Freitag, 13. September 2019

Oberliga, 8. Spieltag: SC Victoria Hamburg – HSV Barmbek-Uhlenhorst 4:2 (1:1)


Stadion Hoheluft, 478 Zuschauer

Heimspiel am Freitagabend! Flutlicht, Bratwurst und Bier! Das wollten sich heute 478 Zuschauer beim blau-gelb-blauen Duell mit Barmbek-Uhlenhorst nicht entgehen lassen. Auch beide Fankurven waren gut gefüllt und natürlich waren auch wieder jede Menge Hopper da. Vielleicht sollten wir doch mal über die Einführung einer Gebühr nachdenken – wir wären mittlerweile steinreich.
Kommen wir nun aber zum sportlichen Highlight – und das hörte an diesem Abend auf den Namen Ian Prescott Claus. Unser Sommerneuzugang war letzte Saison noch bei BU unter Vertrag, wurde dort aber nicht so richtig glücklich. Also schon mal beste Zutaten für eine kleine Revanche. Soll ja häufiger vorkommen – und könnte u.a. die Erfolge von Cordi gegen uns in den letzten Jahren erklären, deren halbe (Ex-)Mannschaft früher mal kurz bei Vicky gespielt hat.
Und auch Claus war offenbar besonders motiviert. Dass er nach seinen Verletzungen immer besser in Form kommt, konnte man bereits in den letzten Partien beobachten, aber nun ging da mal die Luzie ab: Das erste Tor erzielte er in der 12. Minute nach schöner Vorlage von Julian Schmid. In der Folgezeit drehte allerdings erst mal BU auf und setzte den SCV immer wieder unter Druck. Einmal mehr hielt uns Torhüter Dennis Lohmann im Spiel, der erneut mit Glanzparaden zu brillieren wusste. Das ging aber nur bis zur 40. Minute gut, wo BU dann doch den Ausgleich erzielen konnte. Psychologisch schlechter Zeitpunkt und so…
Nach der Pause kam es dann aber noch dicker, denn BU gelang in der 48. Minute sogar die Führung. Schöne Scheiße, so war das aber nicht gedacht! Aber die Barmbeker hatten die Rechnung ohne den SCV gemacht. Postwendend erzielte Dennis Bergmann den 2:2-Ausgleich. Quasi der neustart für das Spiel. Denn nun kam Claus: Als es in der 55. Minute Elfmeter für den SCV gab, verzichtete Dennis Bergmann als designierter Schütze und ließ Claus den Vortritt. Der bedankte sich mit 3:2 für die wahren Blau-Gelben. Da ging doch aber noch mehr? Jo, nur zehn Minuten später erhöhte er nochmals auf 4:2, was letztlich auch der Endstand war. BU erholte sich von diesem Knockout nicht mehr, der SCV machte auch keine großen Anstalten mehr, noch eins drauf zu setzen, aber bitte. Reicht ja auch so!
Claus war hinterher überglücklich, als er zum Abklatschen in die Fankurve kam und hat den absolut sympathischen Eindruck, den er schon bei seiner Vorstellung gemacht hat, einmal mehr bestätigt! Weiter so!

Sonntag, 8. September 2019

Oberliga, 7. Spieltag: FC Teutonia 05 – SC Victoria 2:2 (1:1)


