Donnerstag, 26. Juli 2018

Testspiel Damen: SC Victoria Hamburg – FC St. Pauli 1:7 (0:4)


Sportplatz Gärtnerstraße (KRP), 30 Zuschauer

Endlich konnte ich den Sportplatz an der Gärtnerstraße kreuzen. Als Kunstrasen besteht der Platz, der sich zwischen dem Eppendorfer Weg und der Gärtnerstraße befindet, nun schon seit zwei (?) Jahren, allerdings gab es bisher für mich nicht die Möglichkeit, dort ein Spiel zu sehen, da der Platz hauptsächlich als Trainingsplatz für die Victoria-Jugend genutzt wird.
Heute war es dann aber endlich soweit. Das 1. Frauenteam des SC Victoria testete gegen das 1. Frauenteam des FC St. Pauli. Oberliga gegen Regionalliga. Und das sah man dann auch auf dem Platz: Vicky war quasi chancenlos und lag zur Halbzeit bereits mit 0:4 hinten. In der zweiten Halbzeit folgte dann die totale Demontage, sodass das Spiel mit 1:7 Toren für den FC St. Pauli doch sehr deutlich endete.
Die Gäste hatten auch ein paar Fans im Gepäck. “Die üblichen Verdächtigen” waren mit Zaunfahne anwesend und machten sich nach jedem Tor auch akustisch bemerkbar.
Der Sportplatz ist eher von der Sorte “gemacht werden muss”. Ein eingezäunter Kunstrasen ohne Schnickschnack, umgeben von Wohnhäusern und der Grundschule Hoheluft. Auffällig sind nur die vielen kleinen Häuschen rund um den Platz, in denen sich Treppen zur unter dem Platz liegenden Tiefgarage befinden. Die Umkleidekabinen befinden sich im Keller eines bewohnten Hauses neben dem Platz.

Sonntag, 22. Juli 2018

Oddset-Pokal, 1. Runde: Cosmos Wedel – SC Victoria Hamburg 1:8 (0:3)


Sportplatz Schulauer Straße 2 (KRP), Wedel, 100 Zuschauer

Die erste Runde im Pokal bietet traditionell ja oft Fahrten zu kleinen Gegnern. Am besten natürlich zu Gegnern, wo sich die Hopper unter uns freuen, weil sie da noch nie gewesen sind. So auch in diesem Fall, denn ein Teil der Crew hat es in Wedel bislang nur ins Elbestadion zum großen Bruder beim Wedeler TSV geschafft. Also schon mal ein gutes Los, auch wenn die Anstoßzeit an diesem sonnigen Sonntagmorgen mit 12:30 Uhr fast ein bisschen früh angesetzt war. Zu früh für einen Teil der Leute, die es nicht rechtzeitig zum Anpfiff zum Platz schafften – aber Traditionen muss man ja auch wahren, nicht wahr? Zu der Viertelstunde, die man ohnehin schon zu spät war, kam dann auch die übliche eigene Blödheit, weil in dem Gewirr mit den drei Plätzen auf einem Haufen auch erst mal der richtige gefunden werden muss…
Das „Refugees Welcome“-Banner wies zumindest schon mal auf einen coolen kleinen Club hin, der sich unterdessen auf dem Plastikgeläuf auch kräftig gegen den SCV wehrte, allerdings am Ende chancenlos blieb. Das Endergebnis hätte durchaus noch viel höher als 1:8 ausfallen können, wobei das schönste Tor des Tages dem Heimteam vorbehalten war. Nicht nur weil der Underdog tatsächlich traf, sondern weil es einfach ein sehenswerter Schuss war!
Was auch erwähnenswert ist: Die Verpflegung, denn die war günstig und lecker! Eben ganz so, wie man es sich in den ersten Pokalrunden erhofft. Ein Hoch auf die kleinen Vereine!

