Sonntag, 30. September 2018

Oberliga Hamburg, 10. Spieltag: Wedeler TSV – SC Victoria Hamburg 3:3 (3:1)


Elbestadion, 83 Zuschauer

Mit zwei Niederlagen im Gepäck ging es Sonntag morgens nach Wedel, in der Hoffnung der mittlerweile durchwachsenen, noch aber tabellarisch halbwegs offenen Saison endlich wieder die richtige Richtung (nur nach oben!) zu geben.
Die selbst für Wedeler Verhältnisse frühe Ansetzung war wohl dem Hamburger Derby geschuldet, und so ging es zu unchristlicher Zeit Richtung S-Bahnhof Landungsbrücken, wo wir direkt in eine 100er Meute USPler liefen. Die waren leicht irritiert angesichts zweier blau-gelber Schals auf dem Gleis („Ich glaub die sind Victoria?!“), machten aber bei Einfahrt der Bahn respektvoll Platz und so konnte die Fahrt ins Grüne losgehen.
Vor Ort bot sich dann leider das gleiche Bild wie in den vergangenen Spielen – Leistungsträger aller Mannschaftsteile verletzt, auf dem Platz ein sehr junges Team, das so noch nicht zusammen gespielt hat. Naja, für Wedel lief es bis hierhin ja noch schlechter.
Das sollte sich schnell ändern. Wedel trat sehr aggressiv, mit hoher Laufbereitschaft auf und setzte unsere Defensive im Aufbauspiel mächtig unter Druck. Diese war damit völlig überfordert, und so kombinierte sich Wedel fein in den Strafraum, Victoria klärte zentral vor den Strafraum, der zweite Ball flog hoch in den 5er, Petzschke und Schumann behinderten sich gegenseitig, Lohmann schaute zu – 1:0 Führung Wedel (7. min.).
Für die nächste halbe Stunde ging es so weiter in Richtung Victoria-Tor. In der 25. Minute (es konnte bereits 3:0 für Wedel stehen, dem Torpfosten sei an dieser Stelle gedankt) grätschte Petzschke im Strafraum – Elfmeter, sicher verwandelt, 2:0.
Nur 4 Minuten später dann Einwurf Wedel auf Höhe des Strafraums, Blau-Gelb schaute zu, wie der Ball hoch an den 5 Meterraum geschlagen wurde, dort löste sich der Stürmer mit einer einfachen Drehung von seinem Gegenspieler und verwandelt per Direktabnahme in die lange Ecke. 3:0 Rückstand nach 30 Minuten – so hatten wir nicht gewettet!
Mit viel Frust und etwas Glück brachte kurz vor der Pause Stegmann wieder etwas Licht ins Dunkel, sein Freistoß aus gut 30 Metern schlug nicht ganz unhaltbar im Wedeler Kasten ein. Victoria stabilisierte sich endlich, gewann immer mehr Zweikämpfe und behielt über mehr als zwei Stationen den Ball in den eigenen Reihen.
So ging es in der zweiten Halbzeit auch weiter, Victoria ballsicher, spielte zielstrebig über die Flügel nach vorne, zwang Wedel immer tiefer in die eigene Hälfte und eroberte dort bissig verlorene Bälle zurück. Dies führte zum Anschlusstreffer durch Eigentor nach 56. Minuten! Njie spielte im Strafraum Segedi frei, der traf nur den Pfosten, aber scharf sprang der Ball einem Wedeler vor den Fuß und von dem ins Netz – geht doch!
Victoria blieb nun weiter dominant, allerdings ohne klare Abschlüsse oder gar Torchancen. Dafür bekamen wir wieder Unterstützung aus Wedel. Nach einem langen Ball von Bergmann auf den in den Strafraum einlaufenden Petzschke kullerte der wohl als Rückpass mit der Brust geblockte Ball am Standbein des Torwart vorbei ins Netz. Ausgleich in der 87. Spielminute, der Sonntag war gerettet.
Natürlich sind drei Gegentore in Wedel zu viel des Guten, und vor allem die Art und Weise wie einfach diese fielen wirklich bedenklich. Dennoch muss man wirklich anerkennen wie diese junge Mannschaft sich zurück ins Spiel gekämpft und den Gegner zu zwei (!) Eigentoren gezwungen hat. Unsere kleine 6er-Gruppe bemühte sich dabei nach Kräften um die notwendige und verdiente Unterstützung.
Die Trauben hängen derzeit verdammt weit oben.