Kreuzkirche, 150 Zuschauer

Sommer, Sonne, Fußball. Unter diesem Motto stand der Ausflug zur Kreuzkirche an diesem schönen Septembertag. Und um dem ganzen noch eine persönliche Note zu geben: Es ist tatsächlich das erste Mal, dass dieser Schreiberling bei Teutonia auf Kunstrasen zu Gast war. Die letzten Besuche fanden noch statt, als die Kreuzkirche noch ein Grandplatz war – und die Mannschaft bei Weitem nicht in der Oberliga spielte! Ist also schon ein paar Jahre her. Warum man heutzutage auf so einem Platz in der Regionalliga spielen dürfte (noch im Konjunktiv), ist mir allerdings ein Rätsel. Aber so weit sind wir ja nun zum Glück auch noch nicht.
Kommen wir zum Sportlichen: Spitzenspiel der Oberliga! Also Dritter gegen Fünfter, auch wenn man nach sechs Spielen mit diesen Ausdrücken noch vorsichtig sein sollte. Aber da beide Teams auch den Anspruch haben, bis zum Ende da oben mitzuspielen, versprach es auf jeden Fall, spannend zu werden.
Und das wurde es dann tatsächlich auch. Allerdings nicht unbedingt auf Grund der vielen Torraumszenen, denn davon gab es zunächst nicht so viele. Es dauerte einen Moment, bis beide Teams mit Beschnuppern fertig waren – und dann sorgte vor allem Teutonia immer wieder für Gefahr. Wieder einmal müssen wir uns bei unserem Torwart Dennis Lohmann bedanken, der teils mit artistischen Einlagen die Null hielt. Handballtorwart allez! Machtlos war er dann allerdings direkt vor der Halbzeitpause, als Teutonia durch Leon Kroiß doch noch der Führungstreffer gelang. Der Schiedsrichter – der hinterher ordentlich von den Hausherren beschimpft wurde – pfiff nun allerdings noch nicht ab, sondern ließ das Spiel weiterlaufen, schließlich war die Nachspielzeit noch nicht durch. Mit dem Resultat, dass Vicky durch den endlich genesenen Julian Schmid noch vor dem Pausenpfiff den Ausgleich erzielte.
Im Laufe der zweiten Halbzeit wurde die Partie ruppiger, beide Teams drängten auf die Führung, die erneut den Gastgebern gelang: In der 62. Miinute erzielte Nick Gutmann das 2:1.
Kurz darauf ging der Ex-Victorianer Vincent Boock etwas übermotiviert zur Sache, denn er schaffte es, sich in einer Szene eine gelbe und gleich im Anschluss die gelb-rote Karte abzuholen. Hitzige Diskussionen folgten, der Schiedsrichter verteilte auch an der Trainerbank gelbe Karten und die Partie stand kurz vor Abbruch. Nein, nicht ganz, aber es ging schon hoch her.
Wer nun aber dachte, dass der SCV aus der Überzahl einen Vorteil schlagen könnte, der wurde getäuscht. Als sich die Vicky-Anhänger aber schon fast mit der Niederlage abgefunden hatten, gelang in der Nachspielzeit aber doch noch der verdiente Ausgleich durch Alexander Borck. Teutonia war damit so gar nicht einverstanden, aber so wurde nun mal entschieden.
Kurzes Fazit: Stil hat man eben – oder auch nicht. Das gilt übrigens für die Offiziellen auf der Trainerbank ebenso wie de Vereinsoffiziellen auf der anderen Seite des Spielfelds. Real Madrid hin oder her...

Freitag, 9. August 2019

Oberliga, 3. Spieltag: WTSV Concordia – SC Victoria 2:1 (2:0)


Sportplatz Bekkamp, 150 Zuschauer

Das hatte man sich doch anders vorgestellt! Der einzige Oberligasportplatz, der fußläufig zu erreichen ist – und dann schüttet es am Freitagabend wie aus Eimern! Allerdings hatte der Schreiberling samt Begleitung ein wenig Glück: Gerade als man am Überlegen war, doch das Auto für die paar Meter zu nehmen, stoppte der Regen, zumindest kurzzeitig. Also nichts wie Beine in die Hand nehmen und ab zum Sportplatz nach Jenfeld, wo man auf den Rest der heute arg dezimierten Meute traf.
Und während am Spielfeldrand mit besorgter Miene Wetterprognosen ausgetauscht wurden, fand auf dem Geläuf ein ordentlicher Schlagabtausch statt. In den letzten Jahren war Cordi zu so etwas wie einer „Resterampe“ von Vicky mutiert, gleich fünf ehemalige Victorianer traten mittlerweile für die Jenfelder gegen den Ball. Nun, davon kann seit dem Sommer aber keine Rede mehr sein, denn alle fünf haben den Verein mittlerweile verlassen. Stattdessen hat man sich dort erneut eine illustre Tretertruppe zusammengesucht und tönt schon wieder von der Regionalliga. Mittlerweile kann man da nur noch mit den Augen rollen. Cordi ist so etwas wie Eintracht Frankfurt der späten 1990er Jahre geworden: Eine launische Diva mit großen Ambitionen, aber wenn es nicht läuft, dann knallt es auch gleich so richtig und innerhalb von ein paar Tagen sind alle wieder weg. Einig ist man sich nur beim Spielstil, der sehr auf die Knochen geht.
Vicky ließ sich davon zunächst aber nicht beirren und versuchte geduldig, sich dem Tor zu nähern, während auf der anderen Seite wütende Attacken folgten. Einige Hochkaräter auf beiden Seiten, die zwingenderen Chancen allerdings stets auf Seite der Concorden. Oha, hätte uns Dennis Lohmeyer nicht ein paar Mal mit Glanzparaden den Arsch gerettet, wäre das Ergebnis schon ganz früh ein anderes gewesen. So aber wähnte man sich schon fast in der Pause, als Cordi in einem Doppelschlag mit 2:0 in Führung ging. Psychologisch ganz ungünstiger Zeitpunkt und passend dazu brach auch gleich der nächste Sturzregen los. Irgendwie war das ein Abend zum Vergessen bislang!
Und auch in HZ 2 sah es zunächst nicht viel besser aus. Bis zu 66. Minute, denn da köpfte Tim-Julian Pahl nach einem Freistoß den Ball wunderschön ins Netz! Jawoll, sollte hier doch noch etwas gehen heute? Cordi steckte allerdings nicht auf und spielte weiter seinen Stiefel runter - zur Not auch mal mit unlauteren Methoden, wie in der 74. Minute, wo es für ein Foul an einem Victorianer eine rote Karte samt Elfmeter gab. Nach heftigen, minutenlangen Protesten durfte dann Vicky auch endlich mal schießen, allerdings gelang es nicht, den Ball im Netz unterzubringen, denn Tobias Braun im Tor der Concorden kickte den Schuss im Stile eines Handballtorwarts einfach mal mit der Fußspitze wieder raus. Es sollte heute einfach nicht sein!
Und so ging es dann nach Abpfiff im strömenden Regen mit hängenden Köpfen heim. Immerhin wissen wir nun, dass der Wettergott Victorianer war…