Freitag, 11. Mai 2018

Oberliga Hamburg, 33. Spieltag: SC Victoria Hamburg – SC Vorwärts-Wacker Billstedt 7:0 (4:0)


Stadion Hoheluft, 203 Zuschauer

Vorletztes Spiel der Saison gegen den abgeschlagenen feststehenden Absteiger aus Billstedt. Klingt erst mal nicht nach einem Kick, den viele Leute sehen wollen würden. Mit 203 ist die Zuschauerzahl auch sicherlich nicht so hoch wie gewünscht, verständlich ist es aber durchaus, dass nicht allzu viele Interessierte ihren Weg an die Hoheluft fanden. Bis auf wenige Ausnahmen schafften es aber immerhin die üblichen Gestalten es zuverlässig in den Block und durften diesem von Anfang an klaren Ding beiwohnen. Es ist wirklich immer wieder schön zu sehen, dass inzwischen Menschen aus ganz unterschiedlichen Ecken im C-Block abhängen und sich die kleine, aber feine Fanszene Victoria stets weiter entwickelt, auch ohne Dauergesang und so. Davon haben wir vor zehn Jahren geträumt und es macht sicherlich ein wenig stolz, seinen Beitrag dazu geleistet zu haben.
Wie am Ergebnis bereits zu sehen ist, war das heute eine einseitige Angelegenheit. Kaum vorstellbar, dass man gegen die selbe Truppe noch vor knapp einem halben Jahr verlor! So war es aber und so schmeckte die Rache für diese unnötige Niederlage doppelt so gut. Dass hier nichts anbrennen würde, machte Blau-Gelb bereits in den ersten 20 Minuten deutlich. Ernst nach zwei und Scharkowski mit seinem ersten von insgesamt vier Treffern an diesem Abend nach 18 Zeigerumdrehungen sorgten früh für klare Verhältnisse. Billstedt in Gedanken schon in der Sommerpause, sodass wie erwähnt insgesamt vier Mal Scharkowski, Petzschke und von Appen den auch in der Höhe verdienten Endstand besorgten. Spannender wird es wahrscheinlich heute gegen Teutonia werden, schließlich geht’s ja noch um die Vizemeisterschaft. Natürlich nicht der ersehnte Titel, andererseits wäre es ja schön, überhaupt mal wieder einen Titel einzufahren...

Freitag, 4. Mai 2018

Oberliga Hamburg, 32. Spieltag: SC Victoria - VfL Pinneberg 5:1 (2:0)


Stadion Hoheluft, 230 Zuschauer

Knapp eine Woche ist das Spiel nun her – aber irgendwie ist kaum was hängen geblieben von der Partie. Diese Lethargie im Kopf in Bezug auf Fußball wird so kurz vor der Sommerpause auch immer größer...
Was hängen geblieben ist: Man hatte an diesem Freitag noch immer das verkorkste Spiel gegen Rugenbergen aus der Vorwoche im Kopf, ein Spiel, das man nicht unbedingt hätte verlieren müssen. Würde das gegen den VfL diese Woche wieder so werden? Ist der Akku leer, jetzt, wo Dassendorf auch ganz offiziell Meister ist? Spielt das für die Spieler eigentlich überhaupt ein Rolle?
Anyway, vor dem Spiel galt es zunächst einmal mehr, diverse Hopper zu betüddeln. Dieses Mal war eine größere Gruppe aus Finnland dabei – und wohl nicht das erste Mal! Coole Sache, sie erzählten, dass sie schon das vierte Mal in Hamburg waren, um den SCV spielen zu sehen.
Immerhin bekamen sie einen SCV zu sehen, der wieder engagiert dabei war. Alles gut, erstes Aufatmen. In der 14. Minute eröffnete Felix Schuhmann den Torreigen mit dem 1:0, kurt darauf gefolgt von Yannick Petzschke mit dem 2:0. Die schwachen Pinneberger hatten nicht viel zu melden, es wirkte teilweise so, als ob die Mannschaft schon in Auflösung inbegriffen wäre. Da soll ja angeblich auch in der Realität etwas dran sein, das Team wird in der kommenden Saison zwar weiterhin in der Oberliga Fußball spielen, aber mit neuem Trainer und neuen Spielern.
Bis zur Pause nutzte Vicky seine zahlreichen Chancen aber nicht, erst in Halbzeit 2 erhöhten Nick Scharkowski mit einem Doppelpack und Tom Wohlers auf insgesamt 5:0. Pinneberg blieb nur der Ehrentreffer eine Viertelstunde vor Schluss, mehr war aber auch nicht drin. Vickys Spieler auch etwas angefressen über die Tatsache, dass dieses Tor überhaupt gelang.
Nach einer erneuten Machtdemonstration gegen einen schwachen Gegner zementierte Vicky den zweiten Tabellenplatz und alle gingen froh nach Hause. Oder in die Klause. Oder so...