Freitag, 14. September 2018

Oberliga Hamburg, 8. Spieltag: HSV Barmbek-Uhlenhorst – SC Victoria Hamburg 2:1 (1:1)


Dieselstraße (KRP), 541 Zuschauer

„Mein letztes Geld...“-Spiele könnte man Partien gegen BU eigentlich nennen, sind sie doch gleichbedeutend mit weitreichenden Ohrwürmern eben jenen Klassikers. Zwanzig Minuten, nachdem diese Zeilen kurz vor Anpfiff abgespielt waren, verging den mitgereisten Hoheluftern das Trällern, denn da lag der Ball schon im Netz der Siegesgöttin. Gerade in der ersten Hälfte wirkte Blau-Gelb (nicht zu verwechseln mit Gelb-Blau, das sind die Barmbeker) in vielen Situationen viel zu pomadig und so fiel auch der Führungstreffer für die Hausherren aus einer viel zu zurückhaltend verteidigten Sequenz heraus. Davon mal ab, dass der Ball auch nicht komplett unhaltbar war. Das schmeckte dem guten Haufen Victorianern auf der Tribüne natürlich mal so gar nicht. Mehr begeistert waren da schon die Fans der Hausherren, die wie gewohnt mit Kuhglocke und Pauken auf sich aufmerksam machten. Relativ neu ist aber, dass es von dieser Seite fast schon ultraesque anmutenden Dauergesang gab. Natürlich alles weiterhin keine kreativen Feuerwerke, aber immerhin war gut was los. Und 541 Zuschauer, obwohl parallel der Klassiker Cordi-AFC stattfand, sind auch eine gute Zahl.
Atmosphäre hatte der Kick also und für eine spannende zweite Halbzeit sorgte der 1:1-Ausgleichstreffer unseres späten Neuzugangs Bibi Njie nach einer Ecke kurz vor der Pause. Im zweiten Durchgang bekamen die Zuschauer eine offene Partie zu sehen, in der zunächst Victoria besser ins Spiel und zu Chancen kam. Zu oft fand aber der berüchtigte letzte Pass nicht seinen Weg in die richtigen Füße, sodass sich die Qualität der Chancen eher in Grenzen hielt. BU hingegen setzte wiederholt gute Nadelstiche, die Lohmann aber gut zu entschärfen wusste. In der letzten Viertelstunde übernahmen die Hausherren vermehrt das Kommando, Vicky fiel nicht mehr so wahnsinnig viel ein. Ein Punkt wäre für den SCV leicht glücklich, aber nicht komplett unverdient gewesen. Diesen sollte es aber nicht geben, weil Neuzugang Borck gegen seinen Gegenspieler viel zu ungestüm zu Werke ging. Und weil das Ganze unglücklicherweise im Strafraum stattfand, konnte BU dann auch irgendwie verdient per sicher verwandeltem Elfmeter den Schlusspunkt setzen.
Victoria ist im Moment eher im Stile einer Mittelfeldmannschaft mit vier Siegen und vier Niederlagen unterwegs. Wenn die Saison nicht schon im November völlig uninteressant werden soll, muss in den nächsten Partien das Ruder herumgerissen und mehr Konstanz in die Leistungen gebracht werden. Das ist mit einem durchaus dezimierten Kader (und Freitag verletzte sich zusätzlich Dennis Bergmann) nicht unbedingt einfach. Dennoch sollte Coach Jean-Pierre Richter genug Qualität zur Verfügung zu haben, um auch Gegner wie BU zu schlagen.