Freitag, 2. August 2019

Oberliga, 2. Spieltag: SC Victoria – USC Paloma 3:0 (0:0)


Stadion Hoheluft, 250 Zuschauer

Der USC Paloma ist wieder da! Der zweite Platz in der Landesliga Hammonia in der vergangenen Saison hat ausgereicht um wieder aufzusteigen, sodass sich die Liga nun wieder auf einen der wenigen Vereine freuen darf, wo noch am frühen Sonntagmorgen gekickt wird. Yay! ;-)
Erst mal stand aber das Heimspiel an, sodass Gelegenheit war, die neuen Abläufe im Stadion Hoheluft auszutesten. Die Klause wird zur Zeit zwar noch renoviert, aber die neue Wirtsleute sind bereits im vollen Einsatz aus den Buden vor der Tribüne heraus. Allerdings – so viel Kritik muss erlaubt sein – gibt es hier noch Verbesserungsbedarf, vor allem, was die Geschwindigkeit angeht. Es kann nicht sein, dass man fast 20 Minuten für eine Wurst anstehen muss, und zwar nicht, weil die Schlange so unendlich lang ist.
Auf dem Spielfeld hatte man unterdessen nichts verpasst, denn bis zur Pause stand es überraschenderweise noch 0:0. Nach dem doch recht deutlichen Sieg gegen den Aufsteiger aus Tornesch unter der Woche im Pokal hatte man da doch ein bisschen mehr vom eigenen Team erwartet. Aber Paloma stellte sich auch sehr viel besser an und machte gut die Räume zu. Bis zur 61. Spielminute mussten sich die Victorianer letztlich gedulden, bis es Magnus Hartwig gelang, den gegnerischen Torwart zu überwinden und das 1:0 zu erzielen. Felix Schuhmann (79.) und Alexander Borck (84.) erhöhten dann noch zum völlig verdienten 3:0-Endstand.
Einziger Wermutstropfen: Noch in der ersten Halbzeit musste Incheol Choi verletzt ausgewechselt werden, Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, hat er sich einen Außenbandriss zugezogen und fehlt mindestens noch sechs Wochen. Gute Besserung!


