Samstag, 10. September 2016

Landesliga Hammonia, 7. Spieltag: SC Victoria II – Blau-Weiß 96 Schenefeld 2:2 (1:1)

Area 52, ca. 75 Zuschauer

Endlich mal wieder zu Zweiten! Nach einer gefühlten Ewigkeit paralleler Spiele der Ersten und Zweiten, bot sich am letzten Samstag die Gelegenheit, einen Heimauftritt unserer ruhmreichen Zweiten Mannschaft zu sehen.
Dank des Verkehrschaos' im Hamburger Westen, bot sich für mich die Anfahrt per Fahrrad an, leider war dies bei windstiller Hitze mit Temperaturen um den Schmelzpunkt eine schweißtreibende Angelegenheit. „Egal und drauf geschissen“, wie Nussi zu sagen pflegt. Eben jener war auch anwesend, später gesellte sich noch der Lange dazu. Gegner der Zweiten waren die Blau-Weißen aus Schenefeld.
Vicky II startete überraschend gut ins Spiel und konnte bereits nach acht Minuten durch Daniel Tramm das 1:0 markieren. Sein schönes Tor war aber bereits ein paar Minuten später wieder relativiert, weil BW96 fast aus dem Nichts den Ausgleich erzielen konnte. Bis zur Halbzeit tat sich dann nicht mehr viel, leider litten nicht nur wir, sondern auch die Spieler und das Spiel unter dem nicht gerade hamburgerlichen Wetter (und das Anfang September!). Wir gönnten uns also eine Trinkpause und stießen mit Pils und Export genüsslich an.
Nach der Halbzeitpause begann Vicky, das Spiel freundlich aber bestimmt zu führen, zwei nennenswerte Torchancen wurden leider nicht von Erfolg gekrönt. In der 75. Minute drehte Schenefeld nach Freistoß und Kopfball das Spiel auf 1:2, wir waren bedient. Bedient wurden wir allerdings nicht vom Herren aus dem Verkaufsstand, dieser hatte nämlich keine Spezi bzw. Mezzo Mix und die Zeit zum Mischen fehlte ihm auch. Servicewüste Area 52!
Weiter ging es auf dem Platz: Dort flankte Luis Hacker als Leihgabe aus der Oberliga auf wieder einmal Daniel Tramm, dessen Kopfball wurde vom Verteidiger mit der Hand abgewehrt. Folgerichtig hieß es Elfmeter für Vicky. Leider schoss Tramm das Ding etliche Meter übers Tor, da haben wohl die Nerven versagt. Unbeeindruckt davon blieb immerhin unser liebster David Eybächer, denn er konnte noch in der 89. Minute immerhin den sehenswerten 2:2-Ausgleich erzielen! Nussi musste sich danach erstmal das Höschen wechseln.
Für den Langen und mich ging es danach noch eine Halbzeit auf Platz 3 der Wolfgang-Meyer-Sportanlage, während Ronny sich um den Hausputz kümmern musste.

Dienstag, 6. September 2016

Oberliga, 5. Spieltag: FC Türkiye – SC Victoria Hamburg 0:3 (0:1)

