1. Halbzeit: Schau – Brück, Rabenhorst, Helmer, Goldgraebe – Schulz, Schumann (30. Mankumbani), Theissen – Renfordt, Cetinkaya – D’Urso
2. Halbzeit: Wolf – Stilz, Asante, Bajramovic, Lauer – Mankumbani, Schulz (65. Theissen), Rabenhorst, Saleh – Cetinkaya, D’Urso
Bleibt die Frage, ob der Kader in der Breite gut aufgestellt ist und Ausfälle kompensiert werden können… ;-)

Mittwoch, 25. Januar 2012

CD Santanyi – SC Victoria 2:4 (2:1) (25.01.2012)

Text stammt aus unserem Mallorca-Trainingslager-Tagebuch, das auch auf unserer Homepage in Gänze nachzulesen ist…
Das Stadion lag etwas außerhalb gelegen und hatte eine leicht ranzige Tribüne, die aber ihren Charme hatte. Nennenswert ist auf jeden Fall noch der Kunstrasenplatz, der etwa die Grashöhe eines normalen Platzes hat und zum Erschrecken aller, die sich in Spielfeldnähe aufhielten, dementsprechend bewässert wurde. Der SCV zeigte sich in der ersten Hälfte nicht gerade von seiner besten Seite, nach einiger Zeit stand es 2:0 für Santanyi, kurz vor der Pause konnte durch Hinzmann noch der Anschlusstreffer per Kopf erzielt werden.
Die zweite Hälfte sollte einiges mehr zu bieten haben: Nicht nur, dass Nordkaos den Schiedrichter stellen durfte, sorgte für unsere Erheiterung. Unser Unparteiischer legte eine solide Leistung an den Tag, dafür nochmal Respekt! Unser Team war wie ausgewechselt, nach dem Ausgleich von Jan Vierig drehte nicht nur der lang verletzte D’Urso komplett durch und erhöhte auf 2:4, sondern auch Assante zeigte sich in Bestform. Zum Ende hin nahm das Team etwas das Tempo raus und spielte die letzten Minuten auf einen sicheren Sieg hin. Beim Auslaufen wurde die Mannschaft für diese starke Leistung gefeiert und unser Schiedsrichter erhielt einen Sixer zur „Belohnung“. Mit stolzgeschwellter Brust zogen wir von dannen und erkundeten noch unseren Urlaubsort, bevor es zur Besprechung der nächsten Tage zurück in die Finca ging. Der erste Tag unserer Europatour kann als Erfolg gewertet werden, es wird sich in den nächsten Tagen sicher noch die ein oder andere Situation ergeben, die in die Geschichte unserer kleinen, aber feinen Gruppe einfließen wird…

Montag, 23. Januar 2012

SC Victoria – HEBC 2:1 (2:1) (23.01.2012)

Noch zwei Tage bis Mallorca, Zeit für ein letztes Testspielchen, bevor es ab ins Warme geht. Nach dem windigen Ausflug raus in die Vorstadt, blieb man dieses Mal auf heimischem Geläuf, wo es zum „Derby“ gegen den HEBC kam.
Der Trainer probierte wieder einmal fleißig durch und jeder durfte mal spielen, dieses Mal sah das Ganze auch schon ein wenig besser aus als gegen Düneberg, auch wenn das Ergebnis nicht so klar ausfiel: Sebastian Mankumbani und Dennis Theissen durften sich heute in die Torschützenliste eintragen, Maurizio D’Urso versuchte nach seiner Einwechslung zwar noch mal alles, aber in der zweiten Hälfte wollte auf beiden Seiten kein Tor mehr fallen. Ein Wiedersehen beim HEBC gab es übrigens mit Tamer „Messi“ Dönmez, der es aus unerfindlichen Gründen immer noch nicht zum FC Barcelona geschafft hatte. Wahrscheinlich hat noch keiner der Scouts den HEBC auf dem engen Grandplatz zwischen den Häusern gefunden…
Es waren dabei:
Ludewig – Brück, Asante, Helmer, Goldgraebe – Mankumbani, Rabenhorst, Theissen – Renfordt, Stilz – Lauer
Nach der Pause neu:
Schau, Schulz, Hinzmann, Saleh, Schumann, Vierig, Hoose, D’Urso