Sonntag, 12. Mai 2019

Oberliga Hamburg, 32. Spieltag: FC Teutonia 05 – SC Victoria Hamburg 2:1 (1:1)


Sportplatz Kreuzkirche, 200 Zuschauer

„Unser Hamburg ist blau-gelb“ begrüßte eine Tapete die Spieler am vergangenen Sonntag beim Einlaufen an der Kreuzkirche zu Ottensen. Klare Ansage also, passend zum Endspiel um die Vizemeisterschaft. Nun kann man sagen, dass Zweiter werden auch eine Niederlage ist, aber angesichts der Turbulenzen in dieser Saison und der monetären Diskrepanzen zwischen dem SCV und Vereinen wie Teutonia oder auch Dassendorf wäre ein zweiter Platz hinter dem Meister Altona durchaus als Erfolg zu werten gewesen.
„Wäre“, weil daraus bekanntlich nichts wurde. Teutonia fing sehr dominant an, ohne sich die ganz großen Chancen herausspielen zu können. Vicky nutzte hingegen einen der wenigen Entlastungsangriffe in den ersten Minuten gleich mal zur Führung durch Klaas Kohpeiß nach 11 Minuten.
Hätte diese Führung ein wenig länger Bestand gehabt, wäre an diesem Frühlingsnachmittag sicherlich noch mehr drin gewesen. So aber erhielten die Hausherren knappe fünf Minuten nach der Führung einen berechtigten Elfmeter und der ehemalige Victorianer (laaaaang ist's her) Aytac Erman verwandelte zum 1:1.
Das Spiel verflachte nun ein wenig und hüben wie drüben mangelte es im letzten Pass an der notwendigen Präzision, um sich wirkliche Chancen heraus zu spielen. Etwas leichter wurde die Aufgabe für Victoria, als es ein Teutone fertig brachte, sich innerhalb von zwei Minuten erst eine gelbe und dann die gelb-rote Karte abzuholen. Eine halbe Stunde mit einem Mann mehr, da sollte doch was gehen! Es kam aber anders, nach einem Standard stand Erman wieder goldrichtig und erzielte das 2:1 für die Gastgeber. In der Folge war der SCV stets bemüht und mit etwas Glück wäre zumindest der Ausgleich möglich gewesen. So landete letztlich nur Petzschke einen Volltreffer, als er zehn Minuten vor Schluss seinen Gegenspieler völlig random von hinten umsenste und damit vollkommen verdient verfrüht in die Dusche geschickt wurde.
Es blieb beim 2:1, Teutonia kann sich Vizemeister nennen und leider zog auch Dassendorf in der Tabelle an uns vorbei (punktgleich mit dem um Längen besseren Torverhältnis). Am letzten Spieltag geht es gegen Meiendorf also nur noch darum, mit etwas Schützenhilfe von Curslack doch noch DasDorf hinter uns zu lassen und Dritter zu werden.

Freitag, 3. Mai 2019

Oberliga, 31. Spieltag: SC Victoria Hamburg – SC Condor 7:0 (5:0)


Stadion Hoheluft, 223 Zuschauer

Die Prämisse war bereits vor Anpfiff klar: Während der SCV noch um die Vizemeisterschaft kämpfte, gingen beim SC Condor die Lampen in der Oberliga aus. Die einzige, vielleicht minimale Brisanz bestand in der Tatsache, dass unser aktueller Chefcoach Fabian Boll zuvor beim SCC als Co-Trainer tätig war und dort mehr oder weniger unrühmlich entlassen wurde.
Allerdings kam nach Abpfiff selbst Boll nicht mehr umhin, Mitleid mit seinem Ex-Team zu haben, das zuvor über 90 Minuten lang vom SCV nach allen Regeln der Kunst zerlegt wurde.
Aber: First things first. Das Wetter hatte sich bereits die ganze Woche über launig und wechselhaft gezeigt und wusste mit Temperaturen zu überzeugen, die einem doch glatt die Freunde am Fußball nehmen können. Andererseits wurde uns so ein passendes Argument im Fanshop geliefert, sich auch im Mai noch schnell den neuen Wollschal zuzulegen. Dieses Mal übrigens schlicht im Balkendesign. Wer nun nicht ewig warten möchte, hat also heute noch mal die Gelegenheit, sich vor der neuen Saison einzudecken. ;-)
So, genug der Eigenwerbung. Nachdem in den letzten Partien der Support ganz ordentlich war, wollte es dieses Mal nicht so recht klappen. Zu eindeutig vielleicht auch die Überlegenheit auf dem Rasen, sodass der ein oder andere nicht die Notwendigkeit sah, das Team entsprechend anzufeuern. Vielleicht war es aber auch einfach zu kalt und windig. Bezeichnend, dass erst so richtig Leben in den Block kam, als am Himmel über dem UKE ein Doppelregenbogen auftauchte… Man kann eben auch Erwachsene mit den kleinen Dingen erfreuen!
Auf dem Platz wehrte sich der SC Condor die ersten 25 Minuten mit allem, was da war, gegen die blau-gelbe Übermacht. Ohne die eigene Hälfte des Rasens zu verlassen übrigens. Danach war allerdings Schluss mit lustig, denn in den folgenden 20 Minuten klingelte es insgesamt fünf Mal im Netz des armen SCC-Torhüters. Für die Treffer sorgten Dennis Bergmann (25.), Klaas Kohpeiß (27.), Andre Monteiro Blanco (38.), Alexander Borck (40.) und Felix Schuhmann (45.).
Aus dem 5:0-Pausenstand wurde bis Ende der Partie noch ein 7:0, denn Len Aike Strömer und erneut Klaas Kohpeiß legten noch zwei Tore oben drauf. Mit einem Ergebnis in dieser Deutlichkeit war im Vorfeld dann aber doch nicht gerechnet worden.
Nächste Saison heißt es dann erstmals auf den SC Condor in der Oberliga zu verzichten. Das wird irgendwie komisch sein, wobei: Zumindest den blöden Platz mit Laufbahn in Farmsen wird wohl keiner vermissen!

