Sonntag, 19. April 2015

Landesliga Hammonia, 27. Spieltag: SC Victoria II - TuRa Harksheide 0:4 (0:2)

Area 52, 70 Zuschauer

Die Landesliga ging so schnell wie sie gekommen ist. Zumindest für den SCV geht diese Saison das Licht in Liga 6 aus. Und als wäre das nicht alles schon schwer genug, reiste heute auch noch mit TuRa eine der Spitzenmannschaften der Liga an.
Mit im Gepäck SCV-Publikumsliebling Benedikt Neumann-Schirmbeck. Ihr wisst schon, der Mann mit dem Namen wie ein FDP-Politiker. Wie wir alle finden, Vickys größter Transferbock seit Langem. Den Mann hätte man einfach halten müssen. Jetzt stürmt er für die Norderstedter und zeigt mit 19 Treffern bisher, dass er immer noch weiß, wo das Tor steht. Auch heute stellte er sein Können unter Beweis und knallte unsere Zweite quasi im Alleingang ab.

Jap, da haben wir euch um die Spannung gebracht. Es gab keine Sensation. Und das, obwohl die Zweite in den ersten Minuten wirklich sehr couragiert aufgetreten ist und gegengehalten hat. Auch nach vorne ging durchaus etwas. Und dann begann die große bunte Bene-Show. Zweimal Neumann-Schirmbeck in der ersten Hälfte, zweimal in den anderen 45 Minuten. Jede Chance auch ein Tor. Für Blau-Gelb ist es das dann wohl auch gewesen. Nächste Saison heißt es Landesliga. Und hoffen, dass unser Management dabei hilft, das Team für die Mission Wiederaufstieg gut zusammenzustellen.  

Damen, Bezirksliga Ost, 19. Spieltag: SC Victoria - HSV Barmbek-Uhlenhorst 2:2 (1:1)

Area 52, 40 Zuschauer

Heute dann auch unsere Premiere bei den Vicky-Damen. Die spielen eine richtig feine Saison und mit den anderen Blau-Gelben aus der Stadt kam es heute an der Hoheluft zu einem richtigen Spitzenkick. 
Trainiert wird die SCV-Combo übrigens von keinem Geringeren als Vicky-Publikumsliebling Dennis Wolf. Also ganz selbstverständlich natürlich, dass wir da nicht nein sagen und brav die Gäste bepöbeln. Ach nein, dass macht man ja beim Frauenfußball nicht. Die Mädels sind ja aus Zucker und so... 
Das Spiel dann mit einem denkbar unglücklichen Verlauf. Vicky mit der ersten guten Torchance und BU gleich danach mit dem ersten Tor. Bis zur Pause gelang Vicky der ein oder ansehnliche Angriff und kurz vor er Halbzeit dann auch endlich das längst überfällige 1:1. Eine verunglückte Flanke sollte es richten. Verunglückt klingt übrigens zu Unrecht nach Rumpelfußball at its best. Denn die Damen auf dem Kunstgeläuf legten richtig ansprechenden Fußball hin. 
Nach dem berüchtigten Pausentee Vicky weiterhin gut dabei und folgerichtig mit der Führung. Also alles im Soll im Aufstiegskampf. Das Tor sorgte übrigens für reichlich Diskussionen bei den mitgereisten BU-Fans/Brüdern/Müttern und Vätern – mit Zaunfahne – denn ging dem Tor doch ein vom Schiri abgeprallter Ball voraus. Der schöne Treffer aus der Drehung heraus aber muss trotzdem erstmal so gemacht werden und bei dem Chancenplus für das wahre Blau-Gelb auch alles andere als unverdient. Und wenn wir gerade bei unverdient sind: BU hat doch dann irgendwie aus dem Gar Nix heraus noch einmal getroffen. Wieso, weshalb, warum – keine Ahnung. Das Spiel ging trotz weiterer guter Möglichkeiten schließlich 2:2 aus. Schade um die zwei Zähler.   