Samstag, 21. Januar 2012

Düneberger SV – SC Victoria 2:5 (1:3) (21.01.2012)

Hallensaison beendet, Trainingslager vor Augen, aber erst mal draußen einspielen. Das könnte das Motto für dieses Spiel gewesen sein, dass den SCV an diesem Tag raus nach Geesthacht zum Bezirksligisten Düneberger SV zog. Außerdem sollte das Ganze eigentlich das Ablösespiel für Tolga Cosgun sein, der im Sommer an die Hoheluft gewechselt war – allerdings mittlerweile wieder zu seinem alten Verein zurückgekehrt ist. Er konnte sich nicht recht durchsetzen und bevor er nur auf der Bank rumsitzt, kann er dann doch lieber Fußball spielen.
Zwei Kaoten machten sich also auf den langen Weg raus vor die Stadt, knapp 70 Kilometer lagen zwischen unserem Stadion und dem des Testspielgegners. Warum dann zeitgleich auf unserem Kunstrasen der FC Elmshorn testen darf, muss man nicht verstehen…
Ein erster Blick bei wirklich hässlichen Bedingungen – ein fieser Wind blies da draußen, zusätzlich kam es immer wieder zu heftigen Regenschauern – auf den unspektakulären Rasenplatz reichte schon aus. Ungemütlich würde es werden, aber immerhin konnten viele Spieler in Blau-Gelb erspäht werden, was ja im letzten Jahr nicht immer der Fall war. Auch einige Neue bzw. Rückkehrer machten sich am Platz warm.
Als es dann endlich mit ein paar Minuten Verzögerung losging, war es vor allem die Aufstellung, die interessierte, und so war es doch recht spannend, wer schon wieder fit genug zum Fußballspielen war. Helmer, Goldgraebe und D’Urso durften spielen, mit Andreas Brück und Sebastien Mankumbani waren auch gleich zwei Neue dabei.
Der SCV ging schnell mit 3:0 in Führung, der Fußball dabei noch nicht so ansehnlich, aber bei einigen Spielern ist sicherlich noch Luft nach oben. Vor allem im Abschluss erinnerte es oftmals erschreckend an die nicht vorhandene Torgefahr des letzten Herbsts, zu viele Chancen wurden kläglich vergeben, bzw. der finale Schuss auf’s Tor blieb aus.
Vor der Pause konnte Düneberg noch ein Tor erzielen, insgesamt natürlich aber keine Chance für den Bezirksligisten. In der zweiten Halbzeit durfte dann auch D’Urso wieder ran, dem man sichtlich anmerkte, dass er heiß war. Entsprechend fiel auch sein Jubel aus, als er in der 74. Minute traf. Noch ein Tor von Vierig und einem Düneberger und das Ding war gegessen.
Es waren dabei:
Wolf (46. Schau) – Brück, Hinzmann (46. Asante) Rabenhorst (46. Goldgraebe), Helmer – Schumann, Renfordt, Theissen (46. Saleh) – Schulz (46. Mankumbani), Hoose (60. D Úrso) – Lauer (46. Vierig)

Samstag, 14. Januar 2012

Riewesell-Cup in Uetersen (14.01.2012)