Sonntag, 28. April 2019

Oberliga Hamburg, 30. Spieltag: SV Rugenbergen – SC Victoria Hamburg 0:4 (0:3)


Sportzentrum Bönningstedt Platz 1, 250 Zuschauer

Irgendwann in diesem Hopping-Marathon am Sonntag machte der Hopper-Tross in Bönningstedt beim SV Rugenbergen halt. Dort hatte sich bereits ein kleiner Haufen aus der Vicky-Fanszene versammelt, während auf der kleinen Tribüne noch eine große Anzahl weitere Victorianer herumlungerte, darunter auch einige unserer verletzten Spieler. Das nennt man übrigens Unterstützung des Teams, daran könnte sich der ein oder andere (Ex-) HSV-Spieler mal ein Beispiel nehmen...
Die Partie ist schnell erzählt: Vicky war den Gastgebern in allen Belangen dauerhaft überlegen. Da half auch der zurückgeholte Coach Ralf Palapies den Bönningstedtern nicht, die bedrohlich nah an die Abstiegsränge herangerutscht sind. Aber in dieser Saison gurken noch ganz andere Kaliber (höhö) in der Oberliga herum, am Ende wird es zum Klassenerhalt reichen, auch wenn die Mannschaft ihre Punkte an einem anderen Termin holen muss. An diesem Sonntag hat Rugenbergen vielleicht drei oder vier Mal überhaupt nur auf unser Tor geschossen, also ein ganz schwacher Auftritt.
Am Ende stand ein nie gefährdeter 4:0-Erfolg für Blau-Gelb auf dem Zettel. Wir vertrieben uns derweil die Zeit unter anderem damit, das hervorragende Catering auszuprobieren (unbedingt den Kuchen testen!) und auf die Witze der anwesenden Vorstadt-Kinder zu reagieren. Es ist unklar, ob die Armen keine Karten mehr für den HSV bekommen hatten oder wo auch immer ihr Ursprung lag. Süß auf jeden Fall.

Freitag, 12. April 2019

Oberliga, 29. Spieltag: SC Victoria Hamburg – TSV Buchholz 3:1 (2:0)