Kreisliga 2, 27. Spieltag: SC Victoria III - Altona 93 II 0:1 (0:1)

Area 52, 40 Zuschauer

Derbytime. Kleines Derby zumindest. In der Kreisliga. Unsere Dritte gegen deren Zweite. Oha. Die Kaoten durften da natürlich nicht fehlen. Und Altona? Reichlich am Platz vertreten... ach nein, das waren die Eltern der F-Mädchen, die ebenfalls einen auf Derby machten. Szene vom AFC nicht am Platz. Ist ja auch kein Wunder, wenn der HSV fast zeitgleich gegen Werder kickt. Erstverein geht vor und so. Letztlich tauchte dann doch noch genau eine Nase auf – wahrscheinlich auf der Suche nach ihrem Portemonnaie?

Ansonsten lässt sich attestieren: Unsere Jungs kämpferisch, Altona mit dem Tor. Der Ausgleich lag den Blau-Gelben gleich mehrfach auf dem Fuß, aber es war wie verhext. Die AFC-F-Mädchen haben dann sogar für ihre Herren gesungen und Kompliment: Lauter, ausdauernder und kreativer, als man es von der AJK kennt.

Letztlich blieb es beim 0:1 und unsere Dritte hangelt sich nur noch drei Punkte von den Abstiegsrängen weiter. Wir drücken weiterhin die Daumen, dass es am Ende heißt: Noch 'ne Runde Kreisliga für die Jungs.   

Samstag, 18. April 2015

Oberliga, 29. Spieltag: SC Victoria - VfL Pinneberg 0:2 (0:0)

Stadion Hoheluft, 364 Zuschauer

So einer dieser Tage zum Vergessen halt. Spitzenspiel. Gegen Pinneberg, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Offenbar klingt das wirklich so unwirklich, dass auch gleich mal ein guter Teil der Kaoten im Stadion fehlte. Schande! Der Block trotzdem gut gefüllt, der Support aber einfach mal Schrott. Leise, lustlos und Lichtjahre unter unseren Möglichkeiten. Das muss besser werden.

Aber schieben wir es mal alles darauf, dass uns Flutlichtspiele einfach besser liegen. Auch personell.
Sportlich reihte sich die ganze Nummer nahtlos in den faden Geschmack ein, den der C-Block hinterließ. Eben so ein Match, dass Victoria im Normalfall souverän gewinnt, aber an diesem Tag wollten die Tore einfach nicht fallen. Das letzte bisschen Willen hat wohl auch schlicht gefehlt. Das bittere Pokalaus steckt unseren Mannen offensichtlich noch in den Knochen. Und so kam es dann auch einfach, wie es kommen musste: Pinneberg mit den Toren. Zwei an der Zahl. Nach zwei aufgeholten Rückständen in den letzten Wochen, sollte der wiederholte Coup nicht gelingen und das Spiel konnte nicht noch einmal auf 3:2 gedreht werden.

Im Kampf um die Meisterschaft gelingt uns also kein Schritt voran. Dassendorf zieht mit drei Zählern weg. BU zieht aus dem Windschatten vorbei und auch Pinneberg bleibt dabei. Aber alles halb so wild, denn wir sind ja alle lang genug dabei, um zu wissen: Am Ende lacht immer Vicky.  

Sonntag, 12. April 2015

Oberliga Hamburg, 28. Spieltag: SC Vier- und Marschlande – SC Victoria 2:3 (1:0)

