Sonntag, 12. Mai 2019

Oberliga Hamburg, 32. Spieltag: FC Teutonia 05 – SC Victoria Hamburg 2:1 (1:1)


Sportplatz Kreuzkirche, 200 Zuschauer

„Unser Hamburg ist blau-gelb“ begrüßte eine Tapete die Spieler am vergangenen Sonntag beim Einlaufen an der Kreuzkirche zu Ottensen. Klare Ansage also, passend zum Endspiel um die Vizemeisterschaft. Nun kann man sagen, dass Zweiter werden auch eine Niederlage ist, aber angesichts der Turbulenzen in dieser Saison und der monetären Diskrepanzen zwischen dem SCV und Vereinen wie Teutonia oder auch Dassendorf wäre ein zweiter Platz hinter dem Meister Altona durchaus als Erfolg zu werten gewesen.
„Wäre“, weil daraus bekanntlich nichts wurde. Teutonia fing sehr dominant an, ohne sich die ganz großen Chancen herausspielen zu können. Vicky nutzte hingegen einen der wenigen Entlastungsangriffe in den ersten Minuten gleich mal zur Führung durch Klaas Kohpeiß nach 11 Minuten.
Hätte diese Führung ein wenig länger Bestand gehabt, wäre an diesem Frühlingsnachmittag sicherlich noch mehr drin gewesen. So aber erhielten die Hausherren knappe fünf Minuten nach der Führung einen berechtigten Elfmeter und der ehemalige Victorianer (laaaaang ist's her) Aytac Erman verwandelte zum 1:1.
Das Spiel verflachte nun ein wenig und hüben wie drüben mangelte es im letzten Pass an der notwendigen Präzision, um sich wirkliche Chancen heraus zu spielen. Etwas leichter wurde die Aufgabe für Victoria, als es ein Teutone fertig brachte, sich innerhalb von zwei Minuten erst eine gelbe und dann die gelb-rote Karte abzuholen. Eine halbe Stunde mit einem Mann mehr, da sollte doch was gehen! Es kam aber anders, nach einem Standard stand Erman wieder goldrichtig und erzielte das 2:1 für die Gastgeber. In der Folge war der SCV stets bemüht und mit etwas Glück wäre zumindest der Ausgleich möglich gewesen. So landete letztlich nur Petzschke einen Volltreffer, als er zehn Minuten vor Schluss seinen Gegenspieler völlig random von hinten umsenste und damit vollkommen verdient verfrüht in die Dusche geschickt wurde.
Es blieb beim 2:1, Teutonia kann sich Vizemeister nennen und leider zog auch Dassendorf in der Tabelle an uns vorbei (punktgleich mit dem um Längen besseren Torverhältnis). Am letzten Spieltag geht es gegen Meiendorf also nur noch darum, mit etwas Schützenhilfe von Curslack doch noch DasDorf hinter uns zu lassen und Dritter zu werden.

Freitag, 3. Mai 2019

Oberliga, 31. Spieltag: SC Victoria Hamburg – SC Condor 7:0 (5:0)