Freitag, 27. April 2018

Oberliga Hamburg, 31. Spieltag: SC Victoria Hamburg – SV Rugenbergen 3:4 (2:3)


Stadion Hoheluft, 236 Zuschauer

Manchmal gibt es so Tage, da ahnt man einfach, dass es ein böses Ende nehmen wird. Eine Niederlage war irgendwie überfällig, zu rund liefen die letzten Partien. Und woher die Mannschaft die Motivation nimmt, fragt man sich ohnehin, denn letztlich spielen wir hier ja schon seit Monaten um die goldene Ananas.
Bei uns in der Kurve machte sich das schon vor Anpfiff bemerkbar: Während einige zum Hoppen in Schweden weilten, hatten andere keine Lust oder keinen Freigang, sodass nur ein recht trauriger Haufen in C-Block zu sehen war.
Entschädigung bot zumindest das Spiel, denn nach acht Minuten lag der SCV bereits mit 2:0 in Front. Passt schon, dann kann man sich ja der gepflegten Unterhaltung zuwenden! Und so muss der Autor dieser Zeilen gestehen, dass er den ersten Treffer von Rugenbergen gar nicht so im Blick hatte. Naja, ein Tor kann man ja mal kassieren. Und dann noch eins und dann noch eins. Und plötzlich steht es zur Pause 2:3. #schockschwerenot! Was‘n da los? Vicky zur Pause zurück, das ist schon… ähm… Wochen, wenn nicht gar Monate her! Ich bin zu faul zum Nachschlagen, aber wahrscheinlich war es gegen Dassendorf.
Und wie auch gegen Dasse, die übrigens an diesem Freitag zeitgleich Meister wurden und sich mit HSV-Fans prügelten (geiler Liveticker btw!), reichte es am Ende auch gegen Rugenbergen nicht mehr für einen Sieg. Das lag zum einen daran, dass Rugenbergen zunächst noch einen oben drauf legte und das 2:4 erzielte. Zum anderen kam der Anschlusstreffer von Vicky erst in der Schlussminute und damit eindeutig zu spät.
Drei Punkte hergeschenkt, denn ohne Rugenbergen kleinreden zu wollen, aber das hätte man nun echt nicht verlieren müssen. Aber gut, etwas Demut ist ja nicht verkehrt (gell, Dasse?!) und so gönnen wir auch unserem Gegner drei Punkte. Manchmal zumindest.

Freitag, 20. April 2018

Oberliga Hamburg, 30. Spieltag: SC Victoria Hamburg – TSV Sasel 3:0 (2:0)


Stadion Hoheluft, 295 Zuschauer

Na, habt ihr schon genug von den ganzen Heimspielen? So schön unser Stadion und so praktisch der Freitagabend als Termin auch ist, so langsam aber sicher dürfte es für den einen oder anderen sicherlich auch mal wieder ein Auswärtsspiel sein. Das ist aber erst nächste Saison wieder dran und bis dahin gibt‘s halt Woche für Woche die gleiche Routine: Durch den Freitagnachmittagsverkehr kämpfen, Container bemannen, Spiel gucken und über drei Punkte freuen. Die Leistungen unserer Mannschaft erinnern tatsächlich an längst vergangene Zeiten, in denen der SCV den Hamburger Amateurfußball auf geradezu bayaresque Art und Weise dominierte (die paar Flecken auf der weißen Rückrunden-Weste verdrängen wir an dieser Stelle einfach mal erfolgreich, ok?).
Am heutigen Freitag kam nun Sasel an die Hoheluft. Vom Namen her zunächst in die Kategorie „easy peasy“ eingeordnet, verriet ein Blick auf die Tabelle allerdings, dass die Jungs von Coach Zankl sich in dieser Spielzeit mehr als beachtlich schlagen. Sollte es also eventuell doch noch ein enges Spiel werden? Wie am Ergebnis abzulesen ist, wurde es das nicht wirklich. Das hat auch damit zu tun, dass die Gäste eigentlich erst in den zweiten 45 Minuten mit dem Fußballspielen anfingen. In der ersten Halbzeit hatte Vicky keine Mühe, sich Chancen herauszuspielen, von denen zwei auch genutzt wurden. Nach einer knappen Viertelstunde schraubte Nick Scharkowski sein Torekonto weiter nach oben, kurz vor der Halbzeit erhöhte Kohpeiß.
Dass sich Blau-Gelb schon zur Pause einen beruhigenden Vorsprung erspielt hatte, stellte sich als äußerst notwendig heraus. Denn wie bereits erwähnt muckten die Gäste vom Parkweg nach dem Seitenwechsel auf und bildeten sich plötzlich ein, mitspielen zu wollen. Sasel erspielte sich eine optische Überlegenheit, nutzte aber seine Chancen nicht: Die beiden ehemaligen Victorianer Neumann-Schirmbek und Yannis Büge scheiterten, während die Hausherren eine der wenigen Chancen des zweiten Abschnitts in Person von abermals Scharkowski nach einer knappen Stunde nutzten. Danach war die Messe gelesen, zumindest gelang es Sasel nicht komplett unter die Räder zu kommen.
Es bleibt festzuhalten, dass Victoria in dieser Form Spaß macht und nächste Saison ja vielleicht sogar tatsächlich mal wieder ernsthaft um die Meisterschaft mitspielen kann. Der ein oder andere angekündigte Neuzugang klingt zumindest schon einmal nach Angriff auf Dassendorf und ein spannendes Meisterschaftsrennen wäre auch sicherlich nicht verkehrt für den Hamburger Amateurfußball (Random-LOL übrigens für den Teutonia-Plan an der Sternschanze spielen zu wollen, alles Frisöre (Zitat Ende)!)

