Stadion Hoheluft, 171 Zuschauer
Im Vergleich zu Dienstag waren die Verhältnisse letztes Wochenende richtig gut: Endlich kam mal die Sonne raus und die Temperaturen knackten dann auch mal die magische 10-Grad-Grenze in Hamburg. In der Zuschauerzahl hat sich das zwar nur bedingt niedergeschlagen, aber der SCV spielt zur Zeit auch nicht gerade berauschenden Fußball bzw. der Gegner bringt auch keine Menschenmassen mit. Bei diesem Kick handelt es sich übrigens um das Rückspiel besagter Partie, obwohl das Hinspiel erst kommende Woche ausgetragen wird. Man erinnert sich an das Hickhack im März mit unbeleuchteten Grandplätzen und so. Wenn man dann sieht, dass bei Türkiye trotz Überschwemmung angepfiffen wurde, hinterlässt diese Posse einmal mehr einen faden Nachgeschmack.
Egal, kommen wir zur Partie. Zu Beginn sah das doch auch alles noch recht ordentlich aus: Nach acht Minute besorgte Luis Hacker nämlich das 1:0 für Blau-Gelb. So muss das! Unsere Youngster wirbeln ja ganz gut, auch Julian Schmid lieferte eine gute Partie ab. Allerdings verflachte die Partie im Anschluss zunehmend. HR war die ersten 20 Minuten überhaupt nicht vorhanden, aber Vicky kickte lieber vergnüglich vor sich hin, als die Chancen dann mal zum Torerfolg zu nutzen. Aufregung gab es nur noch zwei Mal in Hälfte 1: IN der 23. Minute kassierte ein Abwehrspieler von HR die Rote Karte nach einer Notbremse. Den folgenden Freistoß von der Sechzehnerkante konnte Rodrigues aber nicht nutzen. Und in der 44. Minute stand eben jener Rodrigues erneut im Mittelpunkt, als er nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz musste. Das Bittere: Das Foul fand in Höhe der Mittellinie statt und war entsprechend überflüssig. Ansonsten war die Partie aber recht fair, nicht dass hier Missverständnisse aufkommen.
In Halbzeit 2 also beide Teams mit einem Mann weniger – was aber auch nicht gerade für Spannung sorgte. HR kam besser aus der Kabine und sorgte fortan für mehr Druck, während Vicky weiter fleißig sämtliche Chancen versemmelte. Sowas rächt sich natürlich irgendwann und so konnten die Vorstädter in der 77. Minute noch den Ausgleich markieren. Das wird doch wohl nicht schon wieder ein Unentschieden werden? Vicky stemmte sich mit aller Macht dagegen und tatsächlich hatte Tarek Abdalla in der 89. Minute den Siegtreffer auf dem Fuß, als er den Torwart ausspielte und allein vor dem leeren Kasten der Halstenbeker stand. Dann aber setzte er den Ball an den Pfosten – und ein weiteres Unentschieden war in Stein gemeißelt…
Was soll's, letztlich geht es ja in dieser Saison ohnehin nur noch um die goldene Ananas. Aber irgendwo ärgert man sich ja doch drüber. Zumindest ein bisschen. Trainer Jasko Bajramovic machte fehlenden Killerinstinkt dafür verantwortlich, was nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Den haben eigentlich Leute wie Rodrigues oder ein Marius Ebbers, aber der stand nach seinem Kurzeinsatz gegen Türkiye (unter der Überschrift: Ebbe beim Wasserpolo ;-)) nicht mal im Kader. Da ist die Verletzung wohl noch nicht wieder ganz ausgeheilt. Am Wetter hat es jedenfalls nicht gelegen…
Sonntag, 10. April 2016
Dienstag, 5. April 2016
Oberliga Hamburg, 23. Spieltag: FC Türkiye – SC Victoria Hamburg 0:2 (0:1)
Landesgrenze, ca. 100 Zuschauer
Dass sich bei uns einige passionierte Hopper herumtreiben, dürfte jedem klar sein, der schon mal unseren Flyer gelesen hat. Und vielleicht erinnert sich auch noch jemand an eine Partie Wasserpolo vor ein paar Jahren hier in Hamburg, die da mal besprochen wurde. Warum die ollen Kamellen jetzt wieder herausgeholt werden? Unverhofft kommt ja bekanntlich oft und so durften die vier anwesenden Kaoten letzte Woche Dienstag Zeugen einer weiteren Partie Wasserpolo werden – allerdings mit Fußballern in den Hauptrollen. Was da an der Landesgrenze beim FC Türkiye abging, hatte nämlich eher mit der Randsportart zu tun, als mit des Deutschen liebsten Kind. Circa eine Stunde vor Spielbeginn begann es nämlich zu regnen und es hörte an diesem Abend auch nicht mehr auf. Warum der Schiedsrichter trotzdem angepfiffen hat, bleibt wohl sein Geheimnis, denn es wäre sicher im Interesse beider Mannschaften gewesen, einen neuen Nachholtermin zu suchen, als sich dieser Schlammpartie hinzugeben.
Aber der Herr in Schwarz hatte kein Mitleid und so mussten beide Teams raus aufs Wasser. Wobei man zugeben muss, dass der Platz zu Beginn der Partie sogar noch einigermaßen gut aussah und auch gut aufbereitet war. Nichtsdestotrotz tat man auch als Zuschauer besser daran, immer ein paar Schritte nach hinten zu gehen, sobald sich das Spielgeschehen dem eigenen Standort näherte. Sonst konnte es nämlich leicht geschehen, dass man plötzlich von oben bis unten dreckig war.
Bei den Spielern passierte das auch entsprechend schnell, sodass es teilweise schwierig wurde, überhaupt zu erkennen, wer da gerade am Ball war. Aber beide Teams mühten sich, einen einigermaßen ordentlichen Fußball auf den Platz zu bringen. Mit dem besseren Ende für den SCV, der seine Serie von vier Unentschieden in Folge mal kurz zu den Akten legte und schlussendlich verdient mit 2:0 gewann.
Kurz vor der Pause konnte Marcel Rodrigues einen Abklatscher des Torhüters von Türkiye nutzen, um zum 1:0 einzunetzen, in der 70. Minute besorgte Tarek Abdalla das 2:0. Tobias Grubba musste auch ein paar Mal in den Matsch eintauchen, um einen Treffer der Türken zu verhindern, blieb aber letztlich ohne Gegentreffer.