Freitag, 7. September 2018

Oberliga, 7. Spieltag: SC Victoria Hamburg – WTSV Concordia 1:0 (0:0)


Stadion Hoheluft, 282 Zuschauer

Drei Wochen weg vom Fenster und keine Spiele gesehen, da lechzt das Fußballherz doch nach einem ordentlichen Kick. Allerdings gaben die Berichte der Anwesenden nicht gerade Grund zur Hoffnung. Die Saison ist bislang allenfalls durchwachsen, nichts mit ‚Dassendorf angreifen, Meister werden, Pokal gewinnen‘, sondern eher: Mittelfeld, Rumgequäle im Pokal und einer Chancenverwertung, die wirklich himmelschreiend ist.
Tja, was soll man sagen: Auch nach dieser Partie hat es mal wieder nicht gepasst mit der Chancenverwertung. Dafür standen am Ende gegen die „Vicky-Resterampe“ (echt mal, es werden doch jedes Jahr gefühlt mehr Ex-Victorianer, die für Cordi kicken!) immerhin mal drei Punkte auf dem Zettel, aber es hat quälend lange 64 Minuten gedauert, bis Felix Schuhmann die Blau-Gelben auf die Siegerstraße gebracht hat. Souverän geht anders. Auch bezeichnend, dass das Tor nach einem Standard (Ecke) fiel.
Irgendwie war das Spiel nicht wirklich geeignet, um einem wieder die Freude auf den Fußball zurückzugeben.


Freitag, 31. August 2018

Oberliga, 6. Spieltag: TuS Osdorf – SC Victoria Hamburg 1:0 (0:0)


Blomkamp (KRP), 316 Zuschauer

Das dritte Auswärtsspiel in Folge und trotz eher mäßigem Auftritt in Pinneberg hegte ich die Hoffnung, dass wir uns mit einem weiteren Erfolg in der Tabelle nach oben heranarbeiten würden können.
Nun ja. Erneut sommerliches Wetter, Sonnenschein und eine Sportanlage, die einen Besuch lohnenswert macht. Ok, die Versorgung mit Getränken und vor allem Bratwürsten dauert schon mal länger (gute 15 Min. bei mir), aber dafür ist es schmackhaft. Zuschauer waren einige erschienen, um das Spiel zweier durchaus ambitionierten Teams auf Augenhöhe zu verfolgen. Der Gegner aus Osdorf bestätigte dann auch seine vorherigen Ergebnisse und hielt gegen unsere spielstarke Mannschaft mit kampfstarken Akteuren dagegen.
Leider zeigte unsere Offensivabteilung trotz einiger guter Möglichkeiten erneut Schwächen, denn irgendwann muss der Ball einfach auch mal ins Tor. Alleine in Durchgang Eins hätte man ein in Führung gehen müssen. Dies verhinderte ein ums andere Mal ein sehr guter Schlussmann bei den Ossianern. Dabei wirkt er durch seine nicht gerade große und alles andere als grazile Körperstatur überwindbar. Aber wie so oft im Leben sollte man sich nicht von Äußerlichkeiten täuschen lassen!
Bemerkenswert war auch ein wegen angeblicher Abseitsstellung abgepfiffener Abwurf unseres Torhüters in Halbzeit Eins, der durchaus zu einer hochkarätigen Chance hätte führen können. Nur muss man wissen, dass ein Abwurf kein Abseits ist, niemals nicht!
Hier zur Erklärung aus dem DFB-Regelbuch (Regel 11): „Demnach befindet sich ein Spieler in einer Abseitsposition, wenn er »der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Gegenspieler.« Es folgt die Einschränkung, dass dies nicht gilt, wenn sich der fragliche Spieler in seiner eigenen Hälfte, auf gleicher Höhe mit dem vorletzten oder mit den letzten beiden Gegenspielern befindet. Aufgehoben ist die Abseitsregel bei Abstoß (!!!), Einwurf und Eckstoß. Quelle: https://www.dfb.de/schiedsrichter/aktiver-schiedsrichterin/artikel/abseits-ist-wenn-der-schiedsrichter-pfeift-1296/
Bei uns war erneut Lohmann ein sicherer Rückhalt, Branco dribbelt wie gewohnt und spielte schön, aber wenig effektiv und übersah gerne mal einen Mitspieler bzw. verpasste das rechtzeitige Abspiel. Dann immer wieder diese kurz ausgeführten Ecken, so berechenbar. Aus meiner Sicht ging auch erneut zu viel durch die Mitte anstatt über die Flügel, aber auch so hatten wir genügend Möglichkeiten zu einer oder gar mehreren Bude(n). Spielentscheidend war aber wohl die gelb-rote Karte für Timo Stegmann (52.) nachdem er drei Minuten zuvor (49.) erst die Verwarnung erhalten hatte. Meiner bescheidenen Einschätzung nach war das zweite Foul (was zu der Ampelkarte geführt hat) aber kein besonders ahndungswürdiges Vergehen, das einer (neben einem Freistoß) zusätzlichen persönlichen Strafe bedurft hätte.
Aber auch mit einem Akteur weniger auf dem Feld war Vicky spielbestimmend, hatte Chancen für zwei Spiele... aber als der Abpfiff in der 96. min. (!) ertönte, stand eine unnötige Niederlage zu Buche, die man wohl umschreiben kann mit 'kein Spielglück' gehabt. Es lief schlichtweg sehr viel (eigentlich alles) gegen uns an diesem Tag.
Aber, das muss man auch festhalten: Ohne eine Steigerung in der Chancenverwertung wird die Victoria in dieser Saison nicht über einen Mittelfeldplatz hinaus kommen und im Pokal wird man so auch nichts reißen. Spielstärke ist eben nicht alles, man muss die Dinger irgendwann eben auch einfach mal rein machen.
Es fehlt ein Knipser…