Stadion Hoheluft, 280 Zuschauer

Einer muss es ja machen, aber Spielberichte schreiben zu Partien, die schon mehrere Wochen zurückliegen gehört nicht zu meinen liebsten Aufgaben... Also mal ganz tief im Gedächtnis gekramt, ob mir zu der Partie überhaupt noch was einfällt.
Fangen wir mal mit den Rahmenbedingungen an. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Veranstaltung in Dassendorf an Ostern eher unter Ausschluss der Vicky-Anhänger läuft, da keiner die Zeit bzw. Muße hatte, sich diesen Tag frei zu schaufeln. Umso erstaunlicher ist in der Retrospektive die Anzahl der Personen, die an diesem Freitag im Vicky-Block aufgetaucht sind. Damit wurde der gute Trend der letzten Wochen bestätigt, auch wenn der Support bei dieser Partie eher in Richtung Pöbeln denn wirkliches Singen ging. Aber das ist vollkommen in Ordnung und muss auch mal sein.
Sportlichen Grund gab es dafür aber zunächst eigentlich nicht, denn der SCV ging bereits nach knapp drei Minuten in Führung. Klaas Kohpeiß erzielte seinen fünften Treffer im vierten aufeinanderfolgenden Spiel. Allerdings sorgte die frühe Führung nicht etwa für Ruhe auf dem Rasen, sondern es folgte stattdessen ein relativ reger Schlagabtausch, der sich aber vor allem im Mittelfeld abspielte. Kurz vor der Pause setzte Vicky dann allerdings noch einen oben drauf und Yannick Petzschke erzielte mit dem Kopf das 2:0.
Drops gelutscht? Denkste! Auch in der zweiten Halbzeit ging es munter weiter, allerdings dauerte es bis zur 72. Minute, bis Buchholz eine der zahlreichen Chancen endlich zum Anschlusstreffer für die Nordheider nutzen konnte. In der Folge wurde es etwas hektisch, was letztlich um die 80. Minute herum in einem Platzverweis für die Gäste und das 3:1 für Vicky kurz darauf mündete. Eine weitere rote Karte in der Nachspielzeit für Buchholz sowie ein verschossener Elfmeter von Vicky markierten dann das Ende der Partie.
Also eigentlich war nun alles bereitet für das wichtige Halbfinalspiel gegen Dassendorf am Ostersamstag, aber wie wir mittlerweile alle wissen, hat es da leider nicht zum Sieg gereicht.

Sonntag, 7. April 2019

Oberliga, 28. Spieltag: TSV Sasel – SC Victoria Hamburg 2:4 (1:3)

Alfred-Mager-Stadion, 07.04.2019, 245 Zuschauer

Vor ein paar Jahren spielte Sasel noch auf einem räudigen Grandplatz in der Landesliga – diese Zeiten sind allerdings mittlerweile vorbei. Dank einem schnieken Kunstrasen und einem hervorragenden Trainer in Person von Danny Zankl hat sich der Verein zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten um die vorderen Plätze in der Oberliga gemausert. Es gibt also durchaus leichtere Gegner und so fuhr man doch mit einem etwas mulmigen Gefühl in den Nordosten der Stadt. Das Thermometer zeigte am Sonntagnachmittag über 20 Grad an, insofern musste da schon das ein oder andere Kaltgetränk her, um den Kopf zu kühlen.
Hitzig ging es auch auf dem Platz zu. Gar nicht mal unbedingt, was die Bissigkeit anging, sondern eher die Schnelligkeit, mit der agiert wurde. Gerade in den ersten Spielminuten legte Sasel ein unfassbares Tempo vor, dass einem beim Zusehen schon schwindelig wurde. Der SCV konnte sich bei Torhüter Dennis Lohmann bedanken, dass es nach zehn Minuten nicht schon mindestens 2:0 für die Gastgeber stand.
Aber – so ist Fußball manchmal – nach 23 Minuten erzielte Klaas Kohpeiß quasi aus dem Nichts per Kopf das 0:1 für Victoria. Spieler und Zuschauer waren gleichermaßen kurz verdattert, denn das Spielgeschehen war damit ein wenig ad absurdum geführt worden. Knapp zehn Minuten später gelang es Sasel dann auch den hochverdienten Ausgleich zu erzielen, allerdings hatten die Gastgeber die Rechnung ohne den Wirt gemacht – und der trug heute blau-gelb: Kurz vor der Pause fand Vicky nämlich scheinbar das Rezept, um die gut organisierte Saseler Mannschaft zu knacken: Schüsse aus der Distanz. Gleich zwei Mal kam Vicky so zum Torerfolg, einmal durch Felix Schuhmann und einmal durch Timo Stegmann.
Mit dem komfortablen 3:1-Vorsprung ging es dann in die zweite Halbzeit, in der Vicky besser ins Spiel fand und nicht mehr nur auf Sasel reagierte, sondern nun auch agierte. Sasel glänzte dagegen nur durch eine eklatante Abschlussschwäche, sodass das 4:1 durch Klaas Kohpeiß nur logisch war. Erst gegen Ende gelang Sasel noch das 2:4, allerdings zu spät in der Partie, um das Ergebnis noch mal herumreißen zu können. Die drei Punkte gingen letztlich verdient, wenn auch in dieser Deutlichkeit etwas überraschend, mit ins Gepäck nach Hause.