Landesgrenze (Grand), 163 Zuschauer

Der erste Versuch dieses Spiels fiel buchstäblich ins Wasser – und manch einer war im Nachhinein froh, dass das Spiel nach der ersten Halbzeit abgebrochen wurde, zeigte der SCV doch alles andere als eine ansprechende Leistung. Nun sollte es also unter der Woche erneut einen Versuch geben, die Partie auszutragen und auch bei dieser Ansetzung sollte eigentlich auf Rasen gespielt werden. Der Konjunktiv deutet nun schon dezent an, dass dem nicht so war. Das Problem: Der Rasenplatz bei Türkiye hat kein Flutlicht, sodass die Partie schon um 18 Uhr hätte angepiffen werden müssen. Dazu wiederum hätte man bei HFV um Verlegung des Spieltermins bitten müssen – was die Gastgeber aber offenbar versäumten. Also musste nun doch der Grandplatz (mit Flutlicht) herhalten.
Ähnlich erging es Vicky schon im letzten Jahr, wo die Partie ebenfalls unter der Woche auf Grand ausgetragen wurde. Zusätzlich regnete es Sturzbäche, was unsere Jungs aber nicht daran hinderte, sich schmutzig und den Gegner nass zu machen.
Die Rahmenbedingungen waren also gesetzt, allerdings war die Ansetzung für die meisten unserer Gruppe nicht machbar. Bei den einen war es die Arbeit, bei den anderen ein leckes Waschbecken, kurzum: Drei Leute versammelten sich letztlich an der Landesgrenze. Umso größer die Freude, als es Spontanbesuch des Exil-Frankfurts samt einiger weiterer Bekannter gab. Nichtsdestotrotz musste die Mannschaft heute ohne Support auskommen, was sie aber nicht daran hinderte, gleich zu zeigen, wer der eigentliche Herr im Hause war. Die Victorianer gingen von Anfang an äußerst forsch und konzentriert zu Werke und spielten ihre Klasse aus, sofern das auf Grand möglich war. Nach einer Viertelstunde versenkte Kapitan Marcus Rabenhorst das Eckige jedenfalls im Runden und es stand 0:1. Obwohl der SCV das Spiel komplett dominierte, wurde bis zur Pause versäumt, das Ergebnis in die entsprechenden Höhen zu schrauben, allerdings war das an diesem sonnigen Spätsommertag nicht wirklich ein Problem, denn der Gegner fand nie so recht in die Partie. In der 52. Minute erhöhte Torben Wacker nach einer Ecke samt Verlängerung von Marius Ebbers auf 0:2, während 20 Minuten später Dennis Bergmann sogar noch das 0:3 nachlegte.
Ein rundum gelungener Auftritt ganz ohne Regen oder Gewitter. So macht das doch auch Spaß!

Freitag, 2. September 2016

Oberliga, 6. Spieltag: SC Victoria Hamburg – Altona 93 2:2 (2:0)

Stadion Hoheluft, 1113 Zuschauer

Derby. Was ist dazu in der Vergangenheit nicht alles gesagt und geschrieben worden. Irgendwann ist aber auch mal gut. Es wurde Zeit, das ganze auf das runterzubrechen, was es eigentlich ist, nämlich ein Fußballspiel. Mehr nicht. Deshalb wurde von unserer Seite auch auf sämtliche Aktionen verzichtet, keine Choreo, kein Spruchband, kein Pyro, nichts. Altona startete das Spiel dagegen mit schwarz-weiß-rotem Rauch, was auch ganz nett aussah.
Sportlich tasteten sich beide Teams erst mal eine ganze Weile ab, man merkte schon, dass keiner hier in Rückstand geraten wollte. Das Spiel war allerdings trotzdem auf einem ansprechenden Niveau, aber erst nach einer halben Stunde kam plötzlich Feuer in die Partie. Da legte Len Strömer nämlich plötzlich doppelt vor und erzielte innerhalb von zwei Minuten eine 2:0-Tore-Führung. Wow! Das ging schnell... Ähm... Nicht nur wir waren verdattert, auch Altona hatte kurzzeitig die Orientierung verloren.
Bis zur Pause passierte dann erst mal nichts weiter, anschließend legten die Gäste dann einen Zahn zu. Allerdings konnte Vicky den Vorsprung bis zur 73. Minute halten, obwohl Altona sich nun eifrig mühte und auch eine härte Gangart an den Tag legte. Natürlich kam es dann, wie es kommen musste und kurz vor Abpfiff gelang Altona der Ausgleich. Aber wir haben ja einen Marius Ebbers... dachte der sich jedenfalls auch, als er in der Nachspielzeit den Ball noch mal ins gegnerische Tor beförderte. Lange Mienen allerdings, als der Schiri dann aufgrund eines vermeintlichen Foulspiels das Tor nicht gab und anschließend direkt abpfiff.
Letztlich muss man sagen, die Partie ist mit dem Unentschieden auch gerecht ausgegangen. Es hatten zwar beide Teams Chancen zum Siegtreffer, aber keiner war wirklich dem anderen überlegen. Ein Ergebnis, mit dem man Leben kann eben.