Stadion Hoheluft, 223 Zuschauer

Die Prämisse war bereits vor Anpfiff klar: Während der SCV noch um die Vizemeisterschaft kämpfte, gingen beim SC Condor die Lampen in der Oberliga aus. Die einzige, vielleicht minimale Brisanz bestand in der Tatsache, dass unser aktueller Chefcoach Fabian Boll zuvor beim SCC als Co-Trainer tätig war und dort mehr oder weniger unrühmlich entlassen wurde.
Allerdings kam nach Abpfiff selbst Boll nicht mehr umhin, Mitleid mit seinem Ex-Team zu haben, das zuvor über 90 Minuten lang vom SCV nach allen Regeln der Kunst zerlegt wurde.
Aber: First things first. Das Wetter hatte sich bereits die ganze Woche über launig und wechselhaft gezeigt und wusste mit Temperaturen zu überzeugen, die einem doch glatt die Freunde am Fußball nehmen können. Andererseits wurde uns so ein passendes Argument im Fanshop geliefert, sich auch im Mai noch schnell den neuen Wollschal zuzulegen. Dieses Mal übrigens schlicht im Balkendesign. Wer nun nicht ewig warten möchte, hat also heute noch mal die Gelegenheit, sich vor der neuen Saison einzudecken. ;-)
So, genug der Eigenwerbung. Nachdem in den letzten Partien der Support ganz ordentlich war, wollte es dieses Mal nicht so recht klappen. Zu eindeutig vielleicht auch die Überlegenheit auf dem Rasen, sodass der ein oder andere nicht die Notwendigkeit sah, das Team entsprechend anzufeuern. Vielleicht war es aber auch einfach zu kalt und windig. Bezeichnend, dass erst so richtig Leben in den Block kam, als am Himmel über dem UKE ein Doppelregenbogen auftauchte… Man kann eben auch Erwachsene mit den kleinen Dingen erfreuen!
Auf dem Platz wehrte sich der SC Condor die ersten 25 Minuten mit allem, was da war, gegen die blau-gelbe Übermacht. Ohne die eigene Hälfte des Rasens zu verlassen übrigens. Danach war allerdings Schluss mit lustig, denn in den folgenden 20 Minuten klingelte es insgesamt fünf Mal im Netz des armen SCC-Torhüters. Für die Treffer sorgten Dennis Bergmann (25.), Klaas Kohpeiß (27.), Andre Monteiro Blanco (38.), Alexander Borck (40.) und Felix Schuhmann (45.).
Aus dem 5:0-Pausenstand wurde bis Ende der Partie noch ein 7:0, denn Len Aike Strömer und erneut Klaas Kohpeiß legten noch zwei Tore oben drauf. Mit einem Ergebnis in dieser Deutlichkeit war im Vorfeld dann aber doch nicht gerechnet worden.
Nächste Saison heißt es dann erstmals auf den SC Condor in der Oberliga zu verzichten. Das wird irgendwie komisch sein, wobei: Zumindest den blöden Platz mit Laufbahn in Farmsen wird wohl keiner vermissen!

Sonntag, 28. April 2019

Oberliga Hamburg, 30. Spieltag: SV Rugenbergen – SC Victoria Hamburg 0:4 (0:3)


Sportzentrum Bönningstedt Platz 1, 250 Zuschauer

Irgendwann in diesem Hopping-Marathon am Sonntag machte der Hopper-Tross in Bönningstedt beim SV Rugenbergen halt. Dort hatte sich bereits ein kleiner Haufen aus der Vicky-Fanszene versammelt, während auf der kleinen Tribüne noch eine große Anzahl weitere Victorianer herumlungerte, darunter auch einige unserer verletzten Spieler. Das nennt man übrigens Unterstützung des Teams, daran könnte sich der ein oder andere (Ex-) HSV-Spieler mal ein Beispiel nehmen...
Die Partie ist schnell erzählt: Vicky war den Gastgebern in allen Belangen dauerhaft überlegen. Da half auch der zurückgeholte Coach Ralf Palapies den Bönningstedtern nicht, die bedrohlich nah an die Abstiegsränge herangerutscht sind. Aber in dieser Saison gurken noch ganz andere Kaliber (höhö) in der Oberliga herum, am Ende wird es zum Klassenerhalt reichen, auch wenn die Mannschaft ihre Punkte an einem anderen Termin holen muss. An diesem Sonntag hat Rugenbergen vielleicht drei oder vier Mal überhaupt nur auf unser Tor geschossen, also ein ganz schwacher Auftritt.
Am Ende stand ein nie gefährdeter 4:0-Erfolg für Blau-Gelb auf dem Zettel. Wir vertrieben uns derweil die Zeit unter anderem damit, das hervorragende Catering auszuprobieren (unbedingt den Kuchen testen!) und auf die Witze der anwesenden Vorstadt-Kinder zu reagieren. Es ist unklar, ob die Armen keine Karten mehr für den HSV bekommen hatten oder wo auch immer ihr Ursprung lag. Süß auf jeden Fall.