Sportanlage Fünfhausen, 150 Zuschauer

Wenn der Tabellenzweite auf den Tabellenvorletzten trifft... sollte das 'ne klare Angelegenheit werden. Oder man macht es spannend, täuscht den Knockout an, treibt alle Zuschauer zur Verzweiflung – und kommt Ende mit 'nem blauen Auge und 'nem knappen Sieg davon. So geschehen letzten Sonntag in Fünfhausen.
Der sonnige, aber sehr windige Tag begann erst mal etwas chaotisch. Wie immer also, werden einige jetzt denken. So richtig gut waren die Verbindungen raus aufs Land nicht, weshalb im Vorfeld die Idee aufkam, einen Shuttle-Service von der nächstgelegenen S-Bahn-Station einzurichten, während andere gleich mit dem Drahtesel anreisen wollten. Gesagt, getan, allerdings kam der Shuttle-Service erst auf dem Rückweg so richtig zum Zuge, während die Shuttlefahrzeuge auf dem Hinweg noch leer pendelten...
In Fünfhausen auf der Sportanlage angekommen, wurden die ersten Witze gemacht: Welcher Spieler der Gastgeber muss heute wohl die kleine Leiter zur Anzeigentafel erklimmen und wie oft? Letztes Mal hatten wir uns einen Spaß draus gemacht, demjenigen zu applaudieren, denn der Sieg fiel recht deutlich aus und es musste oft geklettert werden. Kurz vor Anpfiff trudelten dann auch endlich unsere Radfahrer ein, die doch ein wenig länger gebraucht hatten als angedacht. Aber keine Sorge, es waren eh kaum Zuschauer da, auch wir traten heute nur mit einer Handvoll Leute in Erscheinung und machten stattdessen einen gepflegt auf Old-school-Suppport. Hat auf jeden Fall gebockt, mit den Leuten sein Ding durchzuziehen, aber nächstes Mal dürfen es dann schon gerne wieder ein paar mehr sein.
Lob bekommt übrigens der Trainer vom SCVM, Olaf Poschmann, neben dessen Bank wir uns platziert hatten: Er kam vorbei und begrüßte jeden einzelnen von uns per Handschlag. Nette Geste und so konnten wir ihm und seinem Team auch gar nicht böse sein, als sie nach fünf Minuten überraschend in Führung gingen. Naja, das kann ja mal passieren, Vicky. Sind ja noch 85 Minuten... Wenn man allerdings an so einer eklatanten Abschlussschwäche leidet, wie der SCV in dieser Partie, kann das ganz schnell nach hinten losgehen! Bis zur Pause Vicky zwar irgendwie besser, aber der SCVM mit der Führung.
Auch ein Doppelwechsel nach der Halbzeit half da nur bedingt, denn in der 59. Minute musste wieder ein Auswechselspieler der Gastgeber klettern gehen – um das 2:0 für seine Farben aufzuhängen. Moment mal, so haben wir aber nicht gewettet! Bei uns daher erst mal Ruhe, denn diese Leistung da auf dem Rasen war mittlerweile echt peinlich. Dafür muss man an dieser Stelle mal dem Gegner Respekt zollen, denn die junge Truppe machte ihre Sache hervorragend für die begrenzten Möglichkeiten, die sie hatten. Die Defensive stand super, da war kaum Durchkommen. Nach vorne ging eigentlich auch nicht viel, aber wer seine wenigen Chancen nutzt, kann auch mal mit 2:0 in Führung gehen. Da stummes Fußballgucken langweilig ist, einigten wir uns drauf, stattdessen ein neues Lied einzustudieren, was schon seit ein paar Wochen in der Schublade lag. Das klappte nach eienr Weile dann auch ganz gut und übertrug sich scheinbar aufs Feld, denn dort sorgte Marius Ebbers dafür, dass sich die Dinge wieder gerade bogen: Erst erzielte er das 1:2, dann traf er zum Ausgleich und die Welt war wieder ein wenig mehr in Ordnung. In der Nachspielzeit tauchte dann überraschend noch eine rosa Wolke am Horizont auf, als Jan-Ove Edeling sogar noch das 3:2 erzielen konnte. Hinterher fragt doch keiner mehr danach, wie das Spiel gewesen ist, Hauptsache drei Punkte! Oder so ähnlich...
Die Spieler vom SCVM konnten einem wirklich leid tun und schlichen mit hängendem Kopf vom Platz. Das war wohl der Abstieg. Irgendwie schade, denn es gibt definitiv unsympathischere Vereine in der Liga. Aber auch welche, wo man nicht erst eine Weltreise unternehmen muss, um vorbei zu kommen. Tschüss, das war's jetzt auch vom Deich!



Montag, 6. April 2015

Oddset-Pokal, Viertelfinale: SC Condor - SC Victoria. 4:3 n.V. (3:3)

Sportpark Oldenfelde, 700 Zuschauer

Das Spiel begann bereits um 11:30 Uhr am Ostermontag, trotzdem war das „Stadion” mit ca. 600 Zuschauern gut gefüllt. Allerdings war der Anblick des Platzes, sehr beunruhigend, denn er erinnerte ein wenig an einen Acker. Condor halt. Ob dies letztlich auch ein Grund für den Spielverlauf war, lässt sich aber schwer einschätzen.