Zu den ansonsten angeblich so lohnenswerten Begleitumständen beim FCT, der über ein hervorragend leckeres Catering verfügen soll, kann man nur sagen, dass Köfte mit Regen nur bedingt schmeckt. War zwar alles frisch und würzig, aber leider etwas verwässert. Dazu gab es dann doch zu wenig Möglichkeiten, sich unterzustellen und im Trocknen zu essen… Aber nächste Saison spielen wir dann hoffentlich mal bei gutem Wetter und auf dem Rasenplatz an der Landesgrenze! Den Freischwimmer haben ja nun alle erfolgreich bestanden, es ist jedenfalls nicht bekannt, dass ein Spieler irgendwo im Schlamm verschwunden ist…
Dass sich bei uns einige passionierte Hopper herumtreiben, dürfte jedem klar sein, der schon mal unseren Flyer gelesen hat. Und vielleicht erinnert sich auch noch jemand an eine Partie Wasserpolo vor ein paar Jahren hier in Hamburg, die da mal besprochen wurde. Warum die ollen Kamellen jetzt wieder herausgeholt werden? Unverhofft kommt ja bekanntlich oft und so durften die vier anwesenden Kaoten letzte Woche Dienstag Zeugen einer weiteren Partie Wasserpolo werden – allerdings mit Fußballern in den Hauptrollen. Was da an der Landesgrenze beim FC Türkiye abging, hatte nämlich eher mit der Randsportart zu tun, als mit des Deutschen liebsten Kind. Circa eine Stunde vor Spielbeginn begann es nämlich zu regnen und es hörte an diesem Abend auch nicht mehr auf. Warum der Schiedsrichter trotzdem angepfiffen hat, bleibt wohl sein Geheimnis, denn es wäre sicher im Interesse beider Mannschaften gewesen, einen neuen Nachholtermin zu suchen, als sich dieser Schlammpartie hinzugeben.
Aber der Herr in Schwarz hatte kein Mitleid und so mussten beide Teams raus aufs Wasser. Wobei man zugeben muss, dass der Platz zu Beginn der Partie sogar noch einigermaßen gut aussah und auch gut aufbereitet war. Nichtsdestotrotz tat man auch als Zuschauer besser daran, immer ein paar Schritte nach hinten zu gehen, sobald sich das Spielgeschehen dem eigenen Standort näherte. Sonst konnte es nämlich leicht geschehen, dass man plötzlich von oben bis unten dreckig war.
Bei den Spielern passierte das auch entsprechend schnell, sodass es teilweise schwierig wurde, überhaupt zu erkennen, wer da gerade am Ball war. Aber beide Teams mühten sich, einen einigermaßen ordentlichen Fußball auf den Platz zu bringen. Mit dem besseren Ende für den SCV, der seine Serie von vier Unentschieden in Folge mal kurz zu den Akten legte und schlussendlich verdient mit 2:0 gewann.
Kurz vor der Pause konnte Marcel Rodrigues einen Abklatscher des Torhüters von Türkiye nutzen, um zum 1:0 einzunetzen, in der 70. Minute besorgte Tarek Abdalla das 2:0. Tobias Grubba musste auch ein paar Mal in den Matsch eintauchen, um einen Treffer der Türken zu verhindern, blieb aber letztlich ohne Gegentreffer.
Zu den ansonsten angeblich so lohnenswerten Begleitumständen beim FCT, der über ein hervorragend leckeres Catering verfügen soll, kann man nur sagen, dass Köfte mit Regen nur bedingt schmeckt. War zwar alles frisch und würzig, aber leider etwas verwässert. Dazu gab es dann doch zu wenig Möglichkeiten, sich unterzustellen und im Trocknen zu essen… Aber nächste Saison spielen wir dann hoffentlich mal bei gutem Wetter und auf dem Rasenplatz an der Landesgrenze! Den Freischwimmer haben ja nun alle erfolgreich bestanden, es ist jedenfalls nicht bekannt, dass ein Spieler irgendwo im Schlamm verschwunden ist…
Sonntag, 3. April 2016
Oberliga, 27. Spieltag: Niendorfer TSV – SC Victoria Hamburg 1:1 (0:1)
Sachsenweg, 110 Zuschauer
Was soll das eigentlich werden, wenn es fertig ist? Gibt es irgendeine Serie, die man schaffen will? Hat es eine tiefere Bedeutung, steckt gar ein großer Masterplan dahinter? Am letzten Sonntag reichte es jedenfalls erneut nur für ein Unentschieden. Das vierte in Folge.
Böse Zungen könnten jetzt fragen, warum ich mich eigentlich drüber aufrege. Die Saison ist ohnehin gelaufen, es ist scheißegal, ob man nun Vierter, Fünfter oder Sechster wird. Im Pokal ist man schon lange nicht mehr dabei, auf die Geldverbrennungsmaschine Regionalliga verzichtet man auch dankend und ansonsten? Ich könnte jetzt Floskeln um die goldene Ananas bemühen, aber ich sage es mal auf den Punkt: Der Ausgang dieser Saison ist in etwa so spannend wie der Titelkampf in der Bundesliga. Ist doch total egal, ob Dassendorf oder BU Meister wird, ob Altona tatsächlich aufsteigt und Norderstedt den Pokal gewinnt. Ich hab eigentlich auch mit diesem ganzen Themenkomplex für diese Spielzeit abgeschlossen, trotzdem ärgern mich diese Unentschieden zunehmend. Ist das jetzt ein „Will nicht“ oder ein „Kann nicht“? Und was wäre eigentlich schlimmer? Liegt das nun am neuen Trainer oder was? Kommt da noch mal eine Reaktion? Von der Mannschaft? Vom Verein?
Irgendwie frustet das dann ja doch. Und die Aussicht, den restlichen April mit weiteren Spielen alle drei Tage zu verbringen, macht die Sache auch nicht besser. Was steht da am Ende wohl zu Buche? Sechs Punkte aus sechs Spielen? Da kann man ja nur von Glück sagen, dass wir diese Siegesserie zu Beginn der Saison hatten, denn mit 34 Unentschieden kann man auch absteigen (aber hey, man wäre wenigstens vor Lurup).
Und wer sich jetzt über diesen destruktiven Text aufregt, den hat die Leidenschaft für den Sport wohl auch schon verlassen. Ich gehe zumindest nicht Woche für Woche zu irgendwelchen Spielen, um dann mit einem Unentschieden abgespeist zu werden. Dann lieber mal eine hohe Niederlage, da kann man sich wenigstens nicht hinter verstecken!
Was soll das eigentlich werden, wenn es fertig ist? Gibt es irgendeine Serie, die man schaffen will? Hat es eine tiefere Bedeutung, steckt gar ein großer Masterplan dahinter? Am letzten Sonntag reichte es jedenfalls erneut nur für ein Unentschieden. Das vierte in Folge.