Freitag, 12. April 2019

Oberliga, 29. Spieltag: SC Victoria Hamburg – TSV Buchholz 3:1 (2:0)


Stadion Hoheluft, 280 Zuschauer

Einer muss es ja machen, aber Spielberichte schreiben zu Partien, die schon mehrere Wochen zurückliegen gehört nicht zu meinen liebsten Aufgaben... Also mal ganz tief im Gedächtnis gekramt, ob mir zu der Partie überhaupt noch was einfällt.
Fangen wir mal mit den Rahmenbedingungen an. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Veranstaltung in Dassendorf an Ostern eher unter Ausschluss der Vicky-Anhänger läuft, da keiner die Zeit bzw. Muße hatte, sich diesen Tag frei zu schaufeln. Umso erstaunlicher ist in der Retrospektive die Anzahl der Personen, die an diesem Freitag im Vicky-Block aufgetaucht sind. Damit wurde der gute Trend der letzten Wochen bestätigt, auch wenn der Support bei dieser Partie eher in Richtung Pöbeln denn wirkliches Singen ging. Aber das ist vollkommen in Ordnung und muss auch mal sein.
Sportlichen Grund gab es dafür aber zunächst eigentlich nicht, denn der SCV ging bereits nach knapp drei Minuten in Führung. Klaas Kohpeiß erzielte seinen fünften Treffer im vierten aufeinanderfolgenden Spiel. Allerdings sorgte die frühe Führung nicht etwa für Ruhe auf dem Rasen, sondern es folgte stattdessen ein relativ reger Schlagabtausch, der sich aber vor allem im Mittelfeld abspielte. Kurz vor der Pause setzte Vicky dann allerdings noch einen oben drauf und Yannick Petzschke erzielte mit dem Kopf das 2:0.
Drops gelutscht? Denkste! Auch in der zweiten Halbzeit ging es munter weiter, allerdings dauerte es bis zur 72. Minute, bis Buchholz eine der zahlreichen Chancen endlich zum Anschlusstreffer für die Nordheider nutzen konnte. In der Folge wurde es etwas hektisch, was letztlich um die 80. Minute herum in einem Platzverweis für die Gäste und das 3:1 für Vicky kurz darauf mündete. Eine weitere rote Karte in der Nachspielzeit für Buchholz sowie ein verschossener Elfmeter von Vicky markierten dann das Ende der Partie.
Also eigentlich war nun alles bereitet für das wichtige Halbfinalspiel gegen Dassendorf am Ostersamstag, aber wie wir mittlerweile alle wissen, hat es da leider nicht zum Sieg gereicht.

Sonntag, 7. April 2019

Oberliga, 28. Spieltag: TSV Sasel – SC Victoria Hamburg 2:4 (1:3)

Alfred-Mager-Stadion, 07.04.2019, 245 Zuschauer

Vor ein paar Jahren spielte Sasel noch auf einem räudigen Grandplatz in der Landesliga – diese Zeiten sind allerdings mittlerweile vorbei. Dank einem schnieken Kunstrasen und einem hervorragenden Trainer in Person von Danny Zankl hat sich der Verein zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten um die vorderen Plätze in der Oberliga gemausert. Es gibt also durchaus leichtere Gegner und so fuhr man doch mit einem etwas mulmigen Gefühl in den Nordosten der Stadt. Das Thermometer zeigte am Sonntagnachmittag über 20 Grad an, insofern musste da schon das ein oder andere Kaltgetränk her, um den Kopf zu kühlen.
Hitzig ging es auch auf dem Platz zu. Gar nicht mal unbedingt, was die Bissigkeit anging, sondern eher die Schnelligkeit, mit der agiert wurde. Gerade in den ersten Spielminuten legte Sasel ein unfassbares Tempo vor, dass einem beim Zusehen schon schwindelig wurde. Der SCV konnte sich bei Torhüter Dennis Lohmann bedanken, dass es nach zehn Minuten nicht schon mindestens 2:0 für die Gastgeber stand.
Aber – so ist Fußball manchmal – nach 23 Minuten erzielte Klaas Kohpeiß quasi aus dem Nichts per Kopf das 0:1 für Victoria. Spieler und Zuschauer waren gleichermaßen kurz verdattert, denn das Spielgeschehen war damit ein wenig ad absurdum geführt worden. Knapp zehn Minuten später gelang es Sasel dann auch den hochverdienten Ausgleich zu erzielen, allerdings hatten die Gastgeber die Rechnung ohne den Wirt gemacht – und der trug heute blau-gelb: Kurz vor der Pause fand Vicky nämlich scheinbar das Rezept, um die gut organisierte Saseler Mannschaft zu knacken: Schüsse aus der Distanz. Gleich zwei Mal kam Vicky so zum Torerfolg, einmal durch Felix Schuhmann und einmal durch Timo Stegmann.
Mit dem komfortablen 3:1-Vorsprung ging es dann in die zweite Halbzeit, in der Vicky besser ins Spiel fand und nicht mehr nur auf Sasel reagierte, sondern nun auch agierte. Sasel glänzte dagegen nur durch eine eklatante Abschlussschwäche, sodass das 4:1 durch Klaas Kohpeiß nur logisch war. Erst gegen Ende gelang Sasel noch das 2:4, allerdings zu spät in der Partie, um das Ergebnis noch mal herumreißen zu können. Die drei Punkte gingen letztlich verdient, wenn auch in dieser Deutlichkeit etwas überraschend, mit ins Gepäck nach Hause.