Freitag, 24. August 2018

Oberliga, 5. Spieltag: VfL Pinneberg – SC Victoria Hamburg 2:3 (2:2)


Stadion 1

Kaum Zuschauer und dann ein Start, der überraschte. Pinneberg ging in Führung (14.), da wir hinten völlig vogelfrei spielten und ein Konter saß. Vorne planlos und augenscheinlich fehlt die offensive Qualität bzw. die Torgefährlichkeit eines Nick Scharkowski (jetzt Viktoria Berlin in der RL Nord-Ost und dort schon 4 Tore in 7 Spielen erzielt, Viktoria Berlin steht derzeit mit einer Bilanz von 4-2-2 und rund 10 Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter CFC auf Rang 6) und eines seit Saisonbeginn verletzten Klaas Kohpeiß.
Na gut, 1-0 (wenn auch gegen das punktlose Schlusslicht der Liga) kann ja mal passieren... dumm nur, dass man in Minute 25 erneut durch einen schnellen Gegenzug ein Tor kassierte und es damit nun schon 2-0 für das Heimteam stand. Die kämpften um jeden Meter, teils auch überhart, aber irgendwie machte Vicky den Eindruck, den Gegner nicht mit voller Konzentration und Einsatz begegnen zu wollen bis zum Zweitorerückstand. Dank der Treffer von Bergmann (29.) und Strömer (45.) konnte zum Pausentee wenigstens noch der Ausgleich geschafft werden.
Strömer war es auch, der den Führungstreffer (63.) erzielen konnte, aber auch dieser sorgte nicht für Sicherheit in den Reihen von Vicky. Dass es letztendlich zum Dreier reichte, war wohl der besseren individuellen Qualität unsererseits geschuldet. Ein Ruhmesblatt war der Auftritt aber nicht.
Aus meiner Sicht eines der schlechtesten Auftritte bis dato von unserem Team.


Freitag, 17. August 2018

Oberliga, 4. Spieltag: FC Süderelbe – SC Victoria Hamburg 0:3 (0:1)