Freitag, 13. April 2018

Oberliga Hamburg, 29. Spieltag: SC Victoria Hamburg – FC Süderelbe 5:0 (3:0)


Stadion Hoheluft, 250 Zuschauer

OMG, FREITAG DER DREIZEHNTE?!?!11!1!!!!! Ja, da läuft mir doch glatt die schwarze Katze unter der Leiter durch und ich rutsch auf einer Banenenschale aus! Oder so ähnlich. Gemerkt hat man davon wenig bis gar nichts auf dem Spielfeld, denn da wurde diese Partie wider Erwarten zu einer recht deutlichen Angelegenheit. Wider Erwarten deshalb, weil der Gegner doch recht gut in der Tabelle platziert war und bestimmt gegen die ganzen Ex-Trainer und -Spieler besonders motiviert sein sollte.
Vicky allerdings cool und mit äußerster Ruhe. Oder besser: einem äußerst ruhenden Ball per direkt verwandeltem Freistoß zum 1:0 nach acht Minuten. Andre Branco hatte mal wieder gezeigt, wie man das macht. 20 Minuten später erhöhte Yannick Siemsen per Kopf zum 2:0. Und noch mal 10 Minuten später packte Nick Scharkowski noch einen drauf. 3:0 zur Pause also.
Drops gelutscht, Messe gelesen, eigentlich hätte eine Halbzeit gereicht. Aber damit der Bierstand und die Wurstbude noch ein paar mehr Einnahmen verzeichnen konnten, gab es noch eine zweite Halbzeit oben drauf. Süderelbe fand irgendwie immer noch nicht statt, weshalb es nach Luca Ernsts 4:0 noch ein Tor der besonders frechen Sorte zu bestaunen gab: Dennis Bergmann mit einem Lupfer zum 5:0. Autsch!
Die knapp 250 Zuschauer wurden also gut unterhalten und wenn das immer so läuft, könnte jeder Freitag ein Dreizehnter sein!


Freitag, 6. April 2018

Oberliga Hamburg, 28. Spieltag: SC Victoria Hamburg – Hamburger Sport-Verein e.V. I(II) 4:2 (1:0)