Böse Zungen könnten jetzt fragen, warum ich mich eigentlich drüber aufrege. Die Saison ist ohnehin gelaufen, es ist scheißegal, ob man nun Vierter, Fünfter oder Sechster wird. Im Pokal ist man schon lange nicht mehr dabei, auf die Geldverbrennungsmaschine Regionalliga verzichtet man auch dankend und ansonsten? Ich könnte jetzt Floskeln um die goldene Ananas bemühen, aber ich sage es mal auf den Punkt: Der Ausgang dieser Saison ist in etwa so spannend wie der Titelkampf in der Bundesliga. Ist doch total egal, ob Dassendorf oder BU Meister wird, ob Altona tatsächlich aufsteigt und Norderstedt den Pokal gewinnt. Ich hab eigentlich auch mit diesem ganzen Themenkomplex für diese Spielzeit abgeschlossen, trotzdem ärgern mich diese Unentschieden zunehmend. Ist das jetzt ein „Will nicht“ oder ein „Kann nicht“? Und was wäre eigentlich schlimmer? Liegt das nun am neuen Trainer oder was? Kommt da noch mal eine Reaktion? Von der Mannschaft? Vom Verein?
Irgendwie frustet das dann ja doch. Und die Aussicht, den restlichen April mit weiteren Spielen alle drei Tage zu verbringen, macht die Sache auch nicht besser. Was steht da am Ende wohl zu Buche? Sechs Punkte aus sechs Spielen? Da kann man ja nur von Glück sagen, dass wir diese Siegesserie zu Beginn der Saison hatten, denn mit 34 Unentschieden kann man auch absteigen (aber hey, man wäre wenigstens vor Lurup).
Und wer sich jetzt über diesen destruktiven Text aufregt, den hat die Leidenschaft für den Sport wohl auch schon verlassen. Ich gehe zumindest nicht Woche für Woche zu irgendwelchen Spielen, um dann mit einem Unentschieden abgespeist zu werden. Dann lieber mal eine hohe Niederlage, da kann man sich wenigstens nicht hinter verstecken!
Donnerstag, 24. März 2016
Oberliga, 26. Spieltag: SC Victoria Hamburg – SC Condor 3:3 (2:2)
Stadion Hoheluft, 204 Zuschauer
Dankenswerter Weise wurde dieses Spiel, das ja eigentlich für Karfreitag um 19:30 Uhr angesetzt war, auf den Gründonnerstag vorgezogen. Das ließ mir die Chance, mich schon am Donnerstagabend aus der Stadt zu verabschieden, um ein paar Tage Urlaub zu machen. Vorher stand jedoch noch die Partie gegen Condor an. Und – was soll ich sagen: Zu mehr als einem Punkt hat es wieder mal nicht gereicht.
Dabei sah es zunächst sogar noch schlechter aus: Schon nach vier Minuten zeigte der Schiedsrichter nämlich auf den Punkt: Elfer für Condor. Was war passiert? Torben Wacker hatte an seinem Gegenspieler rumgezupft. Macht man natürlich nicht, erst recht nicht im Strafraum. Und so verwandelte Condors Kapitän sicher zur 1:0-Führung. Das rief wiederum erstmals die Condor-Fans auf den Plan, die sich im B-Block lautstark bemerkbar machten und ihr Team anfeuerten.
Nanu, wird der ein oder andere nun vermutlich denken. Condor hat Fans? Jein. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dem Haufen von knapp 15 Leuten um die zweite Mannschaft der Raubvögel, die im Übrigen in der gleichen Liga wie auch unsere Zweite beheimatet ist.
Immerhin sorgten die verbalen Provokationen in unsere Richtung dafür, dass auch unser Haufen mal in Schwung kam und stimmlich dagegen hielt. Das rief wiederum Lou Richter auf den Plan, der in den Tagen vor der Partie bereits im Internet angekündigt hatte, dass er einen Liveticker von der Hoheluft machen würde. Lou Richter? Einige werden sich erinnern, der hat vor Jahren mal ran moderiert. Heute beackert er irgendeine App und guckt sich Amateurfußball vor seiner Haustür an. Joah, nech… ein bisschen einlesen sollte sich der gute Herr dann aber doch noch, denn sein Kollege hatte im Vorfeld die Partie sogar als Derby beworben. Ähm, nein!
Zurück zu Richter: Der brachte immerhin ein paar Tweets, Fotos und kurze Videos auf den Weg ins Netz, hatte aber kein Verständnis dafür, dass er uns nicht aus nächster Nähe ablichten durfte. Junge, nicht jeder ist geil, seine Visage überall im Netz zu sehen! Ja, solche Menschen gibt es heute auch noch, auch wenn wir mittlerweile in der Unterzahl sind. Egal, denn die Condor-Spieler ließen ihn an sich ran und drehten später bereitwillig ein Video für ihn.
Auch sonst waren die Jungs äußerst mitteilungsbedürftig: „In Europa kennt euch keine Sau“, wurde allen Victorianern da an den Kopf geworfen. Und das von… äh… Condor. Wie war das noch mal mit den Oddset-Pokal-Finals? Erst mal was leisten, dann Fresse aufreißen.
Auf dem Rasen entdeckte der SCV unterdessen ganz neue Spielqualitäten und drehte innerhalb von zehn Minuten die Partie. Zuerst Rabenhorst und dann Julian „Lenny“ Schmid sorgten für eine 2:1-Führung für die Guten – die ungefähr eine Minute Bestand hatte. Dann sorgte ein Patzer von Grubba für den erneuten Ausgleich. Mit einem 2:2 ging es dann auch in die Pause.
Danach ging es schwungvoll weiter: Vicky wollte jetzt mehr und zum ersten Mal dieses Jahr konnte man sowas wie Kampf und Leidenschaft entdecken! Jawoll! Mehr davon bitte! Das mündete dann in einem Elfmeter für Blau-Gelb, den Rodrigues sicher zum 3:2 verwandelte.
Aber Vicky wäre ja nicht Vicky in diesem Jahr, wenn man nicht mit dem Arsch wieder einreißt, was man sich vorne mit den Füßen erarbeitet hat: Keine fünf Minuten später besorgte Condor erneut den Ausgleich. Hmpf! Ich krieg Zahnschmerzen…
Es läuft derzeit einfach nicht rund. Und so war ich dann auch nicht wirklich böse, als ich kurz vor Ende das Stadion verließ, um mich in heimische Gefilde aufzumachen. Verpasst hab ich jedenfalls nichts, Tore fielen keine mehr und mehr als ein Punkt war auch mal wieder nicht drin.