Dann ging es los. Zu Beginn war Condor klar die bessere Mannschaft. Grund dafür war teilweise auch die Tatsache, dass Vickys Spieler sich den Ball zu leicht haben abnehmen lassen und Condor die Chancen ausgenutzt hat, indem sie den Ball schnell nach vorne gespielt haben. Also kam es, wie es kommen musste: Bereits in der 10. Spielminute schoss Carlos Flores das erste Tor und brachte Condor damit in Führung (1:0). Vicky bekam es auch im Anschluss nicht auf die Reihe, vernüftige Angriffe bis vor das Tor des Gegenrs zu spielen und wenn doch mal, war stets Torwart Sascha Kleinschmidt dazwischen. Mit dem 0:1-Rückstand ging es dann auch in die Kabinen. Nach der Pause Vicky zwar bemühter, aber das Tor fiel auf der anderen Seite: Condors Kevin Mellmann erzielte das 2:0. Eine ziemliche Klatsche bis dato.

Für sehr viele Fans war das Spiel mit diesem Tor schon durch. Selbst für langjährige Victoria-Fans war schwer vorstellbar, das Ding noch zu drehen. Trotz des gerade gefallenen Gegentors zum 2:0 rappelte sich die Vicky-Mannschaft aber wieder auf, auch wenn es durch teilweise fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichtergespannes nicht wirklich leicht war. Als ob der Knoten nun geplatzt wäre, wird der Ball zu Benjamin Bambur gepasst, dieser nutzt die Chance und schießt. Und dann ist es auch schon da: TOR in der 64. Spielminute durch Benjamin Bambur und damit ist wieder alles offen (2:1). Grade noch war das Spiel offensichtlich für Condor entschieden und schon ist wieder alles offen!

Aber wirklich viel Zeit blieb auch nicht mehr, denn Condors Defensive stand weiterhin sehr gut... Kurz vor Schluss gab es noch ein Tor von Vicky, das allerdings als abseits gesehen wurde und deswegen nicht zählte. Und somit ging es in die Nachspielzeit. Plötzlich Ecke für die Guten. Selbst unser Torwart Tobi Grubba kam mit vors gegnerische Tor und nicht nur das: Da kam der Eckstoß. Genau vor das Tor. Man sieht nicht viel. Und plötzlich sieht man den Ball ins Netz fliegen (2:2). Dieser Moment war für einige kaum zu glauben, ein Tor in letzter Sekunde. Und das Tor hat nicht irgendjemand gemacht. Nein, es war die Nummer 1. Es war Victorias Torwart Tobias Grubba!!! Kaum zu glauben, aber wahr. Dieses Tor wird einzigartig bleiben... Es blieb beim 2:2 und ging somit in die Verlängerung.

Das ohnehin hektische und durch viele Fouls geprägte Spiel bekam in der Verlängerung dann einen vorläufigen Höhepunkt durch eine gelb-rote Karte für Rinik Carolus. Der Schiri wollte eine Schwalbe gesehen haben, stand mit dieser Meinung aber exklusiv da. Trotzdem gelang es Vicky kurz darauf, in Unterzahl in Führung zu gehen. Tor Dennis Thiessen zum 3:2! Allerdings hatte Condor was gegen die Führung und glich kurz darauf zum 3:3 aus. Hin und her ging es nun, ein wilder Ritt, in den der Schiri immer wieder eingriff: So bekam der SCV noch einen Elfer zugesprochen (Konzessionsentscheidung), den Gökhan Iscan verschoss und eine rote Karte für Torben Wacker nach einem Frustfoul. Fünf Minuten vor Ultimo ging Condor dann nochmals in Führung und das war's dann mit den Titelträumen. Kein DFB-Pokal für Vicky. Vielleicht auch kein Aufstieg? Wir müssen wohl abwarten.