Freitag, 19. August 2016

Oberliga, 4. Spieltag: SC Victoria Hamburg – VfL Pinneberg 2:1 (1:1)

Stadion Hoheluft, 204 Zuschauer

Letztes Jahr ging das Spiel gegen Pinneberg voll in die Hose – allerdings stand zu hoffen, dass das in dieser Saison nicht noch einmal passiert. Trotzdem kann man eine gewisse Anspannung nicht leugnen, denn die letzten Auftritte waren noch nicht sehr überzeugend gewesen.
Von Anfang an ging es jedenfalls ordentlich zur Sache: Was den Pinnebergern an spielerischem Element fehlte, wurde durch Härte wieder reingeholt. Erstes Opfer in blau-gelb wurde Felix Schuhmann, der verletzungsbedingt raus musste. Und kurz danach gelang den Gästen tatsächlich die Führung. Aus der zweiten Reihe donnerte der Ball unhaltbar ins lange Eck – da war selbst unser Torhüter machtlos, der vorher schon den ein oder anderen Ball aufs Tor bekommen hatte. Geil, Rückstand gegen Üinneberg, so hatte man sich den Abend dann doch nicht vorgestellt. Was macht man in so einer Situation als Zuschauer? Richtig, Bier trinken und nach Schuldigen suchen. Die waren wahlweise beim Gegner zu finden oder trugen scheinbar die Kleidung der Unparteiischen. Nach 90 Minuten hatten sich de Kurve jedenfalls ausgepowert und das ein oder andere unfeine Wort den Weg in den Abendhimmel gefunden.
Zum Glück hat der SCV ja noch seinen Torjäger, der noch vorm Pausenpfiff dafür sorgte, dass es nicht mehr ganz so peinlich aussah: Marius Ebbers erzielte quasi mit dem Abpfiff das 1:1. Auch in der zweiten Hälfte lief viele über Ebbe, aber er spannte die Zuschauer noch bis zu 78. Minute auf die Folter. Da nämlich erzielte er das 2:1 zum Endstand.
Zufrieden kann man mit der Leistung zwar insgesamt noch nicht so recht sein, aber Hauptsache die drei Punkte bleiben an der Hoheluft!

Sonntag, 14. August 2016

Oberliga, 3. Spieltag: SC Condor – SC Victoria Hamburg 2:3 (0:1)

Berner Heerweg, 150 Zuschauer

Und wieder ging es in den Hamburger Osten. Nach Meiendorf, Düneberg und Curslack stand nun also Condor auf dem Plan. Die haben zum Glück letztens irgendwann beschlossen, ihre Anstoßzeit ein wenig nach hinten zu verlagern, sodass es die meisten doch zumindest einigermaßen pünktlich zum Anpfiff ins weite Rund schafften. Dort wurde wie üblich zunächst kurz in Erinnerungen geschwelgt: Eifrige Leser des Flyers wissen, was nun kommt… damals 2008 gründete sich Nordkaos am Berner Heerweg. Vicky verlor das Spiel mit 0:3, Rahner bekam die Rote Karte und unserem heutigen Coach Jasmin Bajramovic wurde auf dem Spielfeld die Nase gebrochen. So, haben wir das auch geklärt. Ich bin übrigens zu faul, nachzulesen, wie oft diese kleine Info im Lauf der letzten paar Jahre bei Spielen gegen Condor erwähnt wurde, aber wer zu viel Zeit hat und noch alte Flyerausgaben besitzt, darf gerne nachzählen und das Ergebnis an nordkaos-hamburg@web.de schicken. Danke.
Von all diesen damaligen Missgeschicken wiederholte sich erfreulicherweise nichts an diesem Sonntag. Vicky spielte endlich mal überzeugend und erarbeitete sich über knapp 70 Minuten einen komfortablen 3:0-Vorsprung raus. Das war aber offenbar ein wenig ZU komfortabel, denn in den letzten zehn Minuten der Partie schlich sich zunehmend der Schlendrian ein. Nach dem 1:3-Anschluss in der 81. Minute bekam Condor plötzlich Oberwasser und startete eine groß angelegte Schlussoffensive: Angriff über Angriff rollte auf unsere Tor zu und unser Torhüter (heute mal Wiegand) hatte Mühe, die drei Punkte für den SCV zu sichern. Letztlich kam das 2:3 in der 90. Minute aber zu spät für Condor und Vicky rettete sich mit einem für Condor schmeichelhaften 3:2 in die Kabine. Ganz ohne gebrochene Nase.