Dankenswerter Weise wurde dieses Spiel, das ja eigentlich für Karfreitag um 19:30 Uhr angesetzt war, auf den Gründonnerstag vorgezogen. Das ließ mir die Chance, mich schon am Donnerstagabend aus der Stadt zu verabschieden, um ein paar Tage Urlaub zu machen. Vorher stand jedoch noch die Partie gegen Condor an. Und – was soll ich sagen: Zu mehr als einem Punkt hat es wieder mal nicht gereicht.
Dabei sah es zunächst sogar noch schlechter aus: Schon nach vier Minuten zeigte der Schiedsrichter nämlich auf den Punkt: Elfer für Condor. Was war passiert? Torben Wacker hatte an seinem Gegenspieler rumgezupft. Macht man natürlich nicht, erst recht nicht im Strafraum. Und so verwandelte Condors Kapitän sicher zur 1:0-Führung. Das rief wiederum erstmals die Condor-Fans auf den Plan, die sich im B-Block lautstark bemerkbar machten und ihr Team anfeuerten.
Nanu, wird der ein oder andere nun vermutlich denken. Condor hat Fans? Jein. Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dem Haufen von knapp 15 Leuten um die zweite Mannschaft der Raubvögel, die im Übrigen in der gleichen Liga wie auch unsere Zweite beheimatet ist.
Immerhin sorgten die verbalen Provokationen in unsere Richtung dafür, dass auch unser Haufen mal in Schwung kam und stimmlich dagegen hielt. Das rief wiederum Lou Richter auf den Plan, der in den Tagen vor der Partie bereits im Internet angekündigt hatte, dass er einen Liveticker von der Hoheluft machen würde. Lou Richter? Einige werden sich erinnern, der hat vor Jahren mal ran moderiert. Heute beackert er irgendeine App und guckt sich Amateurfußball vor seiner Haustür an. Joah, nech… ein bisschen einlesen sollte sich der gute Herr dann aber doch noch, denn sein Kollege hatte im Vorfeld die Partie sogar als Derby beworben. Ähm, nein!
Zurück zu Richter: Der brachte immerhin ein paar Tweets, Fotos und kurze Videos auf den Weg ins Netz, hatte aber kein Verständnis dafür, dass er uns nicht aus nächster Nähe ablichten durfte. Junge, nicht jeder ist geil, seine Visage überall im Netz zu sehen! Ja, solche Menschen gibt es heute auch noch, auch wenn wir mittlerweile in der Unterzahl sind. Egal, denn die Condor-Spieler ließen ihn an sich ran und drehten später bereitwillig ein Video für ihn.
Auch sonst waren die Jungs äußerst mitteilungsbedürftig: „In Europa kennt euch keine Sau“, wurde allen Victorianern da an den Kopf geworfen. Und das von… äh… Condor. Wie war das noch mal mit den Oddset-Pokal-Finals? Erst mal was leisten, dann Fresse aufreißen.
Auf dem Rasen entdeckte der SCV unterdessen ganz neue Spielqualitäten und drehte innerhalb von zehn Minuten die Partie. Zuerst Rabenhorst und dann Julian „Lenny“ Schmid sorgten für eine 2:1-Führung für die Guten – die ungefähr eine Minute Bestand hatte. Dann sorgte ein Patzer von Grubba für den erneuten Ausgleich. Mit einem 2:2 ging es dann auch in die Pause.
Danach ging es schwungvoll weiter: Vicky wollte jetzt mehr und zum ersten Mal dieses Jahr konnte man sowas wie Kampf und Leidenschaft entdecken! Jawoll! Mehr davon bitte! Das mündete dann in einem Elfmeter für Blau-Gelb, den Rodrigues sicher zum 3:2 verwandelte.
Aber Vicky wäre ja nicht Vicky in diesem Jahr, wenn man nicht mit dem Arsch wieder einreißt, was man sich vorne mit den Füßen erarbeitet hat: Keine fünf Minuten später besorgte Condor erneut den Ausgleich. Hmpf! Ich krieg Zahnschmerzen…
Es läuft derzeit einfach nicht rund. Und so war ich dann auch nicht wirklich böse, als ich kurz vor Ende das Stadion verließ, um mich in heimische Gefilde aufzumachen. Verpasst hab ich jedenfalls nichts, Tore fielen keine mehr und mehr als ein Punkt war auch mal wieder nicht drin.
Samstag, 19. März 2016
Oberliga, 25. Spieltag: TuS Dassendorf – SC Victoria Hamburg 0:0
Sportplatz Wendelweg, 238 Zuschauer
Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schön… Äh, nein. Aber was willste machen? Irgendwie muss man ja zum Platz nach Dassendorf kommen und das übliche Auto stand dieses Jahr nicht zur Verfügung. Also wurde in den Tagen vor dem Spiel bereits eifrig gecheckt, ob (ja) und wann (11:54 Uhr) der Weg nach Dassendord mit dem ÖPNV angetreten werden konnte. Diese Reise fand aber keinen sonderlich großen Anklang, wie das immer so ist, wenn gerade Semester- und Schulferien sind und einige am Samstag auch noch arbeiten müssen. Ein weiterer Kaot machte sich mit seinem Gefährt wiederum von Süden her auf die Reise und letztlich standen wir zu dritt am Wendelweg.
Vorher stand für die beiden tapferen Recken des ÖPNV allerdings eine S-Bahnfahrt nach Bergedorf auf dem Zettel. So weit, so gut, dann folgte eine Busfahrt durch die schleswig-holsteinische Provinz. Wentorf, ein paar Wiesen, Kröppelshagen (wer erinnert sich nicht mit Schaudern an den Testkick auf der Weide vor ein paar Jahren!), ein Wald, ein paar Wiesen, eine Bushaltestelle im Nichts, Dassendorf. Ponys, Diskussionen über den richtigen Fußweg, die falsche Entscheidung, außenrum zu gehen, ein Parkplatz (für die Regionalliga?), ein Kindergartenflohmarkt, noch mehr Diskussionen und checken der Landkarten und endlich – ENDLICH – war da so etwas wie ein Fußballplatz zu sehen. Jetzt nur noch schnell rein und hoffen, dass Vicky nicht zu sehr auf die Mütze bekommt vom Meister und wohl auch Titelverteidiger.