Kiesbarg (KRP), 275 Zuschauer

Schönes Stadion, es störte aber die große HSV-Fahne. Positiv fielen mir die schön gestalteten Mehrwegbecher und das sehr schmackhafte und reichliche kulinarische Agebot auf. Preise fair. Guter Stadionsprecher und für meinen Geschmack eine sehr gute Musikauswahl sorgten bei gutem (sommerlichen) Wetter für eine gute Stimmung bei uns. Der Gerstensaft lief ordentlich und wir waren gefühlt auch in stattlicher Anzahl anwesend. Vielleicht 15 (?) Vicky-Anhänger in unserer Kurve.
Lustig war, dass irgendwann einige Sprüche unsererseits von einem renitenten Süderelbe-Rentner gekontert wurden, der irgendwas wie „Wir sind eure Entwicklungshelfer“ (war anders formuliert meine ich, krieg‘s aber nicht mehr ganz hin) laut und etwas gereizt/unentspannt entgegnete. Die Lacher hatte er sich redlich verdient.
Sportlich ein ansehnliches Spiel, teilweise etwas hitzig geführte Zweikämpfe und meiner Einschätzung nach kassierte Borck leider zu Recht eine Minute nach seinem 3-0 für uns die Ampelkarte.
Persönlich fand ich nach seinem doch eher schwachen Saisonstart Dennis Lohmann stark. Süderelbe wurde insgesamt wohl mit (mindestens) einem Tor zu hoch geschlagen, aber egal – das zweite Spiel in Folge zu null gewonnen, macht(e) Hoffnung darauf, dass die Mannschaft endlich in der Saison angekommen zu sein schien.

Freitag, 3. August 2018

Oberliga Hamburg, 2. Spieltag: SC Victoria Hamburg – TuS Dassendorf 2:4 (1:2)


Stadion Hoheluft, 230 Zuschauer

Kaum Zeit zum Erholen nach dem anstrengenden Pokalkick. Allerdings: Schon vor der Saison war eigentlich jedem klar, dass dies ein Hammer-Auftakt wird und man gegen Dassendorf wahrscheinlich mal wieder keinen Blumentopf gewinnen kann. So auch an diesem Freitag. Das erste Heimspiel begann gewohnt „kaotisch“ für die Vicky-Fanszene, denn es gab zunächst keinen Schlüssel für den Fancontainer. Nun ist ja davon auszugehen, dass die Dassendorfer Zuschauer ohnehin kein großes Interesse an blau-gelben Fanartikeln haben, aber es macht natürlich keinen guten Eindruck, wenn der Fanshop nicht offen ist. Letztlich ließ sich das ganze kurz vor Anpfiff doch noch auf dem kurzen Dienstweg lösen, aber ein wenig mehr Orga im Vorfeld hätte da nicht geschadet.
Auch andere Baustellen im Verein scheinen noch nicht ganz beseitigt zu sein: So durfte erneut unser alter, neuer, alter (?) Stadionsprecher „Peter Power“ ans Mikro, der eigentlich schon in der letzten Saison verabschiedet wurde. Was ist denn da los?
Die Baustellen auf dem Rasen machten dann so ziemlich genau da weiter, wo man gegen Inter Eidelstedt aufgehört hatte. Nur dass man dieses Mal nicht gegen einen Bezirksligisten antrat, sondern gegen den Serienmeister, gespickt mit Spielern, die eigentlich nichts in dieser Liga zu suchen haben. Entsprechend ging es dann auch los, denn nach nur sechs Minuten erzielte Dassendorfs Sven Möller das 1:0 für die Gäste. Na toll. Damit waren wohl auch alle taktischen Vorgaben vom Trainer hinfällig, denn Vicky wirkte danach erst mal geschockt.
Erst nach einer halben Stunde gelang den Victorianern der sehenswerte Ausgleich, als Dennis Richter einen Freistoß zum Torerfolg nutzen konnte. Der Jubel war allerdings noch nicht ganz verklungen, da klingelte es schon wieder bei Blau-Gelb, als wieder Sven Möller einen Elfmeter für Dasse verwerten konnte. Sehr ärgerlich, denn mit diesem 1:2-Stand ging es auch in die Kabinen.
In der zweiten Halbzeit ging es dann leider genauso weiter, eigentlich hatte der SCV nie wirklich eine Chance, dieses Spiel zu gewinnen – es wäre auch unverdient gewesen, davon mal abgesehen. So stand es am Ende 2:4 und der Da$$e-Express ist schon jetzt wieder ins Rollen gekommen. Für Vicky wird es allerdings in der derzeitigen Form auch schwierig, den letzten zweiten Platz zu verteidigen, denn der Auftritt langt bestenfalls fürs Oberliga-Mittelfeld.
Die Fans waren immerhin zufrieden, denn der Bierstand neben dem C-Block hatte geöffnet. Dann steigt auch immer der Konsum (kurze Wege eben) – und an diesem heißen Sommerabend sowieso. Die Zuschauerzahl von knapp 250 Leuten ist allerdings trotzdem zu dürftig, wenn der Oberliga-Meister und Zweitplatzierte gegeneinander spielen. Offenbar gehen die Leute selbst in Liga 2 noch lieber zum HSV, wie man ja am ausverkauften Volkspark sehen konnte. Ob das weiterhin so bleibt, bezweifeln wir angesichts des deutlichen Ergebnisses zwar mal, aber in Hamburg ist man ja bekanntlich leidensfähig.
Von unserer Seite aus gab es ansonsten noch ein Spruchband für einen befreundeten Frankfurter vom FSV, den es leider übel erwischt hat und das hier nicht unerwähnt bleiben soll: Kämpfen, Freno! Lass dich nicht unterkriegen!