Dienstag, 9. August 2016

Oddset-Pokal, 3. Runde: SV Curslack-Neuengamme – SC Victoria Hamburg 2:3 (2:1)

Gramkowweg, 226 Zuschauer

Die Sektkorken knallten… nicht, als die Auslosung zum Oddset-Pokal ergab, dass wir nach Curslack raus müssen. Unter der Woche an einem Dienstag um 18:30 Uhr auf den Deich raus, es gibt Geileres! Zusätzlich noch Curslack, wo wir alle schon 1000 Mal waren. Vielleicht sollte man sich im Gasthof nebenan ein Zimmer mieten, oft genug sind wir ja da, das würde sich schon lohnen…
Während sich bei Nordkaos also die Freude in Grenzen hielt, waren die Radicalz dagegen hochmotiviert und schleppten gleich Zaunfahne und Schwenker mit ans Ende der Welt. Wir begnügten uns derweil mit ein paar Flaschen Bier von unserer guten Hausmarke – was bei den Einheimischen aber nicht sonderlich gut ankam. Kaum hatten wir uns auf der Tribüne niedergelassen, schon ging es los. Wir sind ja schon häufiger bepöbelt worden, aber selten so unter der Gürtellinie. Und das von Menschen, die aussehen, als wären sie brave Mitbürger, die kein Wässerchen trüben könnte. Selbst die Ehefrau, die peinlich berührt am Arm des Göttergatten hing, konnte diesen nicht vom Pöbeln abhalten… Oha!
Während sich also auf der Tribüne gefetzt wurde, ob Stadt oder Land der bessere Ort zum Leben ist, konnte man sich auch auf dem Plastikrasen nicht so recht einigen, wer jetzt das bessere Team war. Der Curslacker Torhüter hatte sich aber offenbar vorgenommen, einmal in seinem Leben einen Ex-Profi zu foulen und zupfte an Marius Ebbers rum, als dieser nach knapp 20 Minuten den Weg in den gegnerischen Strafraum fand. Die Strafe folgte auf dem Fuß: Rot für den Torhüter, Elfmeter für den SCV und Tor für unseren Sergej Schulz.
Allerdings hielt der Vorsprung nur knapp fünf Minuten, dann bekam unsere Abwehr wieder einmal Probleme bei einer Standardsituation und Curslack glich zum 1:1 aus. Aber es kam noch dicker: Das Memo, dass Jan Landau nur schief angeguckt werden muss, um sich hinzuwerfen, hatte Schulz offenbar nicht bekommen, sodass unser Torschütze in der 36. Minute einen Elfmeter verursachte, den – in ganz schlechter Gastgebermanier – unsere Ehemaliger Cem Cetinkaya zum 2:1 verwandelte. So ging es dann auch in die Pause, wobei man sagen muss, dass es durchaus ein interessantes Spiel war. Vicky muss allerdings dringend an der Chancenverwertung arbeiten!
Wie auch am Freitag kam Blau-Gelb druckvoller aus der Kabine und erzielte eine Viertelstunde später den verdienten Ausgleich zum 2:2. Luis Hacker testete mit seinem Gewaltschuss auch gleich mal die Festigkeit des Tornetzes und was soll man sagen: Es hielt.
Danach entbrannte ein offener Schlagabtausch um den Einzug in die nächste Runde. Ich muss ja gestehen, mein Blick ging des Öfteren auf die Uhr, denn eine Verlängerung passte nicht so recht in meinen Zeitplan. Schließlich muss man ja erst mal zurück in die Stadt und am nächsten Morgen früh raus. Ähnliches wird sich aber auch Marius gedacht haben, denn bei seinem zweiten Ausflug in den gegnerischen Strafraum in der Nachspielzeit gelang ihm tatsächlich das entscheidende Tor zum 3:2. Der Jubel bei den Victorianern entsprechend groß, während die Einheimischen noch mal zur Hochform beim Pöbeln aufliefen. Wenn die Herren nicht alle schon im gesetzten Alter gewesen wären, hätte ein nonverbales Treffen vor dem Stadion da sicherlich geholfen, um ein für alle Mal klar zu machen, wie der Hase läuft, aber wir bewiesen dann mal, dass Stil und gutes Benehmen kein Vorrecht der Alten sind und traten direkt den Heimweg an. Nie wieder Curslack…

Freitag, 5. August 2016

Oberliga, 2. Spieltag: SC Victoria Hamburg – SV Curslack-Neuengamme 2:2 (1:1)