Stadion Hoheluft, 457 Zuschauer

Ich habe mir fest vorgenommen, jegliche „Die Dritte vom HSV ist ähnlich schwach wie die Erste und eigentlich könnten sie auch die Rollen tauschen, hihihi“-Witze sein zu lassen, weil ausgelutscht. Daher ganz ohne Frühstücksradiomoderatorenhumor rein in die Beschreibung der Ereignisse am vergangenen Freitag. Um kurz nach halb sieben betrat ein durchaus ansehnlicher Mob in blau-weiß-schwarz das altehrwürdige Stadion Hoheluft und machte es sich auf der Gegengeraden gemütlich. Nachdem es von Teilen des „Erste vom e.V.!“-Anhangs im Hinspiele unschöne verbale Aussetzer gab, blieb die Stimmung an diesem Abend tendenziell eher angespannt. Passiert ist weiter nichts, aber schon das war fast zu viel Aufregung für meine älter werdenden Nerven. #könnenwirnichtalleeinfachFreundesein
Nun denn, der neu gestaltete neue Container öffnete natürlich pünktlich seine Pforten und konnte dann auch gleich mal die scheinbar inzwischen obligatorischen Gäste von der Insel begrüßen. Ob‘s wohl irgendwo ein englischsprachiges Hopper-Forum gibt, in dem das Stadion Hoheluft (natürlich vollkommen zurecht!) als Geheimtipp gefeiert wird? Sei‘s drum, jedenfalls immer wieder schön, Gäste von überall her im Stadion zu haben!
Auch bedingt durch die relativ hohe Kader-Fluktuation der letzten Jahre beim SCV finden sich gefühlt bei jedem Gegner ehemalige Victorianer. Bei manchem, wie Cordi, treten sie sogar gesammelt auf, ebenso auch beim HSV III. Nicht nur, dass mit Marcus Rabenhorst unser ehemaliger Kapitän auf der Trainerbank sitzt, mit Torben Wacker und dem heimlichen Publikumsliebling Jerry Sampaney kicken auch zwei ehemals blau-gelb tragende Jungs in Norderstedt.
Diese mussten vergangenen Freitag aber mit ansehen, wie die Hausherren ziemlich gut in die Partie kamen und sich gute Chancen erspielten. Nach gut 20 Minuten gelang es Kohpeiß, eine dieser Gelegenheiten zu verwerten und das Ganze drohte seinen fast schon erwarteten Lauf zu nehmen. Bis zur Halbzeit fielen aber keine weiteren Tore mehr, eigentlich zu wenig für eine derart überzeugende Vorstellung über weite Strecken des ersten Spielabschnitts.
Der zweite begann dann gleich mal mit einer kalten Dusche, nach zwei gespielten Minuten kam tatsächlich der HSV zum Ausgleich. Ganz schwaches Abwehrverhalten in dieser Situation und komplett unnötig.
Bevor es aber so richtig nervig spannend werden konnte, erhöhte Kohpeiß auf 2:1 und stellte den alten Abstand verdientermaßen wieder her. Sechs Minuten später konnte unser Top-Torjäger Scharkowski das dritte blau-gelbe Tor des Abends erzielen und das Ding schien durch. Zumindest unbewusst dachten sich das wohl auch unsere Spieler, denn die stellten das Fußballspielen zum guten Teil ein. Das Spiel plätscherte vor sich hin, die Gäste konnten nicht, wir wollten nicht so recht. Bis dann in der 82. Minute der 3:2-Anschlusstreffer fiel und es plötzlich noch einmal spannend zu werden drohte. Auch und vor allem aus Sicht meines Nervenkostüms glücklicherweise wachte Vicky jetzt aber wieder auf und der eingewechselte Wohlers erzielte drei Minuten vor Schluss das 4:2.
Insgesamt ein mehr als verdienter Sieg, der aber spannender daher kam, als es hätte sein müssen. Nichtsdestotrotz muss man natürlich mit der Punkteausbeute in diesem Jahr äußerst zufrieden sein, auch wenn es aller Wahrscheinlichkeit nach nur noch um den „Best of the Rest“-Titel geht. Da gilt es Teutonia hinter sich zu lassen und Niendorf zu überholen, was beides machbar sein dürfte. Nach der neuerlichen Kaderumstrukturierung und der damit verbundenen Kostenreduzierung ist es durchaus beeindruckend, was Jean-Pierre Richter & Co hier Woche für Woche fußballerisch wieder auf die Beine stellen. Und wer weiß, vielleicht verlieren sie ja auf dem Dorf irgendwann doch die Lust auf Serienmeisterschaften und wir können wieder einen spannenden Kampf um die Meisterschaft mitverfolgen? Bis dahin begnügen wir uns aber mit dem Kampf um den Vize-Titel, das ist doch allemal besser als im Mittelfeld vor sich hin zu dümpeln.