Spielerisch war das ein Duell auf Augenhöhe und Experten sagen ein hochklassiges 0:0. Ich dagegen sage: Stinkelangweilige Partie mit viel Rumgebolze, Lamentieren vor allem der Hausherren, einem Schiri, der seine Karten offenbar vergessen hatte und… nichts. Ich bin ja immer noch dafür, dass beiden Teams nach einem 0:0 jeweils ein Punkt abgezogen wird. Oder man gibt den Zuschauern hinterher das Eintrittsgeld zurück, von mir aus. So lange die FIFA das aber noch nicht eingeführt hat – wartet mal ab, ich werde dem Funktionär der Cook-Inseln mal eine Email bezüglich dieses Themas schreiben – muss man das Ergebnis nun also hinnehmen. Keine Tore. Immerhin gab es im Anschluss dann noch eine Kreisliga-Partie drei Dörfer weiter zu sehen – da wäre ich wohl meinen Lebtag sonst nicht hingekommen, hatte ich von dem Ort doch noch nie gehört.
Wenn ich eine kurze Bilanz zu den Leistungen in diesem Jahr ziehen soll, sieht die leider alles andere als positiv aus: Niederlagen gegen Pinneberg und Süderelbe, gefolgt von Unentschieden gegen Cordi und Dassendorf. Lurup lasse ich da mal raus, denn an dem Sieg war nun auch wirklich nichts Bemerkenswertes. Fünf Punkte von möglichen 15 in fünf Partien. Zu wenig für Vickys Ansprüche. Ich persönlich glaube aber nicht, dass allein der Trainerwechsel dran Schuld ist, auch wenn beide Zeiträume deckungsgleich sind. Die Mannschaft strahlt momentan auch keine Freude aus, die ganze Körperspannung fehlt. Man hat von Außen den Eindruck, dass es auch den Jungs scheißegal ist, ob man am Ende des Tages etwas Zählbares mehr auf dem Konto hat oder nicht. Ich fordere mehr Leidenschaft und Kampf!
Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schön… Äh, nein. Aber was willste machen? Irgendwie muss man ja zum Platz nach Dassendorf kommen und das übliche Auto stand dieses Jahr nicht zur Verfügung. Also wurde in den Tagen vor dem Spiel bereits eifrig gecheckt, ob (ja) und wann (11:54 Uhr) der Weg nach Dassendord mit dem ÖPNV angetreten werden konnte. Diese Reise fand aber keinen sonderlich großen Anklang, wie das immer so ist, wenn gerade Semester- und Schulferien sind und einige am Samstag auch noch arbeiten müssen. Ein weiterer Kaot machte sich mit seinem Gefährt wiederum von Süden her auf die Reise und letztlich standen wir zu dritt am Wendelweg.
Vorher stand für die beiden tapferen Recken des ÖPNV allerdings eine S-Bahnfahrt nach Bergedorf auf dem Zettel. So weit, so gut, dann folgte eine Busfahrt durch die schleswig-holsteinische Provinz. Wentorf, ein paar Wiesen, Kröppelshagen (wer erinnert sich nicht mit Schaudern an den Testkick auf der Weide vor ein paar Jahren!), ein Wald, ein paar Wiesen, eine Bushaltestelle im Nichts, Dassendorf. Ponys, Diskussionen über den richtigen Fußweg, die falsche Entscheidung, außenrum zu gehen, ein Parkplatz (für die Regionalliga?), ein Kindergartenflohmarkt, noch mehr Diskussionen und checken der Landkarten und endlich – ENDLICH – war da so etwas wie ein Fußballplatz zu sehen. Jetzt nur noch schnell rein und hoffen, dass Vicky nicht zu sehr auf die Mütze bekommt vom Meister und wohl auch Titelverteidiger.
Spielerisch war das ein Duell auf Augenhöhe und Experten sagen ein hochklassiges 0:0. Ich dagegen sage: Stinkelangweilige Partie mit viel Rumgebolze, Lamentieren vor allem der Hausherren, einem Schiri, der seine Karten offenbar vergessen hatte und… nichts. Ich bin ja immer noch dafür, dass beiden Teams nach einem 0:0 jeweils ein Punkt abgezogen wird. Oder man gibt den Zuschauern hinterher das Eintrittsgeld zurück, von mir aus. So lange die FIFA das aber noch nicht eingeführt hat – wartet mal ab, ich werde dem Funktionär der Cook-Inseln mal eine Email bezüglich dieses Themas schreiben – muss man das Ergebnis nun also hinnehmen. Keine Tore. Immerhin gab es im Anschluss dann noch eine Kreisliga-Partie drei Dörfer weiter zu sehen – da wäre ich wohl meinen Lebtag sonst nicht hingekommen, hatte ich von dem Ort doch noch nie gehört.
Wenn ich eine kurze Bilanz zu den Leistungen in diesem Jahr ziehen soll, sieht die leider alles andere als positiv aus: Niederlagen gegen Pinneberg und Süderelbe, gefolgt von Unentschieden gegen Cordi und Dassendorf. Lurup lasse ich da mal raus, denn an dem Sieg war nun auch wirklich nichts Bemerkenswertes. Fünf Punkte von möglichen 15 in fünf Partien. Zu wenig für Vickys Ansprüche. Ich persönlich glaube aber nicht, dass allein der Trainerwechsel dran Schuld ist, auch wenn beide Zeiträume deckungsgleich sind. Die Mannschaft strahlt momentan auch keine Freude aus, die ganze Körperspannung fehlt. Man hat von Außen den Eindruck, dass es auch den Jungs scheißegal ist, ob man am Ende des Tages etwas Zählbares mehr auf dem Konto hat oder nicht. Ich fordere mehr Leidenschaft und Kampf!
Sonntag, 13. März 2016
Oberliga, 24. Spieltag: SC Victoria Hamburg – WTSV Concordia 0:0
Stadion Hoheluft, 203 Zuschauer
Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal zwei Spielberichte zu Vicky-Kicks geschrieben habe, die beide torlos endeten. Vielleicht musste ich das sogar noch nie, aber ich bin jetzt echt zu faul, das genauer nachzuschlagen. Wer mich kennt, weiß allerdings, dass es nichts gibt, was ich beim Fußball mehr hasse, als das Ergebnis von 0:0. Das entschuldige ich nur, wenn es vorher zumindest 90 Minuten Action auf den Rängen oder auf dem Platz in Form von Schlägereien oder ähnlichen Unsportlichkeiten gab (gerade erst erlebt!). Aber bevor ich mich jetzt weiter auf Glatteis begebe, versuche ich mich lieber daran zu erinnern, was es sonst noch zu den Begegnungen zu sagen gibt.