Dieses Spiel war sportlich wirklich absolut mitreißend, deshalb auch die ausführliche Beschreibung. Schade, dass Tobis Tor letztlich nicht zu mehr Aufmerksamkeit gereicht hat... ;-) Aber auch abseits des Rasens war ordentlich was los. Die Victoria-Anhänger sind zahlreich und sichtbar mit Fanutensilien nach Farmsen gekommen (sehr schön!) und postierten sich zu großen Teilen auf der Gegengeraden. Gut, wenn alle zusammen stehen. Neben unserem recht ordentlichen Anteil an Kaoten hatten auch die Radicals wieder einige Leute am Start, die des auch auf sich aufmerksam machten. Unser Support dabei vielleicht nicht immer durchdringend laut, aber wer die Anlage von Condor kennt, weiß, das es fast unmöglich ist, da akustisch was zu reißen. Dafür war es aber fast durchgehend laut - okay, gegen Ende überwog das Gepöbel und der Schiri bekam ordentlich sein Fett weg. War aber auch angebracht! Für uns als Fanszene ist das Auscheiden aus dem Pokal sicher nciht der Weltuntergang, denn eine (möglichliche) Teilnahme am DFB-Pokal bringt einfach auch viel Unruhe und Kommerzauswüchse durch den Verband mit sich. Ums Finale ist es sicherlich schade, aber so können wir den Pfingstmontag halt anderweitig genießen... ;-)

Sonntag, 29. März 2015

Landesliga Hammonia, 25. Spieltag: SC Victoria II – BW 96 Schenefeld 1:1 (1:0)


Area 52, 40 Zuschauer


Warum herrscht eigentlich immer am Sonntagnachmittag schlechtes Wetter in Hamburg? Wieder einmal regnete es und wieder einmal hielt das alle Leute davon ab, sich das Spiel der Zweiten anzuschauen. Mich allerdings nicht. Und ich kann mittlerweile auch gleichzeitig einen Regenschirm, einen Notizblock und einen Stift halten und verwenden. Was man nicht alles beim Fußball lernt.

Ja, was gibt es sonst zu diesem Spiel Wichtiges zu sagen? Die Lage der Zwoten hat sich durch den absolut unfairen Punktabzug aus dem Elmshorn-Spiel dermaßen verschärft, dass alles andere als ein Sieg gegen Schenefeld schon fast gleichbedeutend mit dem Abstieg ist. Dabei geht es mir gar nicht mal um den Punktabzug inhaltlich, denn leider hat Vicky den fatalen Fehler begangen und Tobi Grubba gegen Elmshorn eingesetzt – damit hat Vicky nunmal den Regelverstoß begangen. Punkt. Was mich an der Sache aufregt, ist vielmehr die Tatsache, dass das Spiel nun mit 3:0 für den Gegner gewertet wird, obwohl die Mannschaft in den 90 Minuten überhaupt nicht drei Mal auf unser Tor geschossen hat. Und – noch viel schlimmer – wenn ich höre, dass der Tipp bezüglich des Regelverstoßes angeblich aus der Ecke eines anderen, akut abstiegsbedrohten Teams aus der Region gekommen ist. Das finde ich einfach extrem fragwürdig und wirft ein schlechtes Licht auf diesen speziellen Verein.

So, genug zu dem Thema, Punkte weg, Abstieg nah. Kommen wir zum Gegner: Da war doch auch was? Jep, das Hinspiel wurde beim Stand einer Führung für den SCV II abgebrochen, weil sich ein Schenefelder verletzt hatte (Zunge verschluckt?) und sich seine Mannschaft außerstande sah, das Spiel fortzusetzen. Das gab damals ähnliche Diskussionen, weil es drumrum wohl auch einige Dubiositäten gab. Das Nachholspiel gewannen dann natürlich die Schenefelder. Wie das dann immer so ist...

Aber Vicky machte heute zunächst nicht den Eindruck, dass sie sich davon beeinflussen lassen würden. Es dauerte gerade mal neun Minuten, bis Daniel Tramm die Führung erzielte. Danach gab es viel Gebolze und wenig Fußball zu sehen, sodass sich dieser Nachmittag arg in die Länge zog. Bis zur Pause hielt Vicky den Vorsprung, aber in der zweiten Halbzeit kam, was kommen musste: Der Ausgleich fiel. Da war auch leider nix mehr dran zu rütteln, sodass es beim 1:1-Endstand blieb.