Samstag, 6. April 2019

Bezirksliga Nord, 24. Spieltag: HFC Falke – SC Victoria Hamburg II 2:0 (0:0)

Rudi-Barth-Stadion (Waidmanstraße), 320 Zuschauer

Bei aus meiner Sicht perfektem Fußballwetter traf ich rund 30 Minuten vor Anpfiff am altehrwürdigen Rudi-Barth-Stadion ein. Ich reihte mich in die Schlange vor dem Kassenhäuschen und lauschte den  Gesprächen eines Vater-Sohn-Gespannes, die eine Art lokales Groundhopping betreiben. An sich nichts Ungewöhnliches, wenn nicht der Vater geschätzte 70+ und der Sohn um die 50+ Jahre jung wären. Die Gesprächsinhalte drehten sich um positive Anmerkungen zu der stattlichen Zuschauerzahl, dem urigen Kassenhäuschen und weitere Aspekte, die auch ich wertschätze, seit ich regelmäßig zum Amateurfußball gehe. Die Liebe zum Spiel ohne den ganzen Schnickschnack des Profifußballs zog offenbar nicht nur mich und die beiden Herrschaften vor mir an diesem sonnigen Samstag nach Diebsteich, sondern sichtbar viele Gleichgesinnte. Am Kassierer angekommen, entschied ich mich für 50 Cent Aufschlag, erhielt dafür aber eine Eintrittskarte mit Spielpaarung, Datum usw. Auch eine Stadionzeitung fand den Weg in meinen Stoffbeutel, ehe ich mich ins weite Rund begab.
Nach einer extrem leckeren Frikadelle im Brötchen warf ich einen Blick auf die zahlreichen liebevoll gestalteten Fanartikel und hätte auch gerne vom selbst gemachten Cider gekostet. Mein Heuschnupfen sorgte jedoch für einen Verzicht und als ich gerade fertig 'gefrühstückt' hatte (Stichwort: Frikadelle), trafen auch die anderen beiden Vicky-Fans ein, die mit mir zusammen das Spiel sehen wollten.
Zu Dritt nahmen wir auf den alten, ausgetretenen Stehterassen Platz. Diese haben augenscheinlich schon sehr viel erlebt und machten das Stadion zu einem schönen Oldschool-Sportplatz, der mich an Bildaufnahmen von Anfang des letzten Jahrhunderts erinnert. Ich hab gedanklich mal die Farbe ausgeblendet und fühlte mich im Schwarz-Weiß zurückversetzt in die Geburtsjahre meines Großvaters. So oder so ähnlich muss es früher gewesen sein.
Im Lauf des Spiels gesellte sich dann ein mir bis dahin unbekannter Fußballfreund aus der Hamburger Amateurszene zu uns, der offenbar künstlerisch tätig zu sein scheint und mir ein mit viel Liebe  zum Detail selbst gemachtes Fanzine verkaufte (Anmerkung der Redaktion: Das kann ja nur der All-to-nah gewesen sein…). Auch die Gespräche mit ihm empfand ich als sehr angenehm und freue mich auf ein Wiedersehen irgendwann irgendwo auf einem Hamburger Amateursportplatz.