Also… ich glaube, es war am Freitag vor dem Cordi-Spiel, als ich die Nachricht von einem befreundeten Menschen aus Koblenz bekam, der spontan am Überlegen war, ob er nicht mal wieder bei uns vorbeischauen soll. Nachdem wir ein paar Minuten die Gegebenheiten abgeklärt hatten, entschied er sich dann aber doch, dass das alles eine Nummer ZU spontan wäre und sagte ab… um dann am Samstagmorgen um 8 Uhr doch wieder zuzusagen. Also fix ins Reisebüro (!), einen Platz im Fernbus gechartert und ab Richtung Hamburg. Starke Aktion auf jeden Fall, so muss das! Da er aber erst abends in der Hansestadt eintreffen sollte, hatte ich den Tag noch für mich.
Ich langweile euch jetzt nicht mit dem Kram, den ich nachmittags noch so getrieben habe, abends ging es auf jeden Fall erst mal zum Futsal – Hamburg Panthers gegen die FSG Schmelz-Limbach. Nach dem lockeren Aufgalopp der Hamburger (siehe Spielbericht) holten wir den Koblenzer am ZOB ab, um den Abend dann in gemütlicher Runde bei einem Bierchen ausklingen zu lassen. Spontan entschieden wir uns dann nachts, dass am Sonntag vor unserem Kick noch Hoppen möglich wäre und so trafen wir uns mit ein paar anderen Kaoten an der Max-Brauer-Allee, um dem Kreisliga-Spektakel Teutonia 10 vs. Union 03 beizuwohnen. Selbst bei regulären Verhältnissen wären wir nur recht knapp vor Anpfiff im Stadion Hoheluft eingetroffen, aber das nahmen wir dann mal in Kauf, um unserem Gast möglichst viel Fußball zu bieten (und einen neuen Ground!). Allerdings sorgte allein der Spielverlauf schon dafür, dass das Spiel viel länger dauerte, als angedacht. Und anschließend weigerte sich ein Busfahrer des HVV unter Vorwand dubioser Gründe, die militanten Fußballfans mitzunehmen, sodass wir noch mal auf den nächsten Bus warten mussten. Letztlich trudelten wir eine knappe Viertelstunde vor Anpfiff ein – das langt doch eigentlich auch locker. Okay, der Container war nicht offen, aber ich vermute mal, dass unter den knapp 200 Zuschauer keine Massen waren, die etwas kaufen wollten.
Zum Spiel: Öhm… im Vorfeld war eine Menge über Hamburgs derzeit besten Torjäger Benjamin Bambur und das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein – dem SCV – geredet wurden. Wie man sieht, passiert ist nichts. Ihm gelang es zwar, einige gefährliche Chancen herauszuspielen, aber für einen Torerfolg hat es nicht gereicht. Auch Abou Khalil, Ex-Victorianer, kickt ja mittlerweile bei Cordi. Wenn es allerdings nach unserem Stadionsprecher Peter gegangen wäre, hätte Vicky im Nachgang der Partie die drei Punkte am grünen Tisch zugesprochen bekommen müssen – denn mehrfach wurde „Abouuuuuu“ während der Partie ein- oder ausgewechselt. So viele Zwillingsbrüder hat er doch nun auch nicht… Tore hat er übrigens auch keine geschossen.
Nach einem munteren Hin und Her während der zweiten Hälfte entschieden beide Teams, dass eine Punkteteilung offenbar völlig ausreichend ist und es blieb beim 0:0. Letztlich auch nicht weiter tragisch, denn der Ausgang dieser Saison könnte zumindest für den SCV nicht egaler sein. Zwar redet der Trainer immer wieder von der Meisterschaft, aber was soll er auch anderes sagen? „Ist mir total egal, ob wir Erster und Sechster werden“?! Wohl kaum.
In der Kurve wurde heute auch weitestgehend gechillt und geschnackt – wozu auch großen Heckmeck machen, es gab ja keinen Anlass. Ein paar Schlachtrufe reichen doch da aus, um zu zeigen, dass man da ist.
Ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal zwei Spielberichte zu Vicky-Kicks geschrieben habe, die beide torlos endeten. Vielleicht musste ich das sogar noch nie, aber ich bin jetzt echt zu faul, das genauer nachzuschlagen. Wer mich kennt, weiß allerdings, dass es nichts gibt, was ich beim Fußball mehr hasse, als das Ergebnis von 0:0. Das entschuldige ich nur, wenn es vorher zumindest 90 Minuten Action auf den Rängen oder auf dem Platz in Form von Schlägereien oder ähnlichen Unsportlichkeiten gab (gerade erst erlebt!). Aber bevor ich mich jetzt weiter auf Glatteis begebe, versuche ich mich lieber daran zu erinnern, was es sonst noch zu den Begegnungen zu sagen gibt.
Also… ich glaube, es war am Freitag vor dem Cordi-Spiel, als ich die Nachricht von einem befreundeten Menschen aus Koblenz bekam, der spontan am Überlegen war, ob er nicht mal wieder bei uns vorbeischauen soll. Nachdem wir ein paar Minuten die Gegebenheiten abgeklärt hatten, entschied er sich dann aber doch, dass das alles eine Nummer ZU spontan wäre und sagte ab… um dann am Samstagmorgen um 8 Uhr doch wieder zuzusagen. Also fix ins Reisebüro (!), einen Platz im Fernbus gechartert und ab Richtung Hamburg. Starke Aktion auf jeden Fall, so muss das! Da er aber erst abends in der Hansestadt eintreffen sollte, hatte ich den Tag noch für mich.
Ich langweile euch jetzt nicht mit dem Kram, den ich nachmittags noch so getrieben habe, abends ging es auf jeden Fall erst mal zum Futsal – Hamburg Panthers gegen die FSG Schmelz-Limbach. Nach dem lockeren Aufgalopp der Hamburger (siehe Spielbericht) holten wir den Koblenzer am ZOB ab, um den Abend dann in gemütlicher Runde bei einem Bierchen ausklingen zu lassen. Spontan entschieden wir uns dann nachts, dass am Sonntag vor unserem Kick noch Hoppen möglich wäre und so trafen wir uns mit ein paar anderen Kaoten an der Max-Brauer-Allee, um dem Kreisliga-Spektakel Teutonia 10 vs. Union 03 beizuwohnen. Selbst bei regulären Verhältnissen wären wir nur recht knapp vor Anpfiff im Stadion Hoheluft eingetroffen, aber das nahmen wir dann mal in Kauf, um unserem Gast möglichst viel Fußball zu bieten (und einen neuen Ground!). Allerdings sorgte allein der Spielverlauf schon dafür, dass das Spiel viel länger dauerte, als angedacht. Und anschließend weigerte sich ein Busfahrer des HVV unter Vorwand dubioser Gründe, die militanten Fußballfans mitzunehmen, sodass wir noch mal auf den nächsten Bus warten mussten. Letztlich trudelten wir eine knappe Viertelstunde vor Anpfiff ein – das langt doch eigentlich auch locker. Okay, der Container war nicht offen, aber ich vermute mal, dass unter den knapp 200 Zuschauer keine Massen waren, die etwas kaufen wollten.