Samstag, 6. April 2019

Bezirksliga Nord, 24. Spieltag: HFC Falke – SC Victoria Hamburg II 2:0 (0:0)

Rudi-Barth-Stadion (Waidmanstraße), 320 Zuschauer

Bei aus meiner Sicht perfektem Fußballwetter traf ich rund 30 Minuten vor Anpfiff am altehrwürdigen Rudi-Barth-Stadion ein. Ich reihte mich in die Schlange vor dem Kassenhäuschen und lauschte den  Gesprächen eines Vater-Sohn-Gespannes, die eine Art lokales Groundhopping betreiben. An sich nichts Ungewöhnliches, wenn nicht der Vater geschätzte 70+ und der Sohn um die 50+ Jahre jung wären. Die Gesprächsinhalte drehten sich um positive Anmerkungen zu der stattlichen Zuschauerzahl, dem urigen Kassenhäuschen und weitere Aspekte, die auch ich wertschätze, seit ich regelmäßig zum Amateurfußball gehe. Die Liebe zum Spiel ohne den ganzen Schnickschnack des Profifußballs zog offenbar nicht nur mich und die beiden Herrschaften vor mir an diesem sonnigen Samstag nach Diebsteich, sondern sichtbar viele Gleichgesinnte. Am Kassierer angekommen, entschied ich mich für 50 Cent Aufschlag, erhielt dafür aber eine Eintrittskarte mit Spielpaarung, Datum usw. Auch eine Stadionzeitung fand den Weg in meinen Stoffbeutel, ehe ich mich ins weite Rund begab.
Nach einer extrem leckeren Frikadelle im Brötchen warf ich einen Blick auf die zahlreichen liebevoll gestalteten Fanartikel und hätte auch gerne vom selbst gemachten Cider gekostet. Mein Heuschnupfen sorgte jedoch für einen Verzicht und als ich gerade fertig 'gefrühstückt' hatte (Stichwort: Frikadelle), trafen auch die anderen beiden Vicky-Fans ein, die mit mir zusammen das Spiel sehen wollten.
Zu Dritt nahmen wir auf den alten, ausgetretenen Stehterassen Platz. Diese haben augenscheinlich schon sehr viel erlebt und machten das Stadion zu einem schönen Oldschool-Sportplatz, der mich an Bildaufnahmen von Anfang des letzten Jahrhunderts erinnert. Ich hab gedanklich mal die Farbe ausgeblendet und fühlte mich im Schwarz-Weiß zurückversetzt in die Geburtsjahre meines Großvaters. So oder so ähnlich muss es früher gewesen sein.
Im Lauf des Spiels gesellte sich dann ein mir bis dahin unbekannter Fußballfreund aus der Hamburger Amateurszene zu uns, der offenbar künstlerisch tätig zu sein scheint und mir ein mit viel Liebe  zum Detail selbst gemachtes Fanzine verkaufte (Anmerkung der Redaktion: Das kann ja nur der All-to-nah gewesen sein…). Auch die Gespräche mit ihm empfand ich als sehr angenehm und freue mich auf ein Wiedersehen irgendwann irgendwo auf einem Hamburger Amateursportplatz.

Wir vier unterhielten uns über diverse Themen rund ums runde Leder und dessen Kultur, während das Spiel auf dem Rasen durchaus ansehnlich war. Ohne Tore ging es jedoch zunächst in die Halbzeitpause.
Die Entscheidung fiel dann gegen Ende der Partie, als ein HFC-Spieler über links einen starken Flügellauf hinlegte, der zwar von einem Vicky-Spieler Begleitschutz erhielt, sich jedoch durchsetzen konnte. Leider fans sein Zuspiel einen erfolgreichen Abnehmer. Ein taktisches Foul hätte das wohl verhindert, aber irgendwie ist es ja auch löblich, dass in dieser Szene Fairness vor Gewinnen ging. Das zweite Tor und damit die endgültige Entscheidung folgte umgehend, was am Ende ein verdientes 2:0 für die Gastgeber zur Folge hatte. Vickys Resthoffnung auf ein mögliches Eingreifen in das Aufstiegsrennen erhielt einen (wohl entscheidenden) Dämpfer, wo hingegen die Greifvogelfreunde weiter ein gewichtiges Wörtchen um den Titel mitreden dürfen.
Dieser Besuch hatte aus meiner Sicht alles, was das Amateurfußballherz begehrt. Gerne werde ich das wiederholen.