Wir vier unterhielten uns über diverse Themen rund ums runde Leder und dessen Kultur, während das Spiel auf dem Rasen durchaus ansehnlich war. Ohne Tore ging es jedoch zunächst in die Halbzeitpause.
Die Entscheidung fiel dann gegen Ende der Partie, als ein HFC-Spieler über links einen starken Flügellauf hinlegte, der zwar von einem Vicky-Spieler Begleitschutz erhielt, sich jedoch durchsetzen konnte. Leider fans sein Zuspiel einen erfolgreichen Abnehmer. Ein taktisches Foul hätte das wohl verhindert, aber irgendwie ist es ja auch löblich, dass in dieser Szene Fairness vor Gewinnen ging. Das zweite Tor und damit die endgültige Entscheidung folgte umgehend, was am Ende ein verdientes 2:0 für die Gastgeber zur Folge hatte. Vickys Resthoffnung auf ein mögliches Eingreifen in das Aufstiegsrennen erhielt einen (wohl entscheidenden) Dämpfer, wo hingegen die Greifvogelfreunde weiter ein gewichtiges Wörtchen um den Titel mitreden dürfen.
Dieser Besuch hatte aus meiner Sicht alles, was das Amateurfußballherz begehrt. Gerne werde ich das wiederholen.

Samstag, 30. März 2019

Oddset-Pokal, Viertelfinale: VfL Lohbrügge – SC Victoria Hamburg 0:1 (0:0)

Binnenfeldredder, 210 Zuschauer

Viertelfinale! Dass der SCV zu dieser Jahreszeit noch im Pokal dabei ist, ist tatsächlich schon ein paar Jahre her und mit dem VfL Lohbrügge wartete an diesem vom HFV ausgerufenen „Pokalwochenende“ auch noch ein Gegner der leichteren Sorte – im Topf waren mit Serienmeister Dassendorf und Regionaligist Norderstedt jedenfalls noch ganz andere Kaliber. Dann lieber in den Osten der Stadt zum Landesliga-Team Lohbrügge. Unsere vorab ausgesandten „Späher“ wussten dann auch von einem durchaus ambitioniertem Team zu berichten, das sein Handwerk versteht, denn nicht umsonst spielt die Mannschaft derzeit um den Aufstieg in die Oberliga mit.

Der u.a. im Wedel-Kick neu gewonnene Elan in der Fanszene sollte auf jeden Fall auch mit in diese Partie genommen werden und so gab es zu Beginn ein Spruchband, das nicht – wie sonst meist üblich – von Nordkaos kam, sondern von den Secrets zusammen mit den Radicalz erstellt wurde: „Euer Traum ist unser Traum – Gemeinsam ins Halbfinale“. Und ja, wir haben mittlerweile eine vielschichtige Fanszene mit verschiedenen ‚Gruppierungen‘, kannste mal sehen! Zum Anpfiff gab es dann auch noch Konfetti und Luftschlangen obendrauf, die den Rest des Tages für uns eine leicht berauschende Wirkung in den Bäumen hinterließen.
Bei Lohbrügge war an diesem Samstag bei allerbestem Wetter nur der „Little Drummer Boy“ als supportender Fan anwesend, der mit seiner Trommel über den Sportplatz schleppte und auf der Suche nach Taktgefühl und Sängern war. Fündig wurde er allerdings nicht.

Guten Fußball fand man allerdings auch nicht, dazu war der Platz in einem zu schlechtem Zustand. Wäre das Spiel auf dem auch vorhandenen Kunstrasenplatz ausgetragen worden, hätte Vicky die Partie wahrscheinlich sehr viel schneller entschieden, so aber kämpften beide Teams mit einem auf dem Geläuf wie ein Osterhase umherhoppelnden Ball. Schön geht jedenfalls anders, es wurde stattdessen ein Geduldsspiel. Das soll im Übrigen nicht die Leistung der Gastgeber schmälern, die sehr gut gegenhielten und den Victorianern das Leben so schwer wie möglich machten.
Es dauerte letztendlich bis zur 67. Minute, als Klaas Kohpreiß einen Pass von Timo Stegmann aus 18 Metern ins linke untere Toreck donnerte und damit das einzige Tor des Tages erzielte. Ein weiterer Aufreger folgte kurz vor Schluss, als Dennis Bergamnn eine gelb-rote Karte kassierte. Damit ist er im Halbfinale gesperrt. Bitter! Allerdings trübte das die Freude über den Einzug ins Halbfinale an diesem Samstag erst mal nur kurz. Nach kurzer Feierei mit der Mannschaft ging es dann letztlich für alle glücklich wieder nach Hause.