Dass das die Aussichten auf den Klassenerhalt nicht eben verbessert hat, ist wohl klar. Wie sagte Gody hinterher: „Das ist einfach eine Scheiß-Saison!“ Dem schließe ich mich an!

Freitag, 27. März 2015

Oberliga Hamburg, 26. Spieltag: SC Victoria – HSV Barmbek-Uhlenhorst 1:1 (0:1)


Stadion Hoheluft, 378 Zuschauer

Neben dem Derby gegen Altona stellt die Begegnung mit BU sicherlich noch eines der Highlights der Saison da, immerhin verfügt BU auch über eine aktive Fanszene. Eine, zu der Nordkaos durchaus lockere Kontakte pflegt. Hamburg ist halt auch nur ein Dorf... Von Feindschaft kann hier also keine Rede sein – umso verwundeter mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass zu diesem Spiel der Gästeblock geöffnet wurde. Das beinhaltete getrennte Eingänge, Fantrennung und ein erhöhtes Aufkommen an Sicherheit und Polizei im Stadion. Geld, dass sich der SCV hätte sparen können, wenn unser Sicherheitsbeauftragter minimal Ahnung hätte. Wie der Fanbeauftragte von BU auch zugab, ließ der allerdings nicht mit sich reden und so sollte das Spiel unter verstärkten Sicherheitsbedingungen stattfinden. Überflüssig!

Davon mal ganz abgesehen, war es angenehm, dass sich mal ein paar Leute mehr ins Stadion verirrten. Insgesamt waren sicherlich mehr als 400 Zuschauer anwesend und auch der C-Block hatte sich auch ganz gut gefüllt (für unsere Verhältnisse). Einem anständigen Support stand also nichts mehr im Wege. Trotzdem muss man im Nachhinein sagen, dass es teilweise etwas mühselig war, es fehlten ein bisschen die Antreiber, sodass der Supporthaufen sich manchmal etwas zu sehr gehen ließ. Da muss mehr Leidenschaft rein!

Sicherlich tat der Spielverlauf sein Übriges dazu bei, denn Vicky hatte zwar die ersten Chancen, aber BU ging in Führung – zum psychologisch ungünstigen Zeitpunkt kurz vorm Pausenpfiff. Vicky nach der Pause druckvoll, aber wenn man permanent einem Rückstand hinterher läuft, ist klar, dass das Spiel drunter leidet. Zum Glück bewies Lutz Göttling ein glückliches Händchen und wechselte Joker Jerry Sampaney ein, der in der 83. Minute für den Ausgleich zum 1:1 (und Endstand) sorgte. 

Hatte man sich im Vorfeld doch sicherlich mehr versprochen, muss man im Nachgang froh sein, dass immerhin ein Punkt dabei raussprang. Unsere eklatante Abschlussschwäche wenn Ebbers fehlt, machte sich aber auch heute wieder bemerkbar. Das ist so sicherlich nicht regionalliga-tauglich, zumal schon recht klar ist, dass sich Ebbers die 4. Liga nicht mehr antun wird. Hier muss ganz dringend mal nachgebessert werden.

Sonntag, 22. März 2015

Oberliga Hamburg, 25. Spieltag: Buxtehuder SV – SC Victoria 1:2 (0:1)