Donnerstag, 29. März 2018

Oberliga Hamburg, 27. Spieltag: SC Victoria Hamburg – HSV Barmbek-Uhlenhorst 2:1 (1:1)


Stadion Hoheluft, zu wenig Zuschauer

Ja, nein, ja, nein, ja, nein… Findet das Spiel nun statt? Das blieb relativ lange relativ unklar. Der Grund? Der Wettergott schlug in der Nacht vor dem Gründonnerstag noch einmal zu und überzog Hamburg mit einer weißen Schneeschicht – nur um dann dafür zu sorgen, dass im Lauf des Tages ein Großteil davon wieder wegschmolz. Letztlich sollte final also der Schiedsrichter das letzte Wort haben und der entschied auf Anstoß. Trotzdem war dieses Hin und Her im Vorfeld so einem Spiel unwürdig und hat letztlich auch einiges an Zuschauer gekostet. Immerhin ist Karfreitag Feiertag und so hätte man bei so einer Partie durchaus von ein paar mehr Nasen ausgehen können als üblich. Zumal mit BU auch noch ein Traditionsverein mit eigener Fanszene vorbeischaute.
Nun ja, letztlich fand das Spiel also statt, die Spielqualität ließ natürlich aber aufgrund des doch recht seifigen Untergrunds einiges zu wünschen übrig. Jubeln durfte der SCV trotzdem nach bereits 12 Minuten, als Nick Scharkowski das 1:0 erzielte. In der Folge ruhte Vicky sich allerdings zu sehr auf diesem knappen Untergrund aus und ließ sich mehr und mehr das Spiel aus der Hand nehmen. Quasi mit Ankündigung gelang BU kurz vor der Pause folgerichtig der Ausgleich.
Die Halbzeit kam daher allen Beteiligten mehr als gelegen – die Zuschauer konnten sich etwas aufwärmen und Johnny konnte seinen Jungs ein paar Takte erzählen. Was auch immer er ihnen gesagt hat, zeigte dann auch recht schnell Wirkung, denn Klaas Kohpeiß erhöhte in Minute 64 auf 2:1. Den Rest der Partie verwaltete Vicky das Spiel und trotz der Feststellung der BU-Fans, dass „Vicky nervös ist, reichte es doch für einen knappen, etwas glücklichen Sieg.
Im Anschluss ging es für die Vicky-Fans in die heimische Klause, in der noch das ein oder andere wärmende Getränk mit vielen Umdrehungen zu sich genommen wurde. Frohe Ostern!


Freitag, 23. März 2018

Oberliga, 26. Spieltag: SC Victoria – SC Condor 3:0 (1:0)


Stadion Hoheluft, 169 Zuschauer

„Scheiß SC Condor!“ Der Satz aus der Humba im letzten Jahr ist mittlerweile legendär – warum auch immer. Eigentlich haben wir ja alle gar nichts gegen die Raubvögel aus Farmsen, solange sie die Punkte brav bei uns lassen! So wie letzte Woche...
Auch wenn die Zuschauerzahl insgesamt wieder etwas dürftig war, war immerhin die Kurve wieder gut gefüllt, das ist ja auch die Hauptsache. Und – mittlerweile schon traditionell: Es gab wieder englische Besucher im Stadion zu begrüßen. Ich glaube, es gab 2018 noch nicht eine Partie, bei der keine englischen Hopper anwesend waren. Thank you, guys! Unterdessen ist unser Vicky-Schal mit HipHopping Yorkshire (mal bei Twitter nach ihm suchen) weiterhin in den Stadien auf der Insel unterwegs. Sogar ins britische Fernsehen hat er es schon geschafft.
Aber zurück zum Hamburger Amateurfußball. Eine halbe Stunde lang gab es ein interessantes Duell auf Augenhöhe zu sehen mit Torchancen auf beiden Seiten. Dann folgte etwas, dass in der Kurven bei uns keiner so richtig mitbekommen hate, da sich das Geschehen auf der anderen Stadionaseite abspielte: Marc Lange sah die gelb-rote Karte. Weder die Karte noch das Verlassen des Spielfeldes seinerseits wurde bei uns registriert. Erst in Halbzeit 2 zählte jemand die Spieler durch und fragte erstaunt, warum wir einer weniger sind. Bis dato stand es allerdings schon 2:0 für den SCV! Offenbar diente der Platzverweis als Knotenlöser, denn noch vor der Pause erzielte Andre Branco das 1:0. Von dem Tor gibt es übrigens bewegte Bilder im Netz. Sieht schon geil aus, wie die Blau-Gelben sich erst durch die Reihen der gegnerischen Spieler tanzen und Branco dann trocken aus ca. 25 Metern abzieht und das Ding reinmacht. Das ist mindestens mal Tor des Monats, jawoll!
Nil von Appen erhöhte in der 52. Minute dann auf 2:0 und Nick Scharkowski setzte achte Minuten später den Deckel drauf. 3:0, aus die Maus! Darauf erst mal ein Bier!