Für zwei Kaoten hieß es am letzten Samstag „früh aufstehen“ und raus nach Uetersen. Bushaltestellen wie „Uetersen, Ostbahnhof“ (welch’ Ironie!) oder „Uetersen, Famila“ taten zumindest für den Humor ihr Übriges. Mit den Altonasen teilte man sich übrigens den Überlandbus, es blieb aber ruhig.
An der Halle angekommen folgte sogleich der erste Aufreger: Um diesem endgeilen Hallenspektakel beiwohnen zu dürfen, sollten, außer Rentnern und Kinder (vier Euro), alle Anderen (also selbst Erwerbslose, Studenten und Schüler) acht Euro berappen.
Guter Zweck hin oder her, wieso es vorausgesetzt wird, dass auch in der Oberliga, Rentner weniger Geld als Schüler und Studenten haben, erschließt sich mir nicht, wenn man sich Opi mit Burberry-Schal und der Designer-Sehhilfe so anschaut.
Der zweite Aufreger folgte nur eine Station später, als Rucksäcke kontrolliert wurden und Flaschen draußen bleiben mussten. Immerhin waren die Preise für Speis und Trank soweit in Ordnung und recht passabel. Nur leider durften diese dort gekauften kulinarischen Erzeugnisse nicht mit in die Halle genommen werden. Und wenn ja, dann wurde man von altklugen Rentnern zurecht gewiesen.
Überhaupt war die Halle erstens viel zu klein und zweitens viel zu voll. Die Leute standen im Gang und hinter den Toren, wo eigentlich die Mannschaften sitzen sollten. Die Brandschutzbeauftragten, in Form der vor Ort die Parkplatzaufsicht übernehmenden Freiwilligen Feuerwehr Uetersen haben wohl ein Auge zugedrückt. Aber des Unmuts noch nicht genug: Der Riewesell-Cup ist eine der schlimmsten Hallenfußballveranstaltungen ( -turnier, würde hier den Fußball in den Mittelpunkt stellen) überhaupt. Halbnackte Frauen und Mädchen, die Lose verteilen, und die die notgeilen Herrschaften am Moderationstisch sich vor Wollust (zum Glück nur) verbal ergießen lassen. Dazu viel Getanze, schlechte Einspieler und noch schlechtere Gags. Moderatoren waren irgendein Dorfbarde und der Typ von dem Radiosender, der nur täglich pünktlich zur Geisterstunde hörbar ist. Man merkte schon nach kurzer Zeit, hier ist Fußball nur Mittel zum Zweck. Der Zweck dürfte irgendwo zwischen „die Werbetrommel für allerlei unbekannte lokale Unternehmen rühren“, „ein super Hallenturnier auf die Beine stellen“ (leider verfehlt) und dem vorgeschobenen „guten Zweck“, auf den meiner Meinung nach überhaupt nicht eingegangen wurde, liegen.
Mir, als Allesfahrer, fällt es schwer, aber schon da stand für mich fest: Nie wieder Riewesell(-Cup)! Und meine Farben kauf’ ich ab jetzt woanders…
Sportlich konnte mich das Turnier auch nicht wirklich beschwichtigen. Victoria spielte irgendwas zusammen, gewann im ersten Spiel glücklich mit 1:0 gegen den VfL Pinneberg, holte aber auch überraschend den Derbysieg (kleiner Vorgeschmack auf den 18. März!) gegen Altona (4:2), verbolzte dafür aber gegen die Betriebssportmannschaft der Riewesell GmbH (einige Landesligakicker in den Reihen) und gab sich gegen die Qualifikanten vom Kummerfelder SV aus der Bezirksliga mit einem sehr glücklichen und noch schmeichelhafteren 3:3 fast die Blöße. Mit Mühe und Not erreichte man das Halbfinale, musste sich dort aber den Hallenspezis aus Norderstedt, nach einem 1:1 und nachfolgenden Siebenmeterschießen, geschlagen geben.
Das Spiel um Platz 3 entpuppte sich als Siebenmeterschießen und auch hier wurde verloren, gegen die Landesligakönige aus Elmshorn (leider ohne Bert). Einziger Trost war die Kür von Sergej Schulz zum besten Spieler des Turniers. Gab wahrscheinlich ‘ne dicke Mettwurst dafür…
Nach endlosem Gelaber und der Auslosung der Gewinner der Tombola, wurde es dann richtig „Endlaser“: die Halle wurde abgedunkelt, das Championsleague-Theme wurde aufgedreht und die Halle in blaues Licht getaucht. Altona und Norderstedt hießen die beiden Finalisten. Norderstedt gewann nach langweiligem Spiel 1:0 und durfte die 1000 Euro für die Mannschaftskasse mitnehmen (beneidenswert).
Stimmungstechnisch ging nicht viel, von der akustischen Untermalung des Events einmal abgesehen. Altona hatte ca. 20 Leute mitgebracht, die sich leider dazu erbarmten, auch zu singen. Das lässt die kommerzkritischen Töne in ganz neuem Licht stehen. Vor der Halle gab’s etwas Ärger mit der örtlichen Kameradschaft die, laut Presse (haha), mit abgebrochenen Flaschen angegriffen wurde, alles klar. Es folgten ein Großaufgebot der Dorfpolizei und Hallen- und Platzverbote für fünf Altonaer.
Die äußerst kritischen Töne seien mir verziehen, aber der Scheiß in Uetersen geht gar nicht. Niewiedersell-Cup!