Jahnstadion, 200 Zuschauer

Buxtehude, ein kleines Dorf kurz hinter Hamburg. Das ist da, wo sich Hase und Igel gute Nacht sagen, das behauptet der Ort zumindest auf dem Ortsschild. Höhö, ich warte auf Beweise. Weder Hase noch Igel wurden zumindest von uns gesehen. Aber immerhin, irgendwie fühlte sich das schon fast wieder wie eine richtige Auswärtsfahrt an. Ein bisschen zumindest. War ja auch ganz schön weit. Und bereits auf dem Weg zum Spielort passierte einem Kaoten eine dermaßen peinliche Geschichte, die einem sonst nur auf sehr weiten Auswärtsfahrten mit dem entsprechenden Alkoholkonsum passiert. Aber wer lautstark über den ganzen Bahnsteig brüllt, dass er keine Karte hat, muss sich hinterher auch nicht wundern, wenn das dicke Ende kommt...
Sportlich schien die Partie gegen den Aufsteiger aus Buxtehude auf dem Papier ebenfalls eine klare Kiste zu werden, immerhin rangieren die BSV-Kicker auf einem Abstiegsplatz, Vicky hat dagegen Ambitionen nach oben. Nach GANZ oben. Nach der Niederlage von unserem Team bei Niendorf war allerdings eine kleine Steigerung nötig, sonst würde das wieder unnötiges Rumgezitter werden.
Während der kompletten ersten Hälfte war davon aber nichts zu sehen. Abspielfehler und Fehler im Spielaufbau der blau-gelben Gäste (Heimteam ebenfalls blau-gelb) reflektieren ein wenig einen angeschlagenen Bundesliga-Klub aus unserer Stadt... Aber wir haben das geilere Maskottchen! Doch kurz vor dem Pausentee ließ Tanidis den SCV-Anhang doch noch jubeln – per Kopf traf dieser zur Vicky-Führung! Direkt im Anschluss setzte es noch eine gelb-rote Karte für den Aufsteiger und damit sollte die Messe doch eigentlich gelesen sein, oder?! Der DJ legte zur Halbzeit jedenfalls schon mal die „Best of Johnny Cash“-CD ein, sodass eigentlich alles stimmte. Dann kam aber doch noch der Schlagerdreck aus den Boxen und gab den Auftakt für eine zweite Hälfte, die auch wesentlich entspannter hätte verlaufen können.
Es kam dann nämlich, wie es kommen musste: Vicky wieder unaufmerksam in der Defensive mit dem  Resultat des Ausgleichstreffers. Ätzend! Niendorf lässt grüßen. Och nöööööö! Dafür waren wir jetzt nicht hier rausgegondelt. Die Vicky-Jungs, die den Ernst der Lage inzwischen begriffen hatten, warfen dann aber noch einmal alles nach vorne. Der erlösende Siegtreffer gelang schließlich Benjamin „Du bist der beste Mann, du weißt es!“ Bambur in der 78. Minute. Die Vorlage kam übrigens per Kopf – von unserem „laufenden Meter“ Cem Cetinkaya. Klasse!
Supportmäßig war das der bisher schlechteste Auftrtt der Saison. Wir waren nicht besonders zahlreich, dementsprechend war an 90 Minuten Dauersupport von Anfang an nicht zu denken. Und da sich unser Trommler den kleinen Fauxpas zu Beginn der Reise geleistet hatte und dementsprechend erst später kam, musste es ohne Unterstützung gehen. Klar, dass das die Stimmbänder nicht mitmachen. Von daher heißt es bei uns zumindest Mund abwischen und nächstes Mal besser machen.
Eine Anmerkung noch: Die Buxtehuder Dorfjugend scheint keinen anständigen Deutschunterricht genossen zu haben. Wer „Fo****“ mit V schreibt, bekommt zwar die Lacher des Vicky-Anhangs, nicht aber deren Respekt. ;-) Auswärtssieg!

Sonntag, 15. März 2015

Landesliga Hammonia, 23. Spieltag: SC Victoria Hamburg II – FC Elmshorn II 7:1 (3:0), später 0:3 gewertet