Freitag, 29. März 2019

Bezirksliga Nord, 21. Spieltag: SC Sperber – SC Victoria Hamburg II 0:2 (0:1)

Heubergredder, 50 Zuschauer

Der Urtyp hatte an diesem Freitag Ende März die glorreiche Idee, nach wirklich langer Zeit mal wieder dem SC Sperber und seinem Sport-Duwe-Stadion am Heubergredder einen Besuch abzustatten. Noch dazu mit Vickys Zweiter als Gastmannschaft und natürlich Flutlicht. Und Bier!
Jörg und der Urtyp reisten (sportlich, sportlich!) mit dem Rad an, wohingegen Remove before flight und ich uns praktischerweise der U-Bahn bedienten. Die nette Dame am Ticketcounter gab unserer Bitte nach ermäßigten Karten trotz vergessenem Schülerausweis nach, das nenne ich mal Kulanz. Übrigens sitzt die gute Frau schon seit meinem ersten Besuch vor etlichen Jahren in schöner Regelmäßigkeit dort in ihrem Häuschen. Daumen hoch fürs Ehrenamt!
Der SC Sperber dümpelt seit einiger Zeit leider nur noch auf Bezirksebene umher und dort in dieser Saison auch nur im unteren Tabellenmittelfeld. Sportlich standen die Zeichen für Vicky II als solidem Dritten in der Tabelle also auf Sieg.
Das Spiel begann munter und bereits in der zwölften Minute erfolgte ein schöner Pass aus dem Mittelfeld in den Lauf unseres Stürmers, dieser flitzte geschickt durch die Sperber-Abwehr, umkurvte den herauseilenden Keeper und traf dann aus spitzem Winkel in die Maschen! 1:0 trotz reklamierter Abseitsstellung.
Das war an diesem Abend aber tatsächlich auch das einzige (gewollte) Highlight. Bereits in den nächsten Minuten verflachte das Niveau zusehends: Victoria wurde seiner Rolle als Topmannschaft der Liga in keinster Weise gerecht und wenn Sperber mal kein Glück hatte, dann kam auch noch Pech dazu. Fehlpässe und Slapstick-Einlagen mit dem Ball häuften sich, sodass man sich fast vorkam wie in der Kreisklasse. Der wirklich sehr holprige Untergrund tat dann auch noch sein Übriges. Die Hausherren waren dem Ausgleich zeitweise näher, als Vicky dem vielleicht erlösenden 2:0.
Höhepunkt in dieser Zeit war allerdings der Wirt der nahen Gaststätte, die sich scheinbar für den SC Sperber um das „leibliche Wohl“ kümmert. Anfangs noch lustig und nur mutmaßlich angetüdert, schlenderte er über die Tribüne und verkaufte Gezapftes vom Tablett. Im Verlauf des Spiels wurde es allerdings offensichtlich, dass er sich seine überteuerte Plörre selbst schön trinken musste und zusehends die Kontrolle über sich und sein Tablett verlor. Drei Euro für 0,33 Liter sind wirklich unverschämt! Dazu sei gesagt, dass es sich auch noch um Krombacher handelte. Selbst drei Euro für 33,0 Liter Bomkracher sind immer noch eindeutig zu viel!
Für alle Freunde der Gerstenkaltschale sei erwähnt, dass der Kiosk am U-Bahnhof deutlich sparschweinfreundlichere Preise und ein nicht unbedingt leberfreundliches Mehr an Leistung (0,5 Liter!) anbietet.
Daran konnten wir uns zwar erfreuen, sahen aber auf dem Platz auch schon die drei Punkte für die Guten flöten gehen und gegen eine schiedlich-friedliche Punkteteilung eingetauscht. Dazu kam es, Gott sei Dank, nicht. Besser noch: Als alle schon mit dem Abpfiff rechneten (90.+4), wurde ein Vicky-Spieler im Strafraum der Heimmannschaft bei der wahrscheinlich letzten Aktion übel umgesenst. Somit kamen wir dank einem sicher verwandelten Strafstoß noch in den Genuss eines zweiten Tores und dabei blieb es auch.
Die Sektionen Zweirad und Drei(ter)bildungsweg trennten und verabschiedeten sich.