Mittwoch, 1. August 2018

Oddset-Pokal, 2. Runde: Inter Eidelstedt – SC Victoria Hamburg 0:1 (0:0)


Wolfgang-Meyer-Sportanlage, 100 Zuschauer

Wie man gegen unterklassige Gegner souverän seinen Stiefel runterspielt, hat der SCV gegen Cosmos Wedel in der ersten Pokalrunde gezeigt. Am Ende gab es ein standesgemäßes 8:1 und das Ergebnis hätte durchaus noch höher ausfallen können.
Ganz anders lief das Spiel letzte Woche beim Bezirksligisten Inter Eidelstedt ab. Nach einigem Hin und Her im Vorfeld ob des genauen Anstoßtermins und Ortes wurde letztlich am 01.08. um 18:45 Uhr auf dem Rasenplatz der Wolfgang-Meyer-Sportanlage angestoßen.
So weit, so gut. Was die Zuschauer auf der Tribüne dann aber zu sehen bekamen, hatte mit „gut“ mal so gar nichts zu tun. Zumindest nicht, wenn man es mit den Blau-Gelben hielt. Inter Eidelstedt dagegen machte seine Sache mehr als ordentlich. Es ist völlig legitim, gegen einen „Großen“ tief hinten drin zu stehen und mit Mann und Maus zu verteidigen. Nach vorne gab es immer wieder schnelle Konterversuche, die Vicky nur schwerlich unter Kontrolle bekam. Allerdings darf man dann auch von jenem „Großen“ erwarten, dass er geduldig auf seine Chance wartet und sie dann auch nutzt, wenn sie irgendwann kommt. Dabei haperte es jedoch gewaltig.
Die erste Halbzeit war der Auftritt des SCV so weit ja noch in Ordnung, auch wenn es mit einem schmeichelhaften 0:0 in die Kabinen ging. Der Auftritt in HZ2 war dagegen unter aller Sau. Das muss nun auch gar nicht bis ins kleinste Detail analysiert werden, aber wenn der Oberligist auf einen zumindest fragwürdigen Elfmeter in der 96. (!) Minute der „regulären“ Spielzeit angewiesen ist, um zum Torerfolg und damit auch zum Erreichen der nächsten Pokalrunde zu kommen, dann ist die Wortwahl „glücklich“ ganz passend.
Die Männer von Inter Eidelstedt hätten es bis fast in die Verlängerung geschafft, dafür auf jeden Fall Applaus. Auch dafür, dass sich ein einige Spieler am Freitag darauf im Stadion Hoheluft anschauten, wie Vicky von Dassendorf auf die Mütze bekam. Da wird wohl auch ein wenig Schadenfreude bei den Zuschauern geherrscht haben.
Als Fan (und vielleicht auch als Spieler?) kann man jedenfalls froh sein, dass Vicky in der 3. Runde ein Freilos bekam. So erspart man sich womöglich ein noch peinlicheres Auftreten unter der Woche...

Sonntag, 29. Juli 2018

Oberliga Hamburg, 1. Spieltag: Niendorfer TSV – SC Victoria Hamburg 3:2 (1:1)


Sportanlage Sachsenweg (KRP), 150 Zuschauer

Die neue Saison sollte dieses Jahr beim Niendorfer TSV am Sachsenweg beginnen. Der Rasenplatz war gesperrt und so wurde leider wieder mal auf dem schattenfreien Kunstrasenplatz gespielt. Victoria hatte vor ca. 150 Zuschauern von Beginn an Bock und belohnte sich schon nach 13 Minuten mit dem ersten Treffer der Saison durch Yannik Siemsen. Im Anschluss konnte unsere Truppe allerdings das Anfangsniveau nicht halten und der NTSV übernahm das Spielgeschehen. So kam Niendorf in der 29. Minute auch zum verdienten Ausgleich. Bis zur Mitte der zweiten Hälfte gab es dann gute Chancen auf beiden Seiten. Victoria scheiterte bis zu diesem Zeitpunkt gleich dreimal am Aluminium. Der 2:1-Führung für den NTSV (72.) folgte kurz darauf ein Strafstoß für den SCV, den Dennis Bergmann sicher verwandeln sollte (78.).
Nach diesem Spielverlauf hätten wohl beide Seiten mit einem Unentschieden zufrieden sein können, doch es sollte nun mal anders kommen, als Niendorf in der ersten Minute der Nachspielzeit die Kugel nochmal hinter die Linie schieben konnte. Ein spannendes Spiel endete also leicht unglücklich mit 3:2 für den Niendorfer TSV.
Die nächsten Gegner lauten TuS Dassendorf und Altona 93. Hoffen wir mal, dass der SC Victoria nach diesem Auftaktprogramm nicht nach drei Spieltagen mit 0 Punkten am Ende der Tabelle stehen wird (vor Pinneberg!).
Nach dem Spiel wurde vom Gästehaufen noch das ein oder andere Kaltgetränk am Bierstand vernichtet. Zumindest in Sachen Suff geht der Sieg also mal wieder an uns…



Freitag, 27. Juli 2018

Bezirksliga Nord, 1. Spieltag: FC Alsterbrüder – SC Victoria Hamburg II 0:1 (0:1)


Walter-Wächter-Platz, 100 Zuschauer

Während ein paar Straßen weiter der HEBC gegen Altona das Eröffnungsspiel der neuen Oberliga-Saison spielte, gastierte unsere Zweite zum Auftakt der neuen Bezirksligasaison beim FC Alsterbrüder.
Seit meinem letzten Besuch im Jahr 2013 hat sich dort einiges getan: Der Grandplatz wurde zum Kunstrasen umgebaut und umbenannt, sportlich hat es der FCA in die Bezirksliga geschafft und die Zuschauerzahlen sind stark angestiegen. Im Schatten der großen Vereine in Eimsbüttel (SCV, ETV, HEBC) hat es der Verein geschafft, sich als Kultclub mit ordentlicher Fanszene zu etablieren. Das liegt auch daran, dass man sich dort seit einigen Jahren aktiv gegen Rassismus und Homophobie positioniert und auch am Spieltag ein angenehmes Ambiente mit Verpflegung zu fairen Preisen schafft. Da kann sich unser Verein in der Tat mal ein Scheibchen von abschneiden! Ein Beispiel: Wenn mir der alte, unfreundliche Mann am Bierstand das Bier zu Bundesligapreisen verkauft, würde ich als junger Zuschauer auch nur ungern wiederkommen. Da helfen erfahrungsgemäß auch der sportliche Erfolg, die Tradition und das Stadion nicht. Wer die Jugend heute vernachlässigt, wird auch morgen in der Oberliga vor 150 oder weniger Zuschauern spielen.
Auf dem Spielfeld konnte Godys Truppe durch ein Tor in der 23. Minute, einem glänzenden Torwart und einer gelb-roten Karte für die Alsterbrüder in der zweiten Halbzeit die ersten drei Punkte einfahren.