Zum Spiel: Öhm… im Vorfeld war eine Menge über Hamburgs derzeit besten Torjäger Benjamin Bambur und das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein – dem SCV – geredet wurden. Wie man sieht, passiert ist nichts. Ihm gelang es zwar, einige gefährliche Chancen herauszuspielen, aber für einen Torerfolg hat es nicht gereicht. Auch Abou Khalil, Ex-Victorianer, kickt ja mittlerweile bei Cordi. Wenn es allerdings nach unserem Stadionsprecher Peter gegangen wäre, hätte Vicky im Nachgang der Partie die drei Punkte am grünen Tisch zugesprochen bekommen müssen – denn mehrfach wurde „Abouuuuuu“ während der Partie ein- oder ausgewechselt. So viele Zwillingsbrüder hat er doch nun auch nicht… Tore hat er übrigens auch keine geschossen.
Nach einem munteren Hin und Her während der zweiten Hälfte entschieden beide Teams, dass eine Punkteteilung offenbar völlig ausreichend ist und es blieb beim 0:0. Letztlich auch nicht weiter tragisch, denn der Ausgang dieser Saison könnte zumindest für den SCV nicht egaler sein. Zwar redet der Trainer immer wieder von der Meisterschaft, aber was soll er auch anderes sagen? „Ist mir total egal, ob wir Erster und Sechster werden“?! Wohl kaum.
In der Kurve wurde heute auch weitestgehend gechillt und geschnackt – wozu auch großen Heckmeck machen, es gab ja keinen Anlass. Ein paar Schlachtrufe reichen doch da aus, um zu zeigen, dass man da ist.
Freitag, 26. Februar 2016
Oberliga, 22. Spieltag: SC Victoria Hamburg – SV Lurup 9:0 (2:0)
Stadion Hoheluft, 127 Zuschauer
Eine klare Nummer sollte es werden, so
viel stand schon im Vorfeld fest. Ob das nun der Grund war oder ob es
einfach an den Umständen lag: Die Partie am kalten Freitagabend zog
nicht gerade viele Zuschauer an. Das machte sich auch bei uns
bemerkbar, weshalb es bis auf ein paar Schlachtrufe auch keinen
geordneten Support gab. Schließlich musste man sich zumindest
innerlich aufwärmen, indem ordentlich Gerstenschorle gekippt wurde.
Außerdem muss man auch ehrlich sagen, dass die letzten Auftritte des
Teams nicht dazu animiert hatten, sich ein Bein auszureißen. Einige
unkten vor dem Spiel gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten gar,
dass es heute eine Blamage in Form eines Unentschiedens – oder gar
einer Niederlage – geben könnte.
Nach drei Minuten sah es dann
zugegebenermaßen nicht mehr so danach aus, denn Tarek Abdalla aus
unserer A-Jugend netzte zum 1:0 ein. Die halbe Stunde, die darauf
folgte, hätte aber auch echt gut in jedes Gruselkabinett gepasst,
denn Vicky zeigte eindrucksvoll, wie man es nicht macht: Abseits,
vertändelte Bälle, unsaubere Pässe, usw. sorgten für ziemliche
Ernüchterung. Kein Wunder, dass da keine Tore fielen! Allerdings
half das den überforderten Lurupern auch kein Stück. Über die
Mittellinie kamen sie nicht mal bei Torabschlägen, denn ihr Torwart
schaffte es einfach nicht, den Ball so weit zu werfen. Teilweise
taten einem die Jungs schon Leid, auch wenn der SCV sich zunächst
noch gnädig zeigte.
Kurz vor der Pause setzte Sergej Schulz
dem schlimmen Treiben der Blau-Gelben dann aber ein Ende und
markierte nach Zuspiel von Marius Ebbers das 2:0. Im Nachgang kam der
SVL tatsächlich zu so etwas wie einer Chance, aber Kevin Ralfs hielt
seinen Kasten sauber.
Nach dem Seitenwechsel mit drei
Auswechslungen kam dann etwas mehr Schwung in die Bude. Wieder war es
Schulz, der zunächst mit einem direkt verwandelten Freistoß ein Tor
erzielte, bevor er sich für die Vorlage aus HZ1 bei Ebbers bedankte
und nun seinerseits auflegte. Schulz erzielte in der 70. Minute noch
seinen dritten Treffer, ehe die Zeit von Marcel Rodrigues begann, der
auch noch drei Treffer, darunter ein Elfmeter, erzielte. In der
Nachspielzeit leistete er es sich noch den Fauxpas, einen weiteren
Elfer zu verschießen und verhinderte so das zweistellige Ergebnis.
Vincent Boock hatte zwischenzeitlich auch noch ein Tor beigesteuert,
sodass es am Ende 9:0 hieß.
Standesgemäß ist es dann also
geworden, trotzdem darf man sich schon die Frage stellen, wie viele
Tore wohl gefallen wären, wenn sich Vicky in der ersten Hälfte
nicht so doof angestellt hätte. Das durchschnittliche Ergebnis von
6,3 Gegentreffern für Lurup pro Spiel konnte Blau-Gelb dann aber
immerhin leicht übertreffen.
Über den Sinn und Unsinn dieses Teams
in unserer Liga ist bereits genug diskutiert worden, deshalb belassen
wir es mal dabei. Lurup gilt es zugute zu halten, dass sie nicht
durch böse Fouls oder Meckereien auffielen – auch wenn sie sich
dafür nichts kaufen können.
Freitag, 19. Februar 2016
Oberliga Hamburg, 21. Spieltag: FC Süderelbe – SC Victoria 2:1 (1:0)
Kiesbarg, 150 Zuschauer
Klammheimlich – oder besser gesagt:
relativ unbeobachtet – hatte sich der FC Süderelbe in der Tabelle
auf den Platz hinter dem SCV vorgearbeitet. Klar, die Tabelle ist
momentan arg schief, weil wegen Wetter und so, aber das schmälert
nicht die Leistung, die hinter dieser Arbeit steckt. Andere
Traditionsvereine in der Liga würden aktuell von diesem
Tabellenplatz träumen (Hallo Derbygegner!).