Area 52, 70 Zuschauer

Keine Sau wollte sich am Sonntag mit mir das Spiel der Zweiten anschauen! Wahrscheinlich waren die beiden Spiele der Ersten innerhalb von 48 Stunden (Rugenbergen im Pokal, Meiendorf in der Liga) dann doch zu viel für die meisten. Für mich jedenfalls nicht und so machte ich mich eben alleine auf den Weg zur Area 52. Und wie es dann immer so ist: Alle, die zuhause geblieben sind, haben etwas verpasst! Nämlich die Auferstehung unserer Zweiten! Jawoll, ihr habt alle selbst Schuld!
Ich dagegen wurde Zeuge, wie der Tabellenletzte Vicky II sich wie ein Phoenix aus der Asche erhobt und den ebenfalls weit unten in der Tabelle rumkrebsenden FC Elmshorn II mit 7:1 vermöbelte! Dass es da leider in der Zwischenzeit zu einigen unschönen Szenen gekommen ist, dazu gleich mehr.
Zunächst deutete nichts darauf hin, dass dieses Spiel irgendwie besonders interessant werden sollte. Am Anfang standen sich zwei Teams auf Augenhöhe gegenüber, die sich durch eine ähnliche, auf Konter ausgelegte Taktik nahezu neutralisierten. Torraumszenen Mangelware. Zwar lief das ganze in einem recht hohen Tempo ab, aber das war auch kein Wunder, denn auf beiden Seiten waren einige Spieler dabei, die ihre Buffer auch schon höherklassig geschnürt haben – oder dies immer noch tun. Denn der SCV nutzte es aus, eine Top-Oberliga-Mannschaft zu haben, die nächste Saison in der Regionalliga kicken möchte. Da wäre es nämlich hervorragend, wenn der Unterbau in der Landesliga bleiben würde und nicht in der Bezirksliga rumgurken muss. Also werden flugs Spieler runter gegeben,  um das Team zu pimpen. Muss man nicht gut finden, ist aber so. Ich sehe die Notwendigkeit auf jeden Fall ein. Und so stand Tobias Grubba im Tor, auf dem Platz davor waren Vincent Boock, Yannis Büge, Jerry Sampaney und Quinton Washington zu finden. Den letzten Herren relativiere ich allerdings mal, denn Oberligaluft hat der so wirklich auch noch nicht geschnuppert.
Auf der anderen Seite standen ja nun aber auch keine Kreisklassespieler, sondern die Zweite von Elmshorn – beziehungsweise eigentlich ja deren Erste, denn weiter oben is ja nix mehr. Oberligateam zurückgezogen, die meisten Spieler haben das Weite gesucht. Also ist die Zweite faktisch die Erste, was dazu führt, dass sie den Startplatz in der Landesliga ohnehin sicher hat und nicht absteigen kann. Denn die eigentliche Erste steigt am Ende der Saison aus der Oberliga in die Landesliga ab, die Zweite kann also deren Startplatz übernehmen. So weit, so unfair.
Ach ja, ich war gerade bei den Spielern. Ja, auf der anderen Seite lief eines der ehemaligen Enfant Terribles des Hamburger Fußballs auf: Patrick Hiob! Ich weiß gar nicht, wo der Mann schon überall gekickt hat, seine Schnauze war ihm auf jeden Fall immer ein paar Schritte voraus. Mittlerweile ist er doch in die Jahre gekommen (Himmel, der ist so alt wie ich...), aber in diesem Spiel war er noch der beste Mann in den Reihen des Gegners. Der Schlechteste stand übrigens zwischen den Pfosten, wie auch dessen Trainer hinterher zerknirscht zugab. Am Ende kam er nämlich auf vier Torwartfehler, die jeweils ein Gegentor verursachten. Dazu kamen dann noch drei Tore von Vicky, die ohne Goalie-Fehler erzielt wurden und am Ende hast du sieben Buden kassiert. Schöne Scheiße!
Zumindest für Elmshorn. Da half der Ehrentreffer zum 4:1 dann auch nicht mehr. Unmittelbare Folge des Sieges: Was fürs Torverhältnis getan und die rote Laterne abgegeben. Leider kamen dann die unschönen Szenen, die sich aber nicht auf oder am Rasen abspielten, sondern vorm Verband und am grünen Tisch. Man munkelt, ein anderer Abstiegskandidat aus der gleichen Region wie Elmshorn hat den Elmshornern gesteckt, dass es da eine dubiose Regel gibt, die unserem Tobi Grubba verbietet, am Freitag für die Erste und am Sonntag (keine 48 Stunden später) erneut zu spielen. Deshalb wurde Protest eingelegt und nun hat Elmshorn am grünen Tisch 3:0 gewonnen. Besonders unfair, weil sie 1. chancenlos waren (die haben nicht mal so oft auf unser Tor geschossen, wie sie nun Tore zugesprochen bekommen haben) und 2. sportlich eh nicht absteigen können.
Natürlich gibt es diese Regel und natürlich ist es extrem dämlich, davon nicht zu wissen. Meine Güte, selbst ich kannte diese Regel. Also hat Vicky schon bei der Aufstellung geschlampt, keine Frage. Aber in diesem Fall bleibt auf jeden Fall ein mehr als fader Beigeschmack.