Stadion Hoheluft, 156 Zuschauer

Nach der deftigen 2:6-Klatsche am 1. Spieltag bei Concordia, war nun Wiedergutmachung angesagt, denn auch in der 2. Pokalrunde gegen Düneberg unter der Woche spielte der SCV alles andere als souverän. Zwar reichte es für einen Sieg gegen das Team aus der Kreisliga, aber eine Leistungssteigerung gegen Curslack war bitter nötig – zumal man am Dienstag im Pokal schon wieder gegen die Deickkicker antreten musste. Da konnte es also nicht schaden, schon mal eine erste Duftmarke zu setzen.
Obwohl das Wetter mitspielte, war das Spiel am Freitagabend nur recht spärlich besucht, denn scheinbar haben noch nicht alle mitbekommen, dass die Sommerpause schon wieder vorbei ist. Knapp 160 Menschen – das ist sicherlich ausbaufähig! Immerhin, erste Dauerkarten wechselten den Besitzer, sodass die Hoffnung bleibt, dass die Leute wiederkommen. Dauerkarten werden übrigens am Container und in der Geschäftsstelle verkauft – auch wieder die günstigen ermäßigten Stehplatzkarten für nur 29 Euro! Ansonsten gilt die Devise: Sagt euren Freunden, Verwandten und Nachbarn Bescheid und schleppt sie alle an die Hoheluft. Das gibt es für wenig Geld guten Fußball zu sehen!
Naja, an dem „gut“ wird noch gearbeitet, aber geben wir dem neu formierten Team noch ein wenig Zeit. Zunächst entwickelte sich auf dem Rasen jedenfalls ein Kick, der recht arm an Torraumszenen war. Beide Mannschaften standen gut gestaffelt und ließen nicht viel zu, sodass man sich schon fast auf einen torlosen Pausenstand eingerichtet hatte. Dann allerdings rappelte es im Karton: Nach einem Standard gingen die Gäste ein wenig überraschend in Führung, schöne Schei… Zum Glück gelangt Vicky aber postwendend der Ausgleich durch Torben Wacker, der den Ball auf der anderen Seite mit voller Wucht über die Linie drückte und so das 1:1 erzielen konnte.
Nach der Halbzeitpause kam Vicky dann besser ins Spiel und belohnte sich in der 61. Minute mit der 2:1-Führung durch Len Strömer. Danach schlich leider der Chancentod wieder im Stadion rum und verhinderte, dass Blau-Gelb den Sack zumachen konnte. Aber besser der Chancentod als das Abstiegsgespenst. ;-)
So, genug der Metaphern, es reichte letztlich nicht für die ersten drei Punkte, da sich Jan Landau knapp zehn Minuten vor Schluss in aussichtsreicher Position vor unserem Tor theatralisch fallen ließ und den Freistoß bekam. Der ging dann auch ins allerfeinster Manier ins Gebälk. Kannste nix machen.
Am Ende hieß es dann 2:2 und man war auch nicht schlauer, was die Favoritenrolle für das K.O-Duell im Pokal anging.

Dienstag, 2. August 2016

Oddset-Pokal, 2. Runde: Düneberger SV – SC Victoria Hamburg 0:1 (0:0)