Anyway, es gab da ja auch noch ein
Hühnchen zu rupfen mit Süderelbe – sowohl auf dem Platz als auch
daneben. Wir erinnern uns alle an das Hickhack, das es am letzten
Spieltag der vergangenen Saison um dieses Spiel gegeben hatte.
Seitdem hat sich aber einiges verändert – Süderelbe hat gebaut
und sich eine schnuckelige kleine Tribüne auf die Gegengerade
gezimmert. Nett! Können wir sowas über dem C-Block auch bitte
bekommen?
Der Haufen Vickyfans trudelte dann nach
und nach auf eben jener Tribüne ein und frönte fröhlich dem
Gerstensaft, während unsere Spieler auf dem Platz auch irgendetwas
frönten – Fußball war es jedoch nicht. Zwar konnte man sich
zunächst noch einige Chancen herausarbeiten, allerdings blieben die
alle entweder im Gebälk oder den Armen des gegnerischen Torwarts
hängen. Unschön. Und irgendwie kennt man es ja auch: Wenn du vorne
keine Tore machst, kassierst du sie hinten. Kurz vor der Pause trat
sich unsere Abwehr gegenseitig auf den Füßen rum und zack… stand
es 1:0 für die Gastgeber.
Kurz nach Wiederanpfiff kam es noch
dicker: Mirco Bergmann besorgte das 2:0 und Vicky schaute dumm
hinterher. Dem „alten Mann“ im Vickydress, Marius Ebbers, gelang
zwar noch der Anschlusstreffer, aber auch in den 26 Minuten, die dann
noch zu spielen waren, schaffte es der SCV nicht, zumindest noch ein
Unentschieden rauszuholen. Wäre auch unverdient gewesen.
Revanche auf dem Spielfeld also schon
mal nicht geglückt. Und drumrum? „Wes' Geistes Kind ich bin“
zeigte sich, als sich die Ordner der Gastgeber in der zweiten
Halbzeit weigerten, ein Trüppchen Nachzügler ins Stadion zu lassen.
Natürlich ist kostenfreier Eintritt in der zweiten Halbzeit eine
Frage der Kulanz, aber wer selbst in der 80. Minute noch den vollen
Preis haben will, der hat doch den Schuss nicht gehört. Zumal es
sich dabei um reine Willkür gegenüber den Vicky-Fans gehandelt hat.
Die drehten den Spieß dann jedoch um, nutzten die natürlichen
Gegebenheiten und schauten eben von drüben „vom Berg“ aus zu. So
ein paar Wechselgesänge sind ja auch mal nett. ;-)
Dass es die Einheimischen dabei aber
nicht belassen wollten, zeigte sich dann am Ausgang, als es sofort
verbale und fast auch handgreifliche Entgleisungen setzte, weil ein
Victorianer nach Meinung eines Ordners „nicht schnell genug“ raus
gegangen war – mit Mühe und Not wurde er von zwei Kollegen in Zaum
gehalten. Super sympathische Truppe da unten, wo einige Menschen
meinen, nur weil sie ein gelbes Leibchen tragen, dass sie auf einer
Ebene mit der vom Staat eingesetzten Schutzmacht stehen. Da darf man
sich dann auch nicht wundern, wenn in Deutschland wieder Bürgerwehren
marschieren...
Dienstag, 16. Februar 2016
Testspiel: SC Victoria – Meiendorfer SV 5:4 (2:0)
Area 52, 30 Zuschauer
Wenn das Spiel nicht schon vor der
Niederlage angesetzt worden wäre, hätte man meinen können, dass
dieser Test gegen einen Oberligisten die Position eines
Straftrainings eingenommen hat. Wäre ja auch mal was anderes als der
Waldlauf durchs Niendorfer Gehege…
So trafen sich zwei ganz hartgesottene
Kaoten am kalten Dienstagabend, um zu schauen, ob der SCV denn aus
der Niederlage gelernt hatte.
Jo, hatte er – zumindest bis zur 61.
Minute. Bis dahin schossen die Blau-Gelben sich einen netten
Vorsprung von 4:0 Toren heraus. Was dann aber in der Zeit zwischen
Minute 67 und 74 geschah, das nennt man wohl gemeinhin das Einreißen
des bereits Aufgebauten mit dem Arsch. Da schaffte man es nämlich,
den 4:0-Vorsprung in ein 4:4 „zu drehen“. Glanzleistung – not…
Schuld daran könnten die vielen Wechsel nach der Pause gewesen sein,
allein – vier Tore in sieben Minuten zu kassieren, sollte auch
unsere Bank zu verhindern wissen.
Das 5:4 in der 81. Minute durch Danial
Jadidi war dann der schmeichelhafte Abschluss unter einen
denkwürdigen Abend. Damit kann und darf aber nun wirklich niemand
zufrieden gewesen sein!
Samstag, 13. Februar 2016
Bezirksliga Nord, 19. Spieltag: Glashütter SV – SC Victoria II 0:0
Poppenbütteler Straße (Grand), 70 Zuschauer
Unsere Zweite kommt in dieser Saison
aus vielerlei Gründen leider oftmals etwas kurz. Nun ergab sich aber
die Gelegenheit, gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen:
Zweite gucken UND einen neuen Ground machen! Da freut sich doch das
Hopperherz, wenn man endlich mal einen weiteren Sportplatz in Hamburg
– oder besser: Norderstedt – bereist hat. Also, ab ins Auto und
nix wie hin. Das Wetter spielte an diesem Samstag auch noch mit und
so ließ sich tatsächlich ab und zu mal die Sonne kurz blicken.
Nachdem sich erst mal am Grillstand
gestärkt wurde, ging es rüber auf den kleinen Hügel, um es sich in
der Nähe von Godys Trainerbank gemütlich zu machen. Die
Ausgangslage des Spiels: Glashütte war aktuell Tabellenführer, der
SCV II auf Platz 5 aber nur mit wenigen Punkten Rückstand. Überhaupt
ist das alles ganz schön eng da oben. Jeder Punkt war
dementsprechend besonders wichtig. Allerdings wussten das auch die
Gastgeber und so wurde gefightet bis zum Umfallen. Der Grandplatz
ließ natürlich kein besonders schönen Spiel zu, aber beide Seiten
wollten nicht locker lassen. Tore sprangen dabei jedoch nicht raus
und man hätte wohl auch noch eine Stunde länger spielen können, am
Ergebnis hätte das auch nichts verändert. Ein „Leistungsgerechtes
Unentschieden“, wie es dann hinterher immer so schön heißt. Und
ein neuer Ground noch obendrauf!
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