Samstag, 16. März 2019

Oberliga, 26. Spieltag: SV Curslack-Neuengamme – SC Victoria Hamburg 4:1 (2:1)

Gramkowweg, 96 Zuschauer

Fußball bei Tageslicht, dafür ohne Erfolg. Nachdem wir in den vier Pflichtspielen seit der Winterpause an zugigen und kalten Abenden antreten mussten, versprach diese Ansetzung, in Folge überraschend vieler Sonnenstunden der letzten Wochen, eine schöne Landpartie zu werden. Allein das Wetter hatte etwas dagegen. So war es wie immer bei meinen bisher drei Ausflügen im Südosten Hamburgs – windig, kalt und nass.
Die ÖPNV Fahrt mit gut 10 Victorianer*innen verlief diszipliniert, wir kamen frühzeitig an, so bleib für mich noch ausreichend Zeit, mit unserem neuen Presseprecher Matze sowie dem 1. Vorsitzenden zu plaudern. Danach Verzehr einer mittelmäßigen Currywurst mit Holsten-Bier (dessen geschmackliche Indifferenz mich jedes Mal aufs neue deprimiert) und ab unters Dach auf die zweckmäßige, gut ausgebaute Tribüne. In der Zwischenzeit trafen noch weitere Kaot*innen und ein Urtyp ein, sodass wir zu fünfzehnt ins Spiel gingen.
Auf dem Platz fehlten leider die herausragenden Kräfte Strömer (Urlaub) und Fionuke (verletzt) sowie die stabilen Petzschke (gesperrt) und von Appen (ebenfalls verletzt). Trotzdem konnte Trainer Fabian Boll, nach der klaren Niederlage gegen BU im letzten Heimspiel, eine starke Elf, ausnahmslos Stammkräfte, aufbieten.
Es lief jedoch von Anfang an nicht. Victoria stand gewohnt hoch, hatte aber Probleme mit der körperlichen Spielweise von Curslack. So gingen im Mittelfeld von Beginn an viele Bälle verloren, die unsere Innenverteidung gleich mehrfach in Eins-zu-eins-Situationen brachte. Es dauerte ganze sechs Minuten, da traf Lechler (wenn ich es richtig erinnere nach einem Eckball), zum 1:0 für den SVCN.

Freitag, 8. März 2019

Oberliga, 25. Spieltag: SC Victoria Hamburg – HSV Barmbek-Uhlenhorst 1:3 (0:1)

Stadion Hoheluft, 372 Zuschauer

Jede Serie muss irgendwann mal reißen, das ist klar. Allerdings war die Art und Weise, wie Vicky die erste Niederlage im Jahr 2019 einfuhr, dann doch irgendwie sehr unschön. Aber es passte zu diesem äußerst frostigen Freitagabend, an dem man tatsächlich doch noch mal am Glühwein hätte schnuppern können. Wir haben eben doch erst März und der Winter lässt sich nicht so einfach vertreiben.
Bereits nach 10 Spielminuten war jedenfalls alles hinfällig, was Fabian Boll seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben haben dürfte. Da nämlich kassierte Yannick Petzschke eine Rote Karte für eine Notbremse – die aber gar keine war. Wie man zumindest hinterher der Presse entnehmen konnte, war Petzschke mitnichten letzter Mann, allerdings hatte der Schiri es so gesehen, gepfiffen und den Karton gezückt. Damn it, einer weniger!
Allerdings merkte man in den ersten Minuten nach diesem Fauxpas nicht viel davon. Vicky suchte das Heil in der Offensive und kam durchaus gefährlich vor der Barmbeker Tor. Nach 25 Minuten war dann allerdings Schluss mit der vermeintlichen Herrlichkeit, denn BU nutzte die Überzahl dann doch und netzte in Person von Jon Hoeft zum 1:0 ein. Kurz vor der Pause jubelten die Victorianer, allerdings nicht aufgrund des Ausgleichs, sondern weil Samuel Hosseini ebenfalls vorzeitig den Platz verlassen musste.
Wer nun aber auf eine Aufholjagd in der zweiten Hälfte erwartete, wurde enttäuscht, denn Louis Mandel (69.) und Jan Eggers (76.) machten das Unglück für Vicky perfekt. Da half auch das 1:3 von Dennis Bergmann in der 90. Minute nichts mehr – die drei Punkte durften die Gäste mit nach Hause nehmen.
Über vermeintliche Rauchschwaden aus dem Fanblock darf sich übrigens ebenso gewundert werden wie über das „Freundschaftsplakat“ von BU und Altona, das im B-Block zu sehen war. Wann ist denn das passiert?