Sonntag, 8. Januar 2012

Hallenturnier in Quickborn (08.01.2012)

Am 08.01. sollte dann auch das Jahr 2012 für den SCV ganz offiziell los gehen. Trainingsstart war zwar erst einen Tag später, aber trotzdem stand ein Hallenturnier in Quickborn auf dem Zettel.
Bei Nordkaos dagegen war man zum großen Teil ohnehin schon gemeinsam in das neue Jahr gestartet und so gab es vorher die Überlegung, ob wir die verpasste Hallenmeisterschaft quasi nach Quickborn verlegen und dort Victoria lautstark unterstützen. Gesagt, getan, auch das Teilnehmerfeld war gut besetzt und konnte neben einigen namhaften Oberligisten immerhin mit dem Exoten Dynamo Dresden II aufwarten.
Wir trafen recht kurzfristig an der Halle ein, auf deren Parkplatz zumindest man noch das Gefühl hatte, dass es drinnen brechend voll sein würde, da schon alle Plätze belegt waren. Drinnen dagegen war noch genug Platz, um sich einen guten Standort zu suchen und sich breit zu machen. Warum einige Menschen allerdings permanent an der Stelle durchwollten, wo am wenigstens Platz ist, anstatt einen Meter weiter in die andere Richtung zu gehen, erschloss sich uns während der gesamten Veranstaltung nicht.
Als die Mannschaften vorgestellt wurde, ahnte so mancher Vicky-Fan schon nichts Gutes, war die Besetzung doch eher überraschend, da einige der großen Techniker fehlten. Nichtsdestotrotz erhoffte man natürlich zumindest das Überstehen der Gruppenphase. Im ersten Spiel gegen Rugenbergen legten wir auf dem Rang dann auch gleich mal los, so gut es eben ging nach einigen Wochen Pause – die Aufmerksamkeit der gesamten Halle hatten wir also auch schon mal sicher. Auf dem Feld deutete sich an, dass die Besetzung nicht gut genug sein würde, so verlor der SCV das Spiel gegen Rugenbergen gleich mal mit 1:3. Torschütze übrigens unser Youngster Nassim Saleh, der sonst oft in der Zweiten zum Einsatz kommt. Im zweiten Spiel ging es gegen unseren „Lieblingsgegner“ Germania Schnelsen, die wir noch einmal an die 1:6-Niederlage an der Hoheluft erinnerten und auch Stephan Rahn bekam noch eine kleine Extraeinlage zu hören. Aber gut, damit muss man leben können… Auch dieses Spiel ging verloren, Jan Lauer steuerte einen Treffer zur 1:2-Niederlage bei.
Die Luft in der Halle wurde immer schlechter, immerhin ließen sich die paar Fans aus Dresden bzw. dem HH Exil scheinbar von uns dazu ermuntern, auch mal ihre Kehlen einzusetzen, so dass zumindest minimal Stimmung herrschte. Dynamo spielte übrigens ähnlich schlecht wie der SCV, so dass auch dort nach den ersten beiden Spielen bereits das große Rechnen losging.  Auch nach dem dritten Spiel für die weißen Orangen (warum heute nciht Blau-Gelb?!) – immerhin ein 3:2-Sieg gegen den VfB Lübeck II – wurde weiter gerechnet und gehofft, letztlich reichte es weder für den SCV, noch für Dynamo, so dass das Turnier nach der Vorrunde ein wenig an Fahrt verlor.
Wir machten uns dann auf den Heimweg, allerdings ohne großen Frust, denn so ein Hallenturnier ist zwar nett, aber auch nicht überzubewerten…