Silberberg, 169 Zuschauer

Das letzte Mal, dass ich auf dem Düneberger Platz war, ist schon Jahre her. Es war irgendwann in der Winterpause, bitterkalt und Vicky testete gegen den Kreisligisten. Ich glaube, damals hat Stefan Westbrock noch für Blau-Gelb gespielt…
Dieses Mal waren zumindest die Temperaturen angenehmer, als die kleine Abordnung pünktlich zum Anpfiff die Anlage erreichte. Die ersten Minuten des Spiels wurden dabei vom permanenten Gemecker einer meiner Begleiter untermalt, denn die Sonne stand tief, die Sonnenbrille lag zuhause – und die Leistung der Mannschaft war alles andere als prickelnd. Der SCV war zwar gegen eine mit zehn Mann verteidigende Mannschaft überlegen, traf aber wenn überhaupt nur Metall. Besonders viele Chancen konnte man sich nicht erarbeiten, die größte Gefahr ging dabei stets vom Gegner aus, wenn der zum Konter ansetzte. Unser neuer Torhüter musste ein paar Mal beherzt eingreifen. Nicht gerade das, was man sich im Vorfeld für ein Spiel gegen einen Kreisligisten vorgestellt hatte.
Leider wurde es auch in der zweiten Hälfte nicht besser, denn immer wenn Vicky tatsächlich mal aufs Tor schoss, landete der Ball erneut an Pfosten oder Latte. Selbst als der alte Mann höchstpersönlich ins Spiel eingriff (Ebbers wurde in der 67. Minute eingewechselt), änderte sich nicht viel. Große Abstimmungsprobleme bestimmten weiterhin das Spiel von Victoria, ständig schallte ein „Ihr müsst mehr miteinander reden!“ über den Platz. Allein, geholfen hat das auch nicht.
Gegen Ende der Partie bekamen die Fans von Düneberg dann sogar Oberwasser: Mehrfach brandete Szenenapplaus vom sehr rautigen Publikum auf, wenn einer der ihren wieder einmal zum Konter ansetzte. Das Spiel wurde hitziger und immer häufiger wanderte der Blick zur Uhr, denn Verlängerung hatte ich hier nicht eingeplant.
Kurz vor Schluss erlösten uns dann aber zwei der Erfahrensten auf dem Platz: Nach Vorlage von Ebbers vollendet Sergej Schulz mit einem Distanzschuss zum 1:0. In der 88. Minute! Natürlich hatte ich in dem Moment auf die Uhr geschaut… typisch. Aber immerhin, Abpfiff, Schluss, ab nach Hause. Nächstes Mal bitte souveräner!

Sonntag, 31. Juli 2016

Oberliga, 1. Spieltag: WTSV Concordia - SC Victoria 6:2 (1:0)

Bekkamp, 230 Zuschauer

Ein Satz mit x... das war wohl nix! Saisonauftakt gründlich vergeigt und sich ein halbes Dutzend Gegentore eingefangen. Zum Glück war das Wochenende um dieses Spiel herum mit dem Besuch von guten Freunden geiler.
Mehr gibt es zu diesem Kick nun aber auch nicht sagen.

Samstag, 23. Juli 2016

Oddset-Pokal, 1. Runde: Meiendorfer SV – SC Victoria Hamburg 0:5 (0:3)

Deepenhorn, 144 Zuschauer

Letztes wie dieses Jahr hieß der erste Gegner der Saison Meiendorfer SV. Letztes Jahr war es allerdings der Oberliga-Auftakt, dieses Jahr ein Pokalspiel – denn in der Oberliga darf der MSV nach seinem Abstieg ja derzeit nicht mehr mitspielen.
Auf den Abstieg folgte eine der großen Possen, die dieses Jahr das Sommerloch im Hamburger Amateurfußball gefüllt haben (neben dem Fast-Aufstieg von Altona): Zunächst hieß es, Olaf Ohrt würde samt Geld und teuren Spielern beim MSV einsteigen, woraufhin die Hamburger Fußballszene entsetzt den Kopf schüttelte: Scheinbar findet sich ja doch immer wieder ein Dummer, dem kurzzeitiger Ruhm und eine einzige gute Saison in der Landesliga ausreichen, um hinterher die Scherben dieses Engagements aufzukehren.
Die schwarz-gelben Fans liefen jedenfalls Sturm gegen ihre Vereinsführung und schalteten im Internet Kondolenzbücher und sogar ein eigener Hashtag (#keinOhrtfürOlaf) wurde geboren. Kurze Zeit später war der Spuk aber auch schon wieder vorbei. Was genau da nun vorgefallen war, vermögen wir nicht zu beurteilen, aber Ohrt entschied sich, nicht nach Meiendorf zu gehen – woraufhin der Verein plötzlich ohne Trainer und Kader dastand. Zum Zeitpunkt der Pokalauslosung standen ganze vier Spieler unter Vertrag, aber immerhin gelang es den Verantwortlichen, bis zum Spiel eine Mannschaft zusammen zu bekommen.
Diese hatte Ende Juli an einem heißen Samstagnachmittag zwar keine Chance gegen den SCV, aber immerhin konnte man antreten. Das wäre doch auch sehr schade, wenn ein weiterer unserer ehemaligen Konkurrenten komplett vor die Hunde geht…
Die Tore für Vicky erzielten Rodrigues (9.), Schulz (13.), Strömer (34.), Wacker (77.) und Strömer (90.) vor 144 Zuschauern auf dem Deepenhorn-Kunstrasenplatz. Ende Gelände